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RTL hatte einen Mega-Deal mit Michael Wendler abgeschlossen, bei dem es um eine Menge Geld ging. Bild: imago images / Mika Schmidt

Wendler-Skandal: So teuer ist der geplatzte RTL-Deal

Im vergangenen Jahr schmiss Michael Wendler seinen Job als Juror bei "DSDS" hin. Er fing an, Verschwörungsmythen in sozialen Netzwerken zu verbreiten und verlor viele Aufträge. Gerade auch für RTL ist diese Entwicklung ärgerlich, denn der Sender hatte einen umfangreichen Deal mit dem Schlagerstar abgeschlossen, der schließlich platzte.

Die "Bild" berichtet nun über Einzelheiten des 17-seitigen Vertrags zwischen der VOX Television GmbH und Cape Music Inc. Als "President" der letztgenannten Firma ist Wendlers Tochter Adeline eingetragen.

Wendlers RTL-Deal: Es ging um drei Shows

Der Deal zwischen RTL und dem Wendler soll laut "Bild"-Angaben 800.000 Euro schwer sein. Dabei waren 700.000 Euro als Gage und 100.000 Euro für die Sender-Exklusivität angedacht. Diese Summe deckte insgesamt drei Formate ab.

Zum einen ging es natürlich um Wendlers Aufgabe als "DSDS"-Juror, wobei seine Frau Laura Müller als Backstage-Reporterin für die Castingshow vorgesehen war. Weiterhin sollte die Doku-Soap "Michael Wendler & Laura" fortgesetzt werden, auch ein Auftritt von Tochter Adeline war hier angedacht. Sowohl Wendler selbst als auch Laura und Adeline sollten für RTL also vor die Kamera treten.

Schließlich umfasste die Verpflichtung eine Schlager-Show für den Streaming-Dienst "TV Now". Diese trug mit "Balla Balla" schon einen Arbeitstitel, wurde aber nicht mehr abgedreht.

RTL hat durch den Wendler Geld verloren

Tatsächlich wurde ein Teil der Gage bereits ausgezahlt. So erhielt Michael Wendler vor seinem Ausstieg bei "DSDS" angeblich einen Betrag in Höhe von 350.000 Euro – und das, obwohl im Nachhinein nur ein recht kleiner Teil der vorgesehen Leistung erbracht wurde. RTL entschloss sich erst diese Woche dazu, den Sänger komplett aus allen kommenden "DSDS"-Folgen herauszustreichen, nachdem dieser auf Telegram einen "KZ"-Vergleich gepostet hatte. Das Tischtuch zwischen den Parteien ist daher endgültig zerschnitten.

Somit war der Wendler-Deal für den Sender aus heutiger Sicht in praktisch allen Belangen ein Minusgeschäft. Allerdings könnte der geplatzte Deal auch noch ein Nachspiel haben. Wie die "Bild" nämlich weiter schreibt, steht eine mögliche Schadensersatzerklage von RTL gegen den Wendler im Raum. Dabei gehe es mutmaßlich um 1,5 Millionen Euro.

Für Wendler sind das erneut schlechte Nachrichten, schließlich musste der "Egal"-Interpret im letzten Jahr erhebliche finanzielle Einbußen hinnehmen. Nach seiner jüngsten Entgleisung ist der 48-Jährige für das Fernsehen endgültig nicht mehr tragbar. Sein Ex-Manager Markus Krampe prophezeite zuletzt: "Michael Wendler wird nie wieder irgendwo auf der Bühne stehen. Er wird nie wieder in einer Fernsehsendung sein und er wird nie wieder Geld verdienen."

(ju)

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