Amira Pocher erklärt, warum sie Bedenken hatte, öffentlich über die Impfung zu sprechen.
Amira Pocher erklärt, warum sie Bedenken hatte, öffentlich über die Impfung zu sprechen.Bild: imago images/Future Image

"Dann heißt es wieder Promibonus": Amira Pocher über Impfung – Oliver auch geimpft

20.05.2021, 11:57

Amira und Oliver Pocher erkrankten beide im vergangenen Jahr an Corona. Der Komiker erklärte danach, dass die Krankheit mit einem Husten angefangen habe, die Halsschmerzen seien dann schlimmer geworden. Sein Verlauf sei wie bei einer normalen Grippe gewesen, der Geschmacks- und Geruchssinn fehlte zusätzlich. Amira sagte dazu: "Da wir alle keine Vorerkrankungen haben, gehören wir nicht zu der Risikogruppe und sind guter Dinge, dass das Ganze uns nichts anhaben kann. Bleibt gesund und vor allem zu Hause."

Nun diskutierten die beiden in ihrer neuesten Podcastfolge darüber, dass sie sich mittlerweile zum ersten Mal gegen das Virus impfen ließen. Die 28-Jährige erklärte im Zuge dessen, dass sie eigentlich nicht darüber sprechen wollte und legte gleich die Gründe für ihre Bedenken offen.

Amira und Oliver Pocher sprechen über Impfneid

Zu Beginn meinte Amira: "Oli wollte euch das unbedingt erzählen." Der Comedian erklärte dazu: "Ich finde es schlimm, dass man so tun muss, als wenn man irgendwas Verbotenes getan hat. Das ist das klassische, deutsche Ding: Impfneid, die sind schon dran, wir noch nicht." Die Impfung sei im Fall des Paares über den Hausarzt erfolgt. Die beiden hätten gesagt, wenn irgendwann eine Chance bestehe, auch abends, würden sie kommen, da auch so viele Impfdosen weggeschmissen werden.

Amira offenbarte schließlich, warum sie ihren Impftermin eigentlich nicht öffentlich teilen wollte: "Wenn du geimpft bist, wirst du angefeindet, wenn du Impfgegner bist, wirst du angefeindet. Du kannst es Leuten nie Recht machen. Und dann heißt es wieder: Promibonus, ihr seid ja priorisiert, ihr in euren schicken Villen, kriegt alles immer in den Arsch geschoben." Und weiter:

"Es war einfach so, dass etwas übriggeblieben ist. Wir haben Biontech bekommen und einfach genommen, was da war."

Andere Familienmitglieder und Freunde hätten hingegen Astrazeneca bekommen. Amiras Botschaft lautete wie folgt: "Uns geht es in erster Linie darum, dass wir auch geschützt sind und einfach normal weiterleben können, fertig aus." Sie vertraue in jedem Fall den Ärzten. Pocher pflichtete bei: "Ich hatte auch einen Astrazeneca-Termin und ich hätte das auch genommen. Mir wäre es scheißegal gewesen, Hauptsache man kann diese Kette unterbrechen – egal mit welchem Impfstoff."

Pocher könne jedem nur empfehlen, den gleichen Schritt zu machen und erklärte: "Nachweislich sieht man überall: Wo der Impffortschritt extrem voranschreitet, gehen die Zahlen massiv runter, weil es einfach die sinnvollste Möglichkeit ist. Ansonsten drehen wir uns im Kreis und können noch Monate und Jahre mit Abstand und mit Masken kompliziert so weitermachen." In Richtung der Querdenker betonte der 43-Jährige:

"Ich habe jetzt auch keinen Chip gesehen, wir haben auch kein besseres Handynetz. Es ist alles gleichgeblieben, wir haben normale ertragbare Nebenwirkungen gehabt."

Amira meinte zum Schluss dazu: "Jeder soll das entscheiden, was er für richtig hält und womit er sich wohlfühlt. Es ist jedem selbst überlassen, keiner wird gezwungen. Wir haben die Entscheidung für uns getroffen, für uns ganz persönlich." Und weiter: "Ich möchte auch keine Impfwerbung machen, ich entscheide für mich und für keinen anderen. Ich wollte es, weil ich einfach keinen Bock habe, nochmal Corona zu bekommen. Ich möchte auch wieder normal reisen können und irgendwann vielleicht auch keine Maske mehr tragen." Dies sei laut Pocher auch für die meisten der Ansporn.

(iger)

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