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Mit "Shadow and Bone" hat Netflix einen Fantasy-Hit gelandet. Bild: Netflix

"Shadow and Bone": Netflix-Serie bereinigt großen Fehler – auf Wunsch der Buch-Autorin

Die neue Serie "Shadow and Bone – Legenden der Grisha" zeigt die außergewöhnliche Geschichte der Waise Alina Starkov, die die Fähigkeit besitzt, das Sonnenlicht zu beschwören. Schon nach kurzer Zeit hat die Show die Netflix-Top-10 erobert und wird teils sogar mit "Game of Thrones" verglichen. Tatsächlich basiert sie ebenfalls auf einer Buchvorlage, genauer gesagt die Grishaverse-Romane von Leigh Bardugo.

Wie nun aus einem Interview mit Bardugo bei "Polygon" hervorgeht, ist die Autorin selbst nicht ganz zufrieden mit ihrer Reihe. Daher war es ihr ein Anliegen, dass Netflix gewisse Änderungen vornimmt – und so kam es dann auch, insbesondere durch die Einschaltung von Drehbuchautor Eric Heisserer.

"Shadow and Bone": Das Problem mit den Büchern

"Shadow and Bone" wartet mit einem ziemlich diversen Cast auf, der von dem ersten Ableger der Buchreihe keineswegs so vorgebeben wird. Im Original sind ethnische Hintergründe der Figuren vielmehr gar kein Thema, was an sich erst einmal natürlich nichts Negatives sein muss. Jedoch gesteht Bardugo:

"Ich habe wirklich viele der Fantasien wiedergegeben, mit denen ich aufgewachsen war, die sehr weiße, sehr geradlinige traditionelle Geschichten über Auserwählte waren."

Die 46-Jährige ergänzt: "Während ich schrieb und mehr Selbstvertrauen gewann, fing ich an, eine Welt zu erschaffen, die der Welt um mich herum viel ähnlicher war." Die Folge: Spätere Bücher von ihr, insbesondere die "Krähen"-Duologie und deren Nachfolger, weisen explizit nicht-weiße Charaktere auf. Teilweise werden auch wiederkehrende Figuren, deren Herkunft zunächst nicht klar war, in Fortsetzungen näher definiert.

Eben diese Bemühungen um Diversität seitens Bardugo sollten sich dann auch auf die Netflix-Serie übertragen. Die Autorin und Heisserer kamen im Vorfeld gemeinsam zu dem Schluss, dass es sich am Natürlichsten anfühle, wenn Alina zur Hälfte asiatischer Abstammung ist. "Ihre Reise als Außenseiterin wurde so noch ergreifender", erklärt der 51-Jährige dazu.

Die Alina-Darstellerin Jessie Mei Li bestätigt dann auch, dass die Herkunft der Figur ein wichtiger Faktor für die Geschichte ist – wenn auch nicht der einzige. "Ihr ganzes Leben lang wurde ihr gesagt, sie sehe aus wie der Feind. Sie musste für sich selbst kämpfen und sich ein dickes Fell aneignen, aber sie ist auch so verletzlich", beschreibt sie den Charakter. Und weiter: "Es war wirklich schön, einige meiner eigenen Erfahrungen mit einzubringen."

Heisserer bestand übrigens darauf, dass nicht nur die Darsteller-Riege von "Shadow and Bone", sondern auch die Zusammensetzung der Drehbuchautoren vielfältig ist. Christina Strain sei besonders wichtig gewesen, um die Konturen der Protagonistin zu verfeinern.

Übrigens wurde die Serie als Drei-Staffel-Projekt gepitcht. Die erste Staffel durfte Eric Heisserer genau so umsetzen, wie es ihm vorschwebte, im Idealfall können sich Abonnenten nun also auf mindestens zwei weitere Staffeln freuen. Im Hinblick auf die Cliffhanger, mit denen das erste Kapitel endet, wäre es ohnehin eine glatte Enttäuschung, würde Netflix keine Fortsetzung in Auftrag geben.

(ju)

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