Die Investoren (v.l.) Dr. Georg Kofler, Frank Thelen und Nils Glagau nehmen das Angebot von

Frank Thelen war sechs Jahre lang Teil von "Die Höhle der Löwen". Bild: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Frank Thelen enthüllt: Wegen diesem Löwen wollte er hinschmeißen

Mehr als sechs Jahre lang war Frank Thelen als Investor Teil von "Die Höhle der Löwen". In dieser Zeit steckte er mehr als 5,7 Millionen Euro in spannende Start-ups – manche wurden zum Erfolg, manche nicht. Am Dienstag ist er das letzte Mal in der Vox-Show zu sehen. In der kommenden Staffel, die eigentlich im Herbst im TV gezeigt werden soll, wenn es die Corona-Pandemie zulässt, wird er nicht mehr dabei sein. Stattdessen wird Nico Rosberg neben Judith Williams, Dagmar Wöhrl und Co. Platz nehmen.

Dass Frank Thelen es aber überhaupt so lange in der Show ausgehalten hat, grenzt vor allem für ihn selbst an ein Wunder. Es gab Zeiten, da hatte er die Schnauze voll. Das hatte vor allem mit einem Kollegen zu tun, wie er nun verriet.

Jochen Schweizer mit "dummen Sprüchen" bei "Höhle der Löwen"

Denn ein ehemaliger Löwe war wohl nicht der angenehmste Zeitgenosse, wenn es nach Frank Thelen geht. "Mit Jochen Schweizer in den ersten drei Staffeln" sei es nicht so gut gelaufen, wie er im Gespräch mit der "Bild" erklärt. "Er war kein Team-Player. Seinetwegen wollte ich sogar hinschmeißen, weil er mich und auch einige andere im Team mit seinen dummen Sprüchen echt genervt hat", gibt Thelen ganz offen zu. Und weiter:

"Ich bin ein Typ, der braucht Frieden. Und wenn du ins Studio kommst und sofort beschossen wirst, dann ist das für mich ein No-Go."

 Die Investoren (v.l.) Dr. Georg Kofler, Frank Thelen und Nils Glagau nehmen das Angebot von

Nach dem Ausstieg von Jochen Schweizer wurde es harmonischer: Frank Thelen (Mitte) mit Nils Glagau (r.) und Georg Kofler. Bild: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Nach dem Abgang von Jochen Schweizer nach drei Staffeln folgten die Investoren Ralf Dümmel und Georg Kofler – und es wurde harmonischer. Dabei war Frank Thelen zunächst extrem skeptisch, als Ralf Dümmel dazu kam. "Produkte für den Discounter, diese Anzüge – das war nicht mein Typ. Aber über die Jahre ist Respekt und Freundschaft gewachsen", sagt Thelen. Ralf Dümmel sei ein "ehrlicher Kerl" und arbeite hart für seine Start-ups.

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Ralf Dümmel kam in der vierten Staffel in die Show. Bild: TVNOW / Bernd-Michael Maurer

Am Ende dürfte Frank Thelen aber froh sein, dass er das Experiment "Höhle der Löwen" nicht wegen Jochen Schweizer vorzeitig beendet hat. Denn dann wären ihm einige gute Deals durch die Lappen gegangen. 2018 steckte er beispielsweise 200.000 Euro in das Flüssignahrungs-Start-up Yfood – und schon jetzt seien sie "auf dem Weg zum 100-Millionen-Unternehmen", wie Thelen sagt.

Mit einem anderen Start-up lief es hingegen nicht so gut. Ausgerechnet sein aller erstes Investment in der Show, Crispy Wallet, war ein absoluter Flop. "Die beiden Gründer waren nicht stark. Das Ding ist nach zwei Jahren und einigem verbrannten Geld an die Wand gefahren", sagt er der "Bild". Dementsprechend wird er eine Sache auch nach seinem Sendungs-Aus definitiv nicht vermissen: "Durchgeknallte Gründer, die in der Sendung die große Show vorspielen, wo aber nichts dahintersteckt und du am Ende merkst: Das ist ein Betrüger, der klaut dir nur Zeit und Geld."

(jei)

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