"Stern TV" berichtete am Mittwoch unter anderem über Tierquälerei in einem Schlachthof im niedersächsischen Bad Iburg.
"Stern TV" berichtete am Mittwoch unter anderem über Tierquälerei in einem Schlachthof im niedersächsischen Bad Iburg.bild: RTL / Stefan Gregorowius
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"Stern TV": Großer Aufreger – Steffen Hallaschka gibt Versprechen an Zuschauer

15.12.2022, 06:1509.01.2023, 12:44

Kaum mehr als eine Woche ist es noch bis zum Heiligabend. Passend zu dieser besinnlichen Zeit widmete sich das RTL-Magazin "Stern TV" am Mittwochabend gleich zwei Feel-Good-Themen. Zum einen ging es um den kleinen Daniel, der nach 943 Tagen Wartezeit ein Spenderherz bekommen hat, zum anderen um eine Flüchtlingsfamilie, die in Afghanistan von den Taliban mit dem Tod bedroht wurde und nun ein neues Leben in Deutschland begonnen hat.

Die Sendung eröffnete Moderator Steffen Hallaschka aber mit einem Servicethema, das sich irgendwie auch mit Weihnachten in Verbindung bringen ließ. Denn die Strom- und Energiepreise sind nach wie vor hoch, was natürlich auch die festliche Beleuchtung zu einem teuren Vergnügen macht. Udo Sieverding, Energieexperte der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, war im Studio zu Gast und beantwortete Fragen zu Preiserhöhungen.

Strompreise: Experte verweist auf Sonderkündigungsrecht

"Die klare Botschaft muss sein: Wenn Post vom Energieversorger kommt, durchlesen, ernst nehmen, auch bis zu Seite drei. Denn auch, wenn es nicht zulässig ist, stehen die schlechten Nachrichten manchmal auf Seite drei", sagte Sieverding und verwies bei Preiserhöhungen auf das Sonderkündigungsrecht:

"Raus aus dem Vertrag und sich einen anderen Anbieter suchen. In den meisten Fällen ist die Grundversorgung beim örtlichen Energieversorger – häufig die Stadtwerke – derzeit der günstigste Tarif."

Am Ende der Sendung kehrte Sieverding zurück, um Fragen seitens des Publikums zu beantworten. In einer dieser Fragen ging es darum, warum auch Verträge mit Ökostrom aus erneuerbaren Energien teurer geworden seien.

Der Energieexperte erklärte, dieses komplexe Thema angesichts der sich dem Ende zuneigenden Sendezeit lieber in einer anderen Sendung behandeln zu wollen. Er deutete aber an, dass Kund:innen mit solchen Verträgen nicht unbedingt auch tatsächlich Ökostrom erhalten würden. Schade, dass das Gespräch an dieser Stelle endete. Hier hätte man gerne mehr erfahren.

Der herzkranke Daniel bekam nach zweieinhalb Jahren ein Spenderherz

Im Anschluss griff Hallaschka die Geschichte des kleinen Daniel aus München auf. Seit mehr als zwei Jahren begleitet "Stern TV" den herzkranken Jungen und seine Mutter Diana Dietrich, die zweieinhalb Jahre im Krankenhaus auf ein Spenderherz gewartet hatten. Ein Kunstherz hielt Daniel, der am Montag fünf Jahre alt wird, in dieser Zeit am Leben. Rausgehen und mit anderen Kindern spielen konnte er in dieser Zeit nicht, da die Maschine über einen Schlauch mit seinem Körper verbunden war.

Im Juni 2021 wurde ein passendes Spenderorgan für Daniel gefunden. Seitdem kann er zuhause leben, auf den Spielplatz gehen und eine Kindergruppe besuchen. Auch, wenn Daniel noch nicht spricht, gleicht sein Leben mehr und mehr dem eines gesunden Kindes. Ermöglicht wurde dies durch die Organspende eines verstorbenen Kindes, das im gleichen Alter wie Daniel war.

Daniels Mutter Diana, die erstmals persönlich ins Studio kommen konnte, nutzte die Gelegenheit, um auf die Wichtigkeit von Organspenden aufmerksam zu machen. "Wir werden bis zum letzten Tag dankbar sein, dass uns eine Familie in ihrer schwersten Stunde eine zweite Chance gegeben hat", sagte sie mit zitternder Stimme.

Auch Dr. Sebastian Michel, Daniels behandelnder Arzt von der Herzchirurgie der LMU München, verwies darauf, dass in Deutschland Spenderorgane fehlen. Daniels neues Herz werde vermutlich 20 bis 30 Jahre durchhalten, dann werde wieder eine Transplantation nötig, erklärte Michel. "Es bleibt uns nichts anderes übrig, als Werbung für Organspenden zu machen und die Gesellschaft zu sensibilisieren", sagte der Herzchirurg.

RTL-Reporterin besucht geflüchtete Familie aus Afghanistan

Im Anschluss ging es um eine Familie aus Afghanistan. Vater Masoud hatte als Übersetzer für die Bundeswehr gearbeitet, nach der Machtübernahme der Taliban hatten diese die Familie mit dem Tod bedroht. "Stern TV"-Reporterin Sophia Maier hatte die Familie noch in Afghanistan besucht und während der Flucht Kontakt gehalten.

Nun kam es zum Wiedersehen in Deutschland. Die Kinder gehen mittlerweile hier zur Schule und haben Deutsch gelernt. "Ich habe viel Glück. Ich bin ein glücklicher Mensch, die Kinder so frei und lachend zu sehen", sagte Masoud.

Eine echte Wohlfühlgeschichte war es aber trotzdem nicht, da Teile der Familie nach wie vor in Afghanistan in Gefahr sind. Reporterin Maier flog nochmal in das Land und besuchte unter anderem Masouds Schwägerin, die eine Zwangsheirat durch die Taliban fürchtet.

Tierquälerei in Bad Iburg: Hallaschka verspricht, dranzubleiben

Auch die letzte Story des Abends verhagelte dem Publikum die besinnliche Weihnachtsstimmung noch einmal so richtig. Seit einigen Jahren berichtete "Stern TV" immer wieder von Tierquälerei in einem Schlachthof im niedersächsischen Bad Iburg. Während der Schlachthof geschlossen wurde, kamen die Beteiligten bei einem Prozess im September mit Bewährungs- und Geldstrafen davon. Auch im Netz ein Aufreger-Thema.

Wie neues Videomaterial der Soko Tierschutz zeigt, transportiert einer der vorbestraften Viehhändler wohl nach wie vor Tiere und drangsaliert dabei wieder Rinder. Die gezeigten Bilder waren nur schwer zu ertragen. Das zuständige Veterinäramt verwies auf ein laufendes Verfahren, aktuell könne somit nichts unternommen werden. "Ich erinnere daran, dass wir in solchen Fällen durchaus einen langen Atem haben", versprach Hallaschka, am Thema dran zu bleiben und für die Tiere zu kämpfen.

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