Bei "Menschen, Bilder, Emotionen" gaben Thomas Gottschalk und Karl-Theodor zu Guttenberg ihr gemeinsames Moderationsdebut.
Bei "Menschen, Bilder, Emotionen" gaben Thomas Gottschalk und Karl-Theodor zu Guttenberg ihr gemeinsames Moderationsdebut.Bild: RTL / Hempel/Gregorowius
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"Schlimmer als Gottschalk": Zuschauer zerlegen "Menschen, Bilder, Emotionen"-Moderator

14.12.2022, 16:4514.12.2022, 17:20

Bei "Menschen, Bilder, Emotionen" präsentiert in diesem Jahr nicht Günther Jauch die beeindruckendsten Momente des Jahres. Stattdessen führen Thomas Gottschalk und Karl-Theodor zu Guttenberg bei RTL durch den Abend. Gleich zu Beginn gaben die beiden bereits eine düstere Prognose für den Abend ab – und sorgten schon ganz bald selbst dafür, dass sie sich bewahrheiten sollte.

"Menschen, Bilder, Emotionen": Kalauer mit Ankündigung

Für Thomas Gottschalk war es nach "Wetten dass..?" vor einigen Wochen bereits die zweite große Fernsehmoderation innerhalb kürzester Zeit. Und während Gottschalk sich vor den Kameras sofort pudelwohl fühlt, scheint zu Guttenberg sich erst noch in der Sendung zurechtfinden zu müssen. Schon gleich zu Beginn ahnt das Paar, dass ihr Auftritt jede Menge Gesprächsstoff bieten könnte. Bereits in der Einführung witzelt Gottschalk, dass ihr Auftritt auf Twitter heiß diskutiert werden wird. Und damit soll er recht behalten.

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Denn schon nach wenigen Minuten stellt zu Guttenberg den ersten Gast vor – auf sehr eigenwillige Art und Weise. Im Publikum sitzt an diesem Abend auch Ramin Juhnke. Er hat das 9-Euro-Ticket in diesem Sommer so gut wie möglich ausgenutzt: In den drei Monaten hat er ganze 125 Städte besucht und 38.981 Kilometer mit dem Zug absolviert. Eine beeindruckende Reise, doch zu Guttenberg hat zunächst wenig Anerkennung für seinen Gast übrig. Stattdessen nutzt er die Gelegenheit lieber für eine Pointe. "Der Kalauer sei mir gestattet", beginnt der ehemalige Verteidigungsminister sein Gespräch mit Juhnke. Und dann fährt er fort:

"Sie haben das 9-Euro-Ticket in vollen Zügen genossen."

Das Netz ist von diesem Wortspiel eher wenig begeistert. "Was macht der Guttenberg da? Das war's für mich...umschalten!", schreibt eine Userin bereits nach knapp zwanzig Minuten. Ein anderer bemerkt bitter: "Menschenrechte in Katar funktionieren besser als die Moderation von Guttenberg." Und ein weiterer findet:

Der von den Moderatoren erwartete Gegenwind auf Twitter kommt also schon vor der ersten Werbepause.

Das Netz kritisiert zu Guttenberg

Auch für sein Interview mit der Iranerin Sanaz Safaie zu den Protesten im Land und dem Tod von Mahsa Amini erntet der Ex-Politiker heftige Kritik. "Schon toll, wie Guttenberg über den Iran spricht, als wäre er noch niemals Verteidigungsminister gewesen und hätte das Chaos dort nicht mitbekommen", schreibt ein User. Und eine andere findet:

Ein weiterer resümiert:

Ein anderer User findet sogar, dass dem ehemaligen Verteidigungsminister das Gespür für die Situation fehlt und befindet letztendlich: "Guttenberg als Moderator ist noch schlimmer als Gottschalk."

Der erste Eindruck: zu Guttenberg scheint bei den Twitter-User:innen als Moderator schlichtweg durchgefallen zu sein. Gottschalk, so scheint es, hat mit seiner Prognose zu Beginn der Sendung voll und ganz recht behalten.

Zu Guttenberg findet in Sendung

Doch im weiteren Verlauf scheint sich das Blatt noch einmal zu wenden. Denn nach seinen anfänglichen Startschwierigkeiten zeigt zu Guttenberg dann doch noch einmal, warum er zu seinen Zeiten als Politiker als ein begnadeter Redner galt. In Einzelinterviews, etwa mit Finanzminister Christian Lindner, tritt zu Guttenberg souverän auf und stellt Fragen, bei denen man merkt, dass er solche Situationen eben auch aus Sicht eines Politikers kennt.

Bei Sarah Wagenknecht bohrt er sogar fast investigativ nach, als sie seiner Frage, ob sie plane, eine eigene Partei zu gründen, ausweicht. Man bekommt den Eindruck, dass sich zu Guttenberg immer wohler in seiner Rolle fühlt, je länger der Abend dauert – und vielleicht auch, wenn er mit Leuten reden kann, in deren Rollen er sich wohl so gut hineinversetzen kann wie niemand sonst.

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