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"The Voice": Bill Kaulitz von Shirin David in ProSieben-Show genervt

Shirin David gerät bei "The Voice" in die Bredouille.
Shirin David gerät bei "The Voice" in die Bredouille.bild: ProSieben/SAT.1/André Kowalski
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Shirin David wird bei "The Voice" von Bill Kaulitz ermahnt

20.10.2023, 06:18
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So langsam neigen sich die Blind Auditions dem Ende zu. Bis die, wie Ronan Keating es nennt, "schmutzigen Runden", also die Team-Fights, beginnen, müssen die jeweiligen Teams der Coaches noch vollständig ausgefüllt werden. Während das für Ronan Keating, Giovanni Zarrella und die Kaulitz-Brüder ein Kinderspiel sein wird, muss sich Shirin David beinahe schon abkämpfen. Ihre hohen Erwartungen und ihre nachlassende Überzeugungskraft führen dazu, dass sie kurz vor Ende der Blind Auditions nicht genügend Talente in ihrem Team hat.

Die neunte Runde der Blind Auditions von "The Voice" eröffnet die 23-jährige Anne-Marie Schmidt, die sich bereits mit einem der größten Popsänger unserer Zeit eine Bühne teilte: Auf einem Konzert von Ed Sheeran durfte sie mit ihm ein Duett zu "Afterglow" singen. Doch das war nicht genug. Er teilte das Video von ihrem gemeinsamen Auftritt im Anschluss auf seinem Instagram-Kanal, dazu die Unterschrift: "You smashed it!".

Kaum fängt sie auf der "The Voice"-Bühne an zu singen, begeistert sie auch den nächsten internationalen Star: Ronan Keating haut auf den Buzzer, holt sie als Talent in sein Team und freut sich über die Verstärkung:

"Du musst nur richtig atmen, das bringe ich dir aber in einer Sekunde bei."

Wird Shirin Davids Perfektionismus zu einem Problem?

Während Keatings Team somit fast schon komplett ist, gerät Shirin David langsam in Panik. Die ersten Runden der diesjährigen Staffel waren für sie eher ein Gewinn: Sie räumte all ihre Wunschkandidat:in ab. Mittlerweile sei sie aber, wie sie selbst sagt, "zu picky" geworden.

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Wenn sie sich dann mal umdreht, scheitert es mittlerweile oft daran, dass sie die Talente oft nicht von sich überzeugen kann. Es wird also eng für die Rapperin, die ohnehin für ihre perfektionistische Ader bekannt ist – und die kann ihr in einem Wettbewerb nur zum Sieg verhelfen, wenn sie sie richtig einsetzt.

Anna aus der Schweiz begeistert mit Individualität und strahlt, nicht zuletzt aufgrund ihres Genres Operette, zwischen all den andere Kandidat:innen besonders heraus. Die Operettensängerin geht in ihrer Musik absolut auf. Ihre zukünftigen Schwiegereltern, die sie gemeinsam mit ihrem Partner zu ihrem Auftritt begleiten, sind ihre größten Fans. "Sie hat das größte Herz der Welt", schwärmt ihr Freund von seiner Anna, die er über Tinder kennengelernt hat.

Kandidatin kassiert Vierer-Buzzer

Damals war sie gerade aus ihrem zweiten Burn-out herauskommen. "Musik war in der Zeit, für mich überlebenswichtig", erzählt sie unter Tränen. Kaum beginnt ihre Performance auf der Bühne, haut Giovanni auf den Buzzer. Sie singt: "Ich hätt' getanzt heut' Nacht" von My Fair Lady. "Wow, wow, wow", hört man die Coaches unregelmäßig flüstern. Alle drehen sich für Anna um. "Du bist eine Entertainerin", stellt Shirin, die selbst eine Ausbildung an der Jugend-Opern-Akademie absolvierte, fest.

Bill offenbart sogar, nicht zu wissen, was er ihr überhaupt noch beibringen kann. Giovanni nennt sie einen "Zauberkasten“ und kümmert sich – wie so oft – um das Wohlergehen der (Schwieger-)Eltern, die Backstage mit fiebern und von dem Schlagersänger gleich begeistert sind. Die Entscheidung ist somit ziemlich deutlich ausgefallen: "Man soll es sich mit seinen Schwiegereltern nicht verscherzen", sagt Anna und entscheidet sich für Team Giovanni.

Bill Kaulitz mit Ansage an Shirin David

Auch in dieser Folge versteckt sich ein Kandidat hinter dem üppigen "The Voice"- Vorhang. Felix Deeg singt "Escape (The Piña Colada Song" von Rupert Holmes. Shirin dreht sich um, Team "Toll" zieht nach. Giovanni möchte den Sänger hinter dem Vorhang begutachten und gerät sofort ins Schwärmen. "Gutaussehend, braun gebrannt, 100 Kilo, Hantelbank?", fragt sich Shirin David.

Als sie auch sein Sternzeichen (übrigens Krebs) erfahren möchte, stellt Bill klar: "Wir sind hier nicht bei Herzblatt". Nachdem der Vorhang fällt, gibt es eine Zugabe – diesmal mit visueller Einlage, die Bill jedoch nicht gefällt: "Du musst vor allem die Augen öffnen" kritisiert er den zweiten Auftritt, den Felix mit zugekniffenen Augen abliefert.

Giovanni Zarrella ist von Felix' Stimmfarbe hellauf begeistert: "Du klingst wie ein 80er-Jahre Popstar, das kommt selten vor, ein solcher Sound", stellt er beeindruckt fest und ärgert sich wohl über seinen Nicht-Buzzer. Felix entscheidet sich für Bill und Tom. Shirin zieht eine Zwischenbilanz, denn erneut verliert sie einen Kandidaten:

"Das sieht echt nicht gut aus für mich."

Berührender Auftritt macht Coaches fassungslos

Dann beginnt der wohl emotionalste Auftritt der neunten Folge: Die 26-jährige Luna Cavari kommt ursprünglich aus dem Iran, lebt heute in Berlin. Vor sechs Jahren entfloh sie der Situation im Iran. Der Hauptgrund für ihre Flucht war die Musik, denn im Iran ist es den Frauen nicht erlaubt, zu singen.

Während sie hier ihrem Traum der Musik nachgeht und teilweise schon Konzerte spielt, hat sie ihre Familie seither nicht mehr gesehen. Eine Rückkehr ist dennoch ausgeschlossen. Der Umgang mit Frauen habe für sie in ihrem Heimatland nicht gepasst: "Du gehst raus aus deiner Wohnung, du hast immer Angst, dass die Polizei dich mitnimmt, nur weil du etwas Haare zeigst."

Sie erinnert sich an einen prägenden Vorfall auf den Straßen im Iran. "Ich war die einzige Frau auf der Straße, hatte noch ein Instrument in der Hand, habe das Auto gesehen und wusste, es ist vorbei". Die Geige auf ihrem Rücken habe ihr bodenlanges Kleid etwas hochgezogen. Ein Grund für die sogenannte Sittenpolizei, Luna mit auf die Wache zu nehmen. Beim Rückblick kommen ihr auch nach zehn Jahren noch die Tränen: "Ich vermisse meine Eltern unglaublich".

Ihre Eltern, die sich per Live-Schalte zugeschaltet haben, sprechen ihr Mut zu: "Ich habe eine Löwin als Tochter", stärkt der Vater seiner Tochter den Rücken.

Luna begeistert die "The Voice"-Coaches.
Luna begeistert die "The Voice"-Coaches.Bild: ProSieben / SAT.1 / André Kowalski

Mit Sonnenbrille und im Glitzerkleid betritt Luna vor Energie strotzend die Bühne und singt "I See Red" von Everybody Loves An Outlaw. Die unfassbare Kraft in ihrer Stimme bringt Bill und Tom zum Buzzern. Sie bleiben die einzigen Coaches.

"Ich bin hier gekommen, um zu singen, das bedeutet mir viel. Im Iran ist es verboten für Frauen zu singen", erklärt Luna nach ihrer Performance. Shirin, die selbst einen iranischen Papa hat, kämpft mit den Tränen, auch Ronan ist sichtlich berührt von Lunas Geschichte. "Ich singe nicht nur für mich, sondern für viel talentiertere Frauen, die das nicht können", erzählt sie. Diese Hingabe und Leidenschaft für die Musik haben Tom und Bill herausgehört und freuen sich über ein solch starkes Talent in ihrem Team.

Langsam wird es schwierig für Shirin David

Ein weiteres stimmliches Highlight der neunten Folge ist der 17-jährige Oskar Jelitto. Mit "Never gonna give you up" von Rick Astley begeistert er bei seinem ersten Bühnenauftritt überhaupt gleich zwei Coaches, Shirin und Ronan. "Das war einer dieser Momente, die im Internet viral gehen, auch international", beschreibt Ronan den Auftritt. "Wer sind deine musikalischen Idole?", möchte der irische Sänger dann wissen. "Ronan Keating", antwortet Oksar. Somit war die Entscheidung klar.

Eine weitere Enttäuschung für Shirin. "Ich verliere wirklich jeden heute", stellt sie fest. "Ich weiß gar nicht, wie sie das aufholen will", fragt sich Bill hinter den Kulissen.

Und dann das: Die Countrysängerin Kimmy June haut mit ihrer Version von "Jolene" gleich alle Coaches um. Nur Shirin wurde von Tom und Bill mit einem Block versehen. Sie ist fassungslos, denn somit entgleitet ihr eine weitere Chance. Während sie verzweifelt hin und her rutscht, überzeugt Ronan Keating Kimmy für sein Team. "Ich glaube, Deutschland braucht einen richtigen Country-Star", meint er. Das war überzeugend genug. Sie geht mit Ronan.

Kurz vor Schluss bringt Ronan Keating seinen gesamten Charme auf die Bühne, als er "No matter what" von Boyzone singt. Natürlich gewohnt lässig mit Hand in der Hosentasche, während er das Publikum und die anderen Coaches mit seiner einmaligen Stimmfarbe hypnotisiert. Jetzt bleibt also nur noch die Frage: Wie möchte Shirin ihr Team in dieser kurzen Zeit, die noch bleibt, vervollständigen? Team Ronan ist mit 18 Kandidat:innen voll. Bill, Tom und Giovanni haben jeweils noch einen einzigen Platz zu vergeben. Shirin hingegen noch vier Plätze. Es bleibt spannend.

"Gefragt – Gejagt": Alexander Bommes verwirrt mit Andeutung zu seiner Handball-Zeit

Alexander Bommes zählt zu den beliebtesten Stars der ARD – dabei begann seine Karriere nicht als Journalist, sondern als Sportler. Zeitweise spielte er sogar Handball in der ersten Bundesliga für den TSV Bayer Dormagen. Heute führt er im Ersten nicht nur durch große Sportevents, sondern moderiert auch sehr erfolgreich das Quiz "Gefragt – Gejagt".

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