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Melissa hat sich nicht für Daniel entschieden.

Daniel stand im Finale von "Die Bachelorette". Doch er bekam nicht die letzte Rose. Bild: TVNow / Finale

"Bachelorette": In letzter Sekunde bekommt Melissa überraschenden Brief – am Ende entscheidet sie sich für Leander

marie von den benken

Es ist vollbracht. Melissa aus "Love Island", das Teilzeit-Love-Interest von Pietro Lombardi, hat sich ihren Rosenkavalier auserwählt. Die Bachelorette ist zur Tat geschritten, hat über acht Wochen lang in einem knallharten Auswahlverfahren über Gruppen-Dates, Einzel-Dates, Liebesnächte, Truppenausflüge und Deeptalks unter dem griechischen Nachthimmel ihren Best of 20 gekürt: Leander.

Zur Feier des Tages gibt sich RTL allerdings etwas knauserig, zumindest mit der Sendezeit. Knapp 50 Minuten netto hat Melissa, um die finale Entscheidung zu treffen und den Aachener Kosmetik-Verkäufer dem Wiener Studenten vorzuziehen. Im TV spendierte RTL dann noch ein wenig Extra-Sendezeit, um zu zeigen, was aus den beiden geworden ist. Aber das ist ein anderes Thema. Also zurück zur Entscheidung.

Okay, man könnte argumentieren, dass die Hauptentscheidung, die auch die Nation und den Boulevard tagelang in Atem hielt, schon vergangene Woche fiel, als Melissa unter dem tobenden Applaus der Twitter- und Klatschspalten-Bubbles endlich den toxischen "Braucht mein Baby Schokolade, komm lass uns mal umarmen"-Irrläufer Ioannis in die ewigen Reality-TV-Jagdabgründe geschickt hat.

Leander überzeugt vor allem als Schönling

Für Leander, der auf das nach Trash-TV-Perlen wie "Sommerhaus der Stars" komplett durchelektrisierte Zielpublikum vor dem Fernseher etwa die Ausstrahlungskraft eines Dieter Bohlen auf Paul McCartney besitzt, interessieren sich dann natürlich nur noch Zahnarzthelferinnen mit Schwiegersohn-Syndrom und alte weiße Männer, die in Erinnerungen schwelgen können, dass sie früher auch mal so ein frisurtechnisch hochbegabter Schönling waren.

Leander hat Melissas Herz bei

Leander überzeugt, weil er der Schönling der Kandidaten ist. Bild: TVNow / Finale

Bevor Melissa in einem tränenreichen Endgame am Fuße einer aus circa 50.000 zerquetschten Rosen bestehenden "Bachelorette"-Rampe Leander ihre letzte Rose des Jahres übergibt, muss sie aber erst noch letzte Zweifel ausräumen. Denn: "Ich konnte mir nicht vorstellen, dass ich für zwei Männer Gefühle entwickeln könnte" und "Ich kann es mir mit beiden vorstellen."

Liebeschaos bei Dauer-Knutscherin Melissa? Ja. Aber, da ist RTL gnadenlos, im Finale muss es einen Sieger geben. Das ist wie bei "Germany's next Topmodel", wo Jahr für Jahr überraschend "nur eine" auf dem Cover der "Harper's Bazaar" und anschließend in der Versenkung verschwinden kann.

Das bedeutet natürlich unweigerlich: "Jetzt muss ich einen verletzen." Damit es da auch bestimmt den Richtigen trifft, müssen Daniel und Leander zunächst noch mal durch den BFF-Check bei Melissas besten Freundinnen. Der neugierigen Jury verrät sie:

"Wir sind uns schon nähergekommen."

Da ist das Gekicher groß am sommerlich dekorierten Beratungstisch. Wenn die Melissa jemandem näherkommt, ja ja, da weiß man, was das heißt.

Daniel kann in Melissas Augen lesen

Daniel muss sich als erster den strengen Blicken von Team Melissa stellen, resümiert anschließend aber selbstbewusst: "Sie strahlt." Da ist er sich sicher, denn er sieht es in ihren Augen. Und: "Das ist wichtig, dass ich in ihren Augen lesen kann." Ja, Daniel. Augen sind ein Buch.

Bibliothekar Daniel ist aber nicht nur ein guter Augenleser, sondern auch ein guter Wissenschaftler. Immerhin attestiert er zielgenau: "Von Anfang an war eine Kemie da." Flitterwochen in Kina steht also eigentlich nichts mehr im Weg.

Melissa hat Daniel in ihre Wohnung eingeladen.

Zwischen Daniel und Melissa passt alles. Bild: TVNow / Finale

Beim letzten Date sagt Daniel Worte, die er später bereuen wird

Auch das Melissa-Traummann-Komitee ist zufrieden: "Er tut ihr gut." Um diesen ersten leichten Vorsprung auf das Sieger-Podest im Kampf der Roseneinsammler auszubauen, punktet Daniel anschließend sogar noch mit dem allseits beliebten Charakterzug Selbstlosigkeit.

Er eröffnet der auf eine Entscheidung hin fiebernden Nation:

"Das Wichtigste ist, dass sie glücklich ist. Wenn ich rausgehe und sie trotzdem glücklich ist, ist das so."

Das punktet bei Melissa, die feststellt: "Das ist das schönste, das ich je gehört habe."

Das sind allerdings Worte, die Daniel wenig später vermutlich noch bitter bereuen wird. Daniel nach Hause schicken und glücklich sein – genau dazu sollte es bei der Entscheidung kommen. Und Daniel gab Melissa mit seinen Worten quasi den Freibrief, das ohne schlechtes Gewissen zu tun. Aber so weit sind wir noch nicht. Zurück zum finalen Date.

Melissas Freundinnen von "Bachelorette"-Daniel überzeugt

Auch bei Busenfreundin Isabelle liegt Daniel zunächst vorne, dann kommt Leander. Bei Hobby-Gigolo Leander ist Melissa sich noch nicht abschließend sicher, wie ernst er es wirklich meint. Während ihr die anderen 19 Männer alle früher oder später ihre verbindliche Liebe und ernste Absichten bis mindestens der Tod sie scheiden würde beteuerten, blieb Jungspund Leander zumeist weitestgehend unverbindlich.

Das nervt natürlich, vor allem weil Melissa eine Dame der alten Schule ist und nicht immer den ersten Schritt machen möchte. Melissa ist aber nicht von gestern und setzt auf Erziehung und Motivation statt Zwang: "Du musst ganz tief in dich reinschauen und dich fragen, wo siehst du dich langfristig."

Im ersten Moment prallt auch dieser womöglich letzte Versuch an Leander ab, ihm ein Liebesgeständnis mit halbwegs langfristigem Haltbarkeitsdatum zu entlocken. Aber Melissa bleibt dran: "Ist es schwierig für dich, darüber zu sprechen?" Der im Emotions-Talk mit verliebten Frauen offensichtlich geschulte Leander kontert aber auch diesen Florettschwung mit der ganz feinen Provokations-Klinge: "Worüber?"

Leander tut sich schwer

Vor dem Fernseher möchte man fast brüllen: Worüber? WORÜBER? Fußball, du Idiot! Kurz bevor die Sendung in ihre letzte Viertelstunde der Staffel übergeht, erkennt aber auch Leander, dass er für den Sieg wahrscheinlich ein wenig aus seiner "alles ganz schön dies, das, aber wollen wir mal nicht übertreiben"-Ecke raus muss.

Und tatsächlich, man meint den Stein beinahe hören zu können, der Melissa auf ihrer heimischen Couch vom Herzen fällt, lässt Leander sich beim ersten Abend in Melissas Privatwohnung endlich in die Karten schauen. Er kündigt das ultimative Liebesgeständnis an, denn: "Wenn ich ihr es nicht bei ihr zu Hause sagen kann, wo kann ich es ihr denn sonst sagen?" – Naja, in einer TV-Sendung vielleicht.

Richtig amtlich wird es dann doch nicht, denn der großspurig angekündigte Blick in sein Herz subsummiert sich auf ein hochromantisches "Ich bin schon etwas verliebt". Egal, Melissa hat lange darauf gewartet und strahlt den Rest des Abends. Spätestens in diesem Moment ist die Entscheidung gefallen.

Kurz vor der Entscheidung bekommt Melissa noch einen Brief

Doch bevor Melissa die letzte Rose auch wirklich verteilt, bekommt sie noch überraschend einen Brief. "Dass meine Mama mir vor der letzten Entscheidung noch etwas mit auf den Weg geben möchte, ist für mich sehr schön", sagt die Bachelorette. Melissas Mutter hatte keine Lust, sich im TV zu zeigen, weswegen sie lieber einen Brief schrieb. Alleine das reicht, dass bei der Bachelorette bereits die Tränchen kullern.

Melissa liest weiter vor: "Ich hoffe, dass es für dich eine unvergessliche Zeit als Rosenverteilerin ist, an die du als Oma noch gerne zurückdenkst. Mach es gut, bis bald. Deine Mama, deine Familie. Lass dein Herz entscheiden." Nach diesen recht inhaltsleeren Aussagen gibt es bei Melissa kein Halten mehr, sie schluchzt.

Melissa musste sich im

Melissa vergoss zahlreiche Tränen. Bild: TVNow / Finale

Kurz darauf kann sie endlich das Fazit der Saison ziehen. Und das lautet:

"Das Ziel der Reise war, mich zu verlieben – und ich habe mich verliebt."

Daniel fürchtet sich vor Melissas Entscheidung

Alleine in seinem Hotelzimmer harrt derweil Daniel der Dinge, die da kommen werden. Spoiler: Eine Rose wird es nicht sein, was auch der Wiener Wonneproppen langsam zu ahnen scheint: "Wenn ich die Rose nicht bekomme, wäre das ein harter Schlag."

Auch Melissa ist unglücklich, ihn gehen lassen zu müssen. Eine langfristig funktionierende Partnerschaft mit zwei Männern gleichzeitig scheint aber auch sie nicht für vernünftig zu halten. Außerdem verstößt es gegen die "Bachelorette"-Regeln. Und was die angeht, ist RTL wenig kompromissbereit. Also gibt sie mit schmerzverzerrtem Gesicht zu Protokoll: "Es gab nie Fehler und die Person hat es am wenigsten verdient, weggeschickt zu werden. Aber man kann nichts machen, wenn das Gefühl bei einem anderen Mann stärker ist."

Gesagt, getan. Daniel steht als erster auf der Abschussrampe und bekommt von Melissa sein Zeugnis: "Du bist einer der positivsten und besten Menschen, die ich in der letzten Zeit kennen lernen durfte und ich habe Gefühle für dich entwickelt – aber die Gefühle reichen nicht aus."

Daniel entpuppt sich als faierer Verlierer

Daniel bleibt der Gentleman, die er als österreichischer Mann von Welt quasi per Definitionem auch zu sein hat und akzeptiert die Niederlage: "Du bist eine tolle Frau, es hat mich gefreut, dich kennenlernen zu dürfen." Da entfährt es Melissa unter Tränen: "Das kann ich nur zurückgeben." Daniel – die tollste Frau dieser Staffel!

Melissa und Leander wünsche ich viel Glück, vor allem demnächst im Dschungel. Und für alle, die über das Ende der Staffel nun ein wenig traurig ist: Nur kurz Weihnachten und Silvester und dann ist auch schon "Bachelor". Frohes Fest!

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