Nico Rosberg wollte es wissen: Der Ex-Rennfahrer schlüpfte während der Präsentation der Firmengründer in eine ihrer Anti-Strahlungs-Boxershorts.
Nico Rosberg wollte es wissen: Der Ex-Rennfahrer schlüpfte während der Präsentation der Firmengründer in eine ihrer Anti-Strahlungs-Boxershorts.Bild: RTL / Bernd-Michael Maurer
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"Höhle der Löwen": Nico Rosberg lässt die Hosen runter – Gründer stehen blank da

12.04.2022, 07:08
Rupert Sommer

Denkwürdige Momente, hitzige Diskussionen und gleich zwei Hose-runter-Momente in der aktuellen Folge von "Die Höhle der Löwen": Nico Rosberg, als Investor stets auf der Suche nach nachhaltigen Zukunftslösungen, interessierte sich stark für Fragen der Familienplanung. Und für Boxershorts!

Es waren Aha-, Oho-, Olala- und letztlich dann doch Oje-Momente, die noch lange in Erinnerung bleiben. Die neueste Ausgabe der VOX-Gründershow "Die Höhle der Löwen" überraschte am Montagabend mit einigen unerwarteten Wendungen – sowie mit Mut und Kühnheit. Auslöser waren zwei junge, durchtrainierte Düsseldorfer, die mit Einsatz von nackter Haut sehr spezielle Boxershorts präsentierten. Mit markigen Sprüche, die teilweise an Dreistigkeit grenzten, hielten sich die Silverton-Gründer Richard Getz und Constantin Ricken ebenfalls nicht zurück. "Man nennt uns auch die Retter der Kronjuwelen", sagten sie.

Tatsächlich ging es bei der Produktvorführung, bei der sich einer der beiden Jungunternehmer zunächst seines Shirts entledigte und dann mit süffisanten Grinsen die graue Flanellhose aufknöpfte, ans Eingemachte. Alles drehte sich um den Schutz der verletzlichsten männlichen Körperregion – vor gefährlicher Alltagsstrahlung. "Heute sind wir durch Smartphones, Laptops, WiFi-Router und viele andere elektronische Geräte praktisch rund um die Uhr von elektromagnetischen Strahlungen umgeben", sagte Gründer-Constantin. Die auf der Vorderseite von Silberfäden durchzogenen Shorts sollen die Hoden abschirmen.

"Immer mehr Paar haben Schwierigkeiten, Kinder zu bekommen"

"In den letzten Jahren zeigen immer mehr Studien, dass sich das negativ auf unsere Gesundheit auswirken kann", erläuterte der Silverton-Co-Gründer die vermeintliche Strahlen-Gefahr. "Angefangen bei der Libido, Erektionsstörungen, Energielosigkeit bis hin zum Kraftverlust beim Training durch zu wenig Testosteron. Immer mehr Paare haben auch Schwierigkeiten, Kinder zu bekommen, da sich die durchschnittliche Spermienzahl des Mannes in den letzten vier Jahrzehnten nahezu halbiert hat", sagte Constantin. Anti-Strahlen-Shorts sollen da Abhilfe schaffen – für jeweils rund 50 Euro pro Schutzhose.

Eine Präsentation, die Mut bewies: Richard Getz (links) und Constantin Ricken zeigten für ihre Unterhosen-Präsentation vollen Körpereinsatz.
Eine Präsentation, die Mut bewies: Richard Getz (links) und Constantin Ricken zeigten für ihre Unterhosen-Präsentation vollen Körpereinsatz.Bild: RTL / Bernd-Michael Maurer

Kein Wunder, dass so ein Thema auf der Investoren-Bank Eindruck hinterließ und Fragen aufwarf. Immer wieder pickte die Kamera Dagmar Wöhrl heraus, die einzige Löwin, die der Wäsche-Präsentation beiwohnte. Doch die wirkte zunächst nicht unbedingt abgeneigt, immerhin führt sie selbst einige Dessous-Linien in ihren Unternehmen.

Nico Rosberg zieht sich spontan um

Besonders gespannt und durchaus aufgeschlossen zeigte sich aber vor allem ein Löwe: Nico Rosberg. Er war es auch, der für eine Spontanaktion sorgte. Plötzlich schnellte nämlich der Ex-Rennfahrer von seinem Sessel hoch – für eine Probe aufs Exempel, die auch wie eine Mutprobe wirkte. "Ich zieh' mir das mal an", sagte er und ließ sich eine Silverton-Unterhose geben. "Ich bin gleich wieder da."

Im dunklen Studio-Hintergrund zog sich der Familienvater um und kehrte barfuß und "untenrum" nur mit Shorts bekleidet zu den erstaunten Kollegen zurück. "Kannst dich schon sehen lassen, Nico", lobte ihn die Ex-Schönheitskönigin Dagmar Wöhrl. "Passt schon", urteilte die Fränkin mit charmantem Lächeln.

Georg Kofler: "Für jeden Blödsinn gibt es eine Studie"

Nico Rosberg hatte sich vom Tragekomfort der Silberfäden-Schutzhose überzeugt. Und zumindest in dem Punkt gab es keinerlei Einwände. Würde der auf Nachhaltigkeit und Öko-Ideen spezialisierte Investor tatsächlich, wie von den Gründern erhofft, 120.000 Euro locker machen, um sich im Gegenzug 15 Prozent der Firmenanteile zu sichern? Es sah gut aus für die forschen Düsseldorfer. Doch dann entglitt ihnen der Pitch komplett.

Was mutig begonnen hatte, entwickelte sich in der Fragerunde der Löwen zu einem verhängnisvollen Verhör. Die beiden Silverton-Gründer wirkten bei Nachfragen hilflos und überfordert. Ihre steilen Thesen und der wiederholte Verweis auf ominöse "Studien", zu denen sie dann letztlich doch nichts Konkreteres sagen wollten (oder konnten), kam gar nicht gut an. Schnell waren die Sympathiepunkte verspielt. Und das Vertrauen war weg.

"Ich halte die meisten Studien für Hokuspokus", polterte Georg Kofler los. Daran, dass er nicht an die vermeintlichen Gefahren durch Handy-Strahlung glaubt, ließ er keinen Zweifel - auch wenn Nico Rosberg in diesem Punkt ganz anderer Meinung ist. Von Silverton überzeugt wirkten aber beide nicht. "Für jeden Blödsinn gibt es eine Studie", schimpfte Kofler. Er kanzelte die Silverton-Shorts ab: "Ausgemachter Blödsinn!"

Kein Deal für Elektro-Werkzeuge, aber Geld für ein Abführmittel

Etwas diplomatischer zog sich Dagmar Wöhrl zurück. "Die Nachweisbarkeit fehlt mir", monierte sie. Selbst Nico Rosberg winkte doch noch ab. Ihn ärgerte, dass die Silverton-Gründer, für die er selbst zunächst so mutig in die Bresche gesprungen war, zu den "Studien" so wenig Erhellendes sagen konnten. "Da müsst ihr schon sattelfest sein." Unterm Strich ging der Pitch komplett in die Hose: Kein Deal für die Düsseldorfer!

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Alles in Shea-Butter: Die Naturkosmetik-Unternehmerin Sandra Fischer aus der Schweiz bezieht die Rohstoffe für ihre Cremes in Ghana. Ralf Dümmel will sie groß herausbringen.Bild: RTL / Bernd-Michael Maurer

Ähnlich enttäuschend ging später in der Sendung das Rennen für das sympathische Gründer-Quartett von toolbot aus Cottbus aus. Die Idee eine automatisierten Verleihstation für Elektrowerkzeuge fand keine Unterstützung durch die Löwen – wegen der fragwürdigen wirtschaftlichen Perspektive. In diesem Punkt musste auch Sandra Fischer, eine Schweizerin, die hochwertige Naturkosmetik unter der Marke "Shea Yeah" großmachen wollte, immer wieder Nachfragen erdulden. Letztlich angelte sie sich aber einen Deal mit Ralf Dümmel.

Lob von Carsten Maschmeyer: Max Rose hat mit audory eine originelle App-Lösung entwickelt, mit der Hörer den Verlauf einer Hörbuch-Erzählung selbst mitbestimmen können. Starkes Produkt.
Lob von Carsten Maschmeyer: Max Rose hat mit audory eine originelle App-Lösung entwickelt, mit der Hörer den Verlauf einer Hörbuch-Erzählung selbst mitbestimmen können. Starkes Produkt.Bild: RTL / Bernd-Michael Maurer

Einen Erfolg auf ganzer Linie verbuchte hingegen der audory-Gründer Max Rose aus Chemnitz. Seine App-Lösung für Hörbücher, deren Handlungsverlauf die Hörer mitbestimmen können, elektrisierte das Löwen-Duo Carsten Maschmeyer und Georg Kofler. Zuletzt gab es auch einen Deal für das Hamburger Mutter-Sohn-Gespann von der Firma laxplum. Eine Überraschung: Immerhin verbirgt sich hinter dem Firmennamen ein Abführmittel. Allerdings ein sehr "natürliches" – auf Basis von fermentierten grünen Pflaumen.

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