08.04.2022, Nordrhein-Westfalen, K
Jorge González (rechts) passt nicht zu "Let's Dance" – das zumindest meinen Oana Nechiti und Erich Klann.Bild: dpa / Rolf Vennenbernd
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Harte Kritik an "Let's Dance"-Juror Jorge González: "Sollte nicht in dieser Show stattfinden"

12.04.2022, 14:59

Jorge González ist seit 2013 festes Jury-Mitglied bei "Let's Dance" und zieht in jeder Sendung die Aufmerksamkeit durch seine schrillen Outfits auf sich – während sich sein Kollege Joachim Llambi gerne mal über das gebrochene Deutsch des Kubaners lustig macht. Im Gegensatz zu den anderen Juroren weist Jorge keine eigene Laufbahn als Tänzer vor, was die Frage aufwirft, ob er überhaupt geeignet für den Juroren-Posten in der Sendung ist.

Die Ex-Profis Oana Nechiti und Erich Klamm diskutieren das Thema nun ausführlich in ihrem Podcast "Tanz oder gar nicht" und kommen zu einem eindeutigen Ergebnis: Für sie passt der 54-Jährige nicht in das Format.

"Let's Dance": Ex-Profis bemängeln fehlende Kompetenz von Jury-Mitglied

In der siebten "Let's Dance"-Ausgabe der aktuellen Staffel am Freitag standen die Jury-Team-Tänze auf der Tagesordnung. Hier performen die Juroren gemeinsam mit jeweils drei Profis und zwei Promis, sind also persönlich in die Gruppendarbietung mit eingebunden. An der Stelle zeigten sich für Oana und Erich ganz besonders die Defizite von Jorge. So meint Erich anschließend im Podcast ganz offen:

"Ich finde immer bemerkenswert, wie man dieses Training von Jorge im Langsamen Walzer so faken kann. Sei nicht etwas, das du nicht bist."
An diesem Freitag war es Jorges Hut, der für Furore sorgte.
An diesem Freitag war es Jorges Hut, der für Furore sorgte.Bild: dpa / Rolf Vennenbernd

Er sollte Sängern ja auch nicht vorschreiben, wie sie zu singen haben, führte der 34-Jährige aus, und ergänzte: "Was für eine Lächerlichkeit wäre das?" Es sei "absurd, dass Jorge jemandem Tanzen beibringt". Zwar möge er ihn als Mensch, doch als Juror bei "Let's Dance" sei Jorge fehl am Platz: "Er sollte nicht in dieser Show stattfinden. Dafür gibt es genug andere Menschen, die solche Frisuren tragen können, solche Mützen tragen können, genauso gebrochen sprechen können."

Vor allem aber gebe es "genug Leute, die Expertise haben, was Tanzen angeht, und die genauso bunt sein können wie er". Erich ist der Meinung, dass Jorge nur mit dabei ist, weil er von der Produktion für seine Extravaganz gemocht werde. Also quasi als eigener Show-Act.

"Let's Dance": Füllt Jorge nur eine Rolle aus?

"Ich glaube, das sind diese Schubladen, die ganz extrem in den Medien bedient werden", liefert Oana daraufhin eine mögliche Erklärung. Jorge nämlich werde auf sein Auftreten als Paradiesvogel reduziert, was am Ende auch für ihn selbst diskriminierend sei. "Für mich ist das abwertend, zu sagen: Wir brauchen einfach nur jemanden, der sich bunt anzieht", so Oana. In dem Zusammenhang betont auch sie, dass Jorge ein toller Mensch sei und viel mehr zu zeigen habe.

Der Kritik ihres Mannes und Co-Podcasters kann sie aber dennoch weitgehend zustimmen. "Es gibt andere, die mehr Expertise einbringen, da bin ich voll bei dir." Für sie geht es im Gespräch vor allem darum, dass Jorge sich mit technischen Urteilen zu den Tänzen zurückhalten und lieber andere Faktoren beurteilen sollte. So, wie es jetzt läuft, ist es hingegen laut Oana "nicht authentisch", was der Juror in der Sendung tue. "Du kannst dich nicht als Salsa-Experte ausgeben, nur, weil du aus Kuba kommst", legt Erich in dem Zusammenhang sogar noch einmal nach.

Schließlich spricht er noch eine klare Aufforderung an Jorge aus: "Du sitzt so lange in dieser Sendung, dann musst du dir auch was aneignen. Dann geh' doch zu einem Workshop, lass' dich vernünftig unterrichten." An der Stelle gibt es dann aber doch deutlichen Gegenwind von Oana: "Ich finde, das ist falsch. Ich finde du kannst 20 Jahre Arbeit, die wir gebracht haben, nicht mehr aufholen." Ihr Ansatz lautet vielmehr: "Ich finde, du musst die Bewertung einfach unterschiedlich gestalten."

(ju)

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