Wer stiehlt mir die Show?

Wer zuletzt lacht: Von Joko Winterscheidts groben Sprüchen darf man sich nicht einschüchtern lassen. "Wer so was nicht weiß, kommt in keine Grundschule rein", blaffte er seine Gäste anfänglich an. Bild: ProSieben / Claudius Pflug

"Du bist der Krasseste": No-Name-Kandidat überrascht in Joko-Show – Shirin David feiert ihn

Zweite neue Ausgabe der irre komischen ProSieben-Erfindung "Wer stiehlt mir die Show?" und eine Sensation: Ausgerechnet der sympathische Wildcard-Kandidat, ein junger Schauspieler aus Frankfurt, zog alle Blicke auf sich – auch als Finalgegner für Joko Winterscheidt. Shirin David drückte ganz fest ihre Daumen.

Rupert Sommer

Es war die ganz große Premiere – und eine Mega-Überraschung, mit der niemand gerechnet hatte: In der zweiten neuen Ausgabe der ProSieben-Quizreihe "Wer stiehlt mir die Show?" fühlte sich Joko Winterscheidt zum Schluss richtig unwohl in seinem kanariengelben Moderatorenanzug. Und der sollte ihm ja vermutlich Glück bringen. Er hatte es nötig.

Bis zum Herzschlagfinale sah es noch so aus, als ob dem latent größenwahnsinnigen Show-Chef diesmal die ganz große Blamage unterlaufen würde. Joko Winterscheidt hatte es plötzlich mit einem Gegner zu tun, der ihm nicht nur ebenbürtig war. Sondern auch mit einem Fighter, dessen Kniffe und Tricks er wirklich nicht voraussehen konnte.

Die ganz große Nacht eines jungen Frankfurters

Verblüffend: Dieser Rivale war nicht wie in der Vorwoche der Komiker und Schauspieler Bastian Pastewka, der in aller Regel mit einem abstrus umfangreichen Allgemein- und Spezialwissen protzen kann. Und es war auch nicht der aufreizend lässige Comedy-Schluffi Teddy Teclebrhan – genauso wenig wie Rapperin Shirin David. Dabei ging die ehemalige "DSDS"-Jurorin diesmal besonders clever, abgezockt und souverän in ihre Duelle.

Nein, diesen Finalisten hatte zuvor wirklich niemand auf dem Schirm gehabt: Ausgerechnet der Publikums-Kandidat mit der sogenannten "Wildcard"-Bewerbung für die Show setzte Joko Winterscheidt diesmal mächtig unter Druck. Den Sieg hätte man dem 29-jährigen Simon, einem aktuell offenbar nicht allzu gut beschäftigten Nachwuchsschauspieler aus Frankfurt, sehr gerne gegönnt.

Wer stiehlt mir die Show?

"Ich fühle mich wirklich wie in der Schule", scherzte Shirin David. Dabei gab es für sie in der zweiten Ausgabe von "Wer stiehlt mir die Show?" keinen Grund, sich zu genieren. Bild: ProSieben / Claudius Pflug

Spät erwachte in Joko Winterscheidt das Sieger-Gen

Das ging sogar Joko Winterscheidt so – zumindest kurzzeitig. Zum Glück schwenkte er noch rechtzeitig in den Show-Verteidigungsmodus um. "Seine" Formaterfindung einem noch so sympathischen Nobody überlassen? "Unter keinen Umständen", knurrte Joko, als müsse er sich selbst zur Ernsthaftigkeit anstacheln. Immerhin schien die Methode zu wirken: Joko siegte ganz knapp. Simon verzockte sich und durchschaute nicht alle Bluffs des TV-Profis. Der kanarien-gelb gewandete Moderator bleibt fürs Erste Herr im eigenen Haus.

Allerdings: Womöglich wird man von Simon doch eines neuen Tages wieder hören – warum nicht auch bei ProSieben? Das Show-Talent und die sympathische Unbekümmertheit vor der Kamera hat er jedenfalls. Und er hat nun zumindest einen treuen Fan: Shirin David. Sie drückte Simon die Daumen.

Wer stiehlt mir die Show?

Nicht ohne meine Mütze: Simon (rechts) ist nicht nur Sympathieträger, sondern auch ein großer Fan von Teddy Teclebrhan. Bild: ProSieben / Claudius Pflug

"Bitte mach das Ding": Shirin David feuert Wildcard-Kandidat an

Die Musikerin schaffte es auch diesmal in die Runde der letzten zwei Show-Kandidaten und setzte sich ziemlich klar zunächst von Bastian Pastewka, der als Erster gehen musste, und dann von Kollege Teddy ab. Simon konnte und wollte sie gar nicht böse sein. Im Gegenteil: "Bitte mach das Ding", feuerte sie den No-Name-Mitstreiter an, als der als Finalist feststand.

Schon zuvor hatte sie seine Leistungen bejubelt: "Simon, du bist der Krasseste." Wer Shirin David auf seiner Seite hat, kann keine ganz schlechten Startbedingungen ins Showbiz-Dasein haben. Für Simon könnten sich Türen öffnen. Es wäre ihm zu gönnen.

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