Unterhaltung
Late Night Berlin

Klaas Heufer-Umlauf schickte seinen Kollegen Jakob für "Late Night Berlin" für ein Experiment auf die Straße. Bild: screenshot youtube

Jugend bricht Corona-Regeln? Klaas schickt Redakteur auf peinliche Mission

Am Montag gab es ein vorerst letztes Mal beste spätabendliche Unterhaltung mit "Late Night Berlin". Denn die von der Corona-Krise etwas überschattete Staffel der Klaas-Show feierte ihr Finale. Dafür hatte sich Moderator Klaas Heufer-Umlauf mit Edin Hasanovic, dem Mentalisten Timon Krause und der Sängerin Lea ein letztes Mal Gäste ins Studio geholt – und außerdem seinen Kumpel und Kollegen Jakob Lundt auf eine Mission geschickt.

Er hatte die glorreiche Aufgabe, Jugendliche, die sich ja, wie oft behauptet wird, angeblich mit den Abstandsregeln am schwersten tun, an eben genau diese zu erinnern. Dafür sollte er ihnen auf Augenhöhe begegnen – was zur peinlichen Angelegenheit wurde.

Er sollte den "coolen Kids in ihrer Sprache vermitteln, dass sie die Social-Distancing-Regeln einhalten sollen", wurde Jakobs unangenehme Aufgabe angekündigt. Dafür sollte er, der sonst eher aussieht wie ein gediegener, etwas spießiger Lehrer, zunächst einmal in Klamotten schlüpfen, die die "coolen Kids" eben so tragen. Danach ging es mit bunter Jacke, Hoodie und mit dem guten alten Fischerhut, wie man ihn früher nannte, bekleidet auf die Straße. "Du siehst aus wie ein Idiot", ließ Klaas seinen Mitarbeiter noch wissen und schickte ihn dann erst mal zu Deutsch-Rapper Luciano. Denn ein Outfit macht noch lange keinen glaubwürdigen Teenager – also musste noch schnell das Einmaleins der Jugendsprache draufgeschafft werden.

Late Night Berlin

Von Luciano (l.) bekam Jakob (r.) ein Jugendsprsche-Update. Bild: screenshot youtube

Klaas' Kollege Jakob Lundt im peinlichen Teenager-Look

Jakob musste schon häufig unangenehme Aufgaben erledigen, aber diese war ihm ganz offensichtlich besonders peinlich. Kein Wunder. Wer will sich schon auf der Straße vor fremden Menschen dermaßen zum Affen machen?

Den Zuschauer hingegen dürfte die Challenge gefreut haben, denn im Vergleich zum Rest der Show war Jakobs Auftritt als von Klaas ferngesteuerter, mal rappender, mal tanzender, mal Jugendsprache benutzender Pseudo-Jugendlicher beste Unterhaltung.

Hier seht ihr die Teenie-Mission:

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Video: YouTube/Late Night Berlin

Besonders schön: Trotz Peinlichkeitsfaktor 20 begegneten ihm die Jugendlichen, die sich in kleineren Gruppen und oft ohne genügend Mindestabstand vor dem Europa-Center in Berlin versammelten, keinesfalls respektlos – selbst als Jakob mit Begriffen wie "Ronarona", "flex" und "drip" um sich warf oder peinlich zu wummernden Beats aus seinem kleinen Lautsprecher durch die Gegend hüpfte.

Apropos Corona-Regeln: Einige der Jugendlichen haben sich kurzzeitig auseinandergesetzt, sich später wieder zusammengesetzt. Andere haben Jakob schlichtweg ignoriert.

Für Klaas war Jakob nach dieser Aufgabe jedenfalls der wahre "Corona-Held".

So richtig heldenhaft war der Rest der finalen Folge "Late Night Berlin" allerdings nicht. Und so verabschiedete sich Klaas mit einem mageren Marktanteil von 6,9 Prozent in der Zielgruppe in die Sommerpause. Im Herbst geht es dann weiter – "pünktlich zur zweiten Infektionswelle", wie er die Zuschauer wissen ließ.

(jei)

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