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Sido (r.) und Klaas hatten bei "Late Night Berlin" ihren Spaß. Bild: screenshot prosieben

Sido nach Verschwörungs-Debatte in Klaas-Show – Zuschauer wüten wegen anderem Gast

Videokonferenzen gehören seit ungefähr zwei Monaten für viele von uns zum Alltag. Mit allen Vor- und Nachteilen. Was aber, wenn plötzlich ein neues Gesicht auf dem Bildschirm auftaucht? Und dieses Gesicht auch noch sehr stark an Sido oder Klaas erinnert?

Genau dieses Vergnügen hatten die Mitarbeiter einiger Firmen in der letzten Zeit. Für die von Klaas Heuer-Umlauf moderierte Show "Late Night Berlin" kaperten der Moderator und sein Gast Sido abwechselnd Videokonferenzen. Den Zugang hatten ihnen die jeweiligen Chefs ermöglicht, die eingeweiht waren. Der Auftrag: Verwirrung stiften.

Alles dreht sich um die Mayonnaise

Mit Abstand am besten gelang dies in der am Montagabend ausgestrahlten Sendung Sido. Der Berliner Rapper fand sich im Business-Outfit (Hemd, Krawatte, Jackett) in einer Runde von Marketing-Experten wieder, die über eine Unternehmenszeitung zum Firmenjubiläum diskutierten. Gemäß seines Auftrags, das Wort "Mayonnaise" willkürlich einzustreuen, tat Sido genau das. Erst leise, dann immer lauter.

"Habt ihr irgendwelche Vorschläge?", fragte die Mitarbeiterin. "Mayonnaise", sagte Sido. "Vielleicht habt ihr ja auch woanders was gesehen", fuhr sie, noch unbeirrt, fort. "Mayonnaise", beharrte Sido, jetzt schon etwas lauter. "Soll das am Kunden orientiert sein?", fragte ein anderer Mitarbeiter. Sido blieb bei "Mayonnaise", jetzt schon laut und deutlich vernehmbar.

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Sido (r.) fällt unter den anderen Teilnehmern schon durch die schlechtere Bildqualität auf. Bild: screenshot prosieben

"Bin von der Personalabteilung – Sex sells"

So langsam wurden die Konferenzteilnehmer stutzig. "Ist das ein Kollege von uns?", fragte einer. "Nicht direkt", antwortete Sido trocken. "Personalabteilung."

Doch da war er schon enttarnt. Kein Wunder – sowohl Gesicht als auch Stimme sind nun mal unverkennbar. Die Mitarbeiter reagierten gelassen und amüsiert auf den Eindringling. Der Rapper hatte zum Abschluss noch einen Tipp parat. "Es geht um Marketing?", fragte er. Auf das zustimmende Nicken hin empfahl er: "Sex sells."

Womit der Höhepunkt der Sendung erreicht war. Davor hatte sich Klaas bei einem Meeting der Software-Firma SAP eingeschlichen, Sido bei einer Konferenz des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg (Klaas: "Das sind meine Wölfe, mein Verein! Für die brenne ich!" Sido: "Wer ist denn da Trainer?" Klaas: "Keine Ahnung."). In beiden Fällen flogen sie schnell auf.

Hier das ganze Video:

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Video: YouTube/Late Night Berlin

"Langweiligster und unsympathischster Gast ever"

Anschließend erlebte "Late Night Berlin" einen neuen Tiefpunkt, jedenfalls aus der Sicht vieler Zuschauer. Der Modedesigner Philipp Plein war zu Gast und glänzte mit einer Mischung aus Abgehobenheit und Arroganz, die sehr vielen sauer aufstieß.

Ein kurzes Stimmungsbild auf Twitter spricht Bände:

Zum Inhalt des Gesprächs gibt es dementsprechend nicht viel zu sagen. Plein wollte schon immer reich werden und hat das auch geschafft. Glückwunsch.

Sonst noch was?

Eigentlich hatte man ja erwartet, dass Sido die Gelegenheit nutzen werde, um nochmal zu erklären, wie seine kryptischen Aussagen zu Xavier Naidoo und Verschwörungstheorien gemeint waren. Doch darüber verloren er und Klaas kein Wort. Allerdings wirkte die Aufmachung des Pranks auch so, als sei er vor den Eklat aufgezeichnet worden.

(om)

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