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V.l.: Matthias Schmidt, Kilian Imwinkelried, Stanislav Surins und Shada Ali performen im Josephsaal, dem ersten Set des Recalls im Kloster Bronnbach ihren Gruppensong

Die "DSDS"-Kandidaten Matthias Schmidt, Kilian Imwinkelried, Stanislav Surins und Shada Ali. Bild: TVNOW / Stefan Gregorowius

"Ich kriege Ohrenkrebs" – Streit zwischen "DSDS"-Kandidaten eskaliert

100 Kandidaten zogen in den Recall von "DSDS" ein. Darunter nicht nur gute Sänger, sondern auch schräge Vögel wie Claudia und Shada. Dass ausgerechnet diese beiden nicht nur die Jury-Castings, sondern auch die erste Recall-Runde überstanden und es mit rund 40 anderen Kandidaten in die nächste Runde geschafft hatten, kam nicht bei allen Konkurrenten gut an. Und das bekam vor allem Shada nun zu spüren.

Für die "DSDS"-Kandidaten ging es nach einer Quarantäne-Zeit in einem Kölner Hotel in das alte Kloster Bronnbach, dort sollten sie in Gruppen vor die Jury treten. Wer mit wem performen durfte, lag natürlich ganz bei Dieter Bohlen, Maite Kelly und Mike Singer. Dass nicht alle mit der Einteilung zufrieden waren, war klar.

"DSDS"-Kandidat beschwert sich: "Ich kriege Ohrenkrebs"

So sollten Guisy und Nagi zusammen mit Claudia singen. Für Matthias, Stanislav und Kilian sollte es mit Shada auf die Bühne gehen. Die Begeisterung hielt sich vor allem bei Kilian in Grenzen. Seine Gruppe sollte den Elvis Presley Klassiker: "Your alawys on my mind" singen. Schon nach der ersten Probe lästerte er:

"Ich kriege Ohrenkrebs. Das ist so eine Vergewaltigung des Songs. Das geht für mich gar nicht."

Er war sich bereits sicher, dass es für Shada schwierig werden würde. "Das wird eine Lachnummer", meinte er. Dennoch suchte er vor dem Auftritt das Gespräch mit Shada und machte kein Geheimnis daraus, was er von seinem Gesang hält. Seiner Meinung nach würden die Leute seine Musik nicht ernsthaft gut finden, sondern nur sehen wollen, wie er sich zum Affen mache. "Ich bin da ganz ehrlich: Das ist vorbei mit ihm morgen", verkündete er.

V.l.: Matthias Schmidt, Kilian Imwinkelried, Stanislav Surins und Shada Ali performen im Josephsaal, dem ersten Set des Recalls im Kloster Bronnbach ihren Gruppensong

Matthias Schmidt, Kilian Imwinkelried, Stanislav Surins und Shada Ali. Bild: TVNOW / Stefan Gregorowius

Aber es half alles nichts, sie mussten zusammen vor die Jury treten – und dort wurden die gegenseitigen Antipathien schnell mehr als deutlich.

Shada verpasste "DSDS"-Gruppenprobe

Als die Jury nachhakte, wie es in der Gruppe gelaufen sei, verkündete Shada, dass er das Gefühl habe, man verstehe seine Kunst nicht. Er müsse ständig Grimassen und Blicke von der Seite ertragen. Aber er gab sich kämpferisch: "Das spornt mich nur noch mehr an und ich sehe das auch als Kompliment."

Kilian erzählte der Jury hingegen ganz offen, dass Shada bei einer Probe am späten Abend lieber schon ins Bett gegangen sei als mit den Jungs weiter zu üben. Shada sah das allerdings ganz anders: "Das war ganz spät in der Nacht und ich wollte mich ausruhen", rechtfertigte er sich. Und immerhin habe er seinen Text gekonnt, andere hingegen nicht, wie er weiter erklärte. Da konnte Kilian nur noch lachen.

Doch so textsicher, wie sich Shada gab, war er letztendlich nicht. Tatsächlich war er es, der Teile seines Parts einfach vergaß. Aber das störte die Jury offenbar wenig. Bohlen stellte nach dem Auftritt klar:

"Wir wollen die Leute unterhalten. Es geht hier nicht nur um Stimmen und so. Es geht um vieles mehr, was wichtig ist in dieser Branche."

Jury nimmt Shada in Schutz

Der Poptitan fand den Auftritt tatsächlich unterhaltsam und gut. Auch Maite konnte Shada etwas abgewinnen und meinte, die Gruppe hätten es als Chance sehen sollen, den umstrittenen Kandidaten in ihrer Gruppe zu haben, denn: "Licht ohne Schatten gibt es nicht." Shada hingegen hätte "einen Schatten fürs Leben". Das sah auch Mike Singer ähnlich: "Ihr könnt froh sein, dass Shada in eurer Gruppe ist, dank ihm werdet ihr so eine Aufmerksamkeit haben."

Mit diesen Worten hätten Kilian, Matthias und Stanislav wohl nicht gerechnet. Nach dem Auftritt kam es prompt zum Eklat. "Ich find's schade, wenn man sich in einem Team so benimmt", ging Shada seine Mitstreiter vor der Kamera an. Das wollten die natürlich nicht einfach so stehen lassen. Sie würden ihn ja mögen und seien zufrieden gewesen mit der vierer Konstellation, meinte Matthias und fügte ehrlich hinzu: "Es kotzt uns halt einfach nur an, wenn wir uns den Arsch aufreißen und bis halb zwei proben und dann der Shada nicht mehr dabei sein möchte."

Bei dieser nächtlichen Probe hätten sie auch das dreistimmige Finale geprobt, bei dem Shada eben zum Leidwesen der Jury nicht mehr mit eingestimmt hatte. Shada fühlte sich übergangen. Schließlich hätte die Gruppe ihm das ja auch noch am nächsten Morgen mitteilen können, beharrte er. Aber Matthias winkte ab, Shada habe den Part nicht mehr lernen wollen, er habe sich gesorgt, er könnte heiser werden. Da platzte Shada der Kragen:

"Das ist leider nicht kollegial, das ist kein Team und ich will mit euch auch nicht mehr singen. Egal, ich bin raus!"

Zoff zwischen "DSDS"-Kandidaten eskaliert

Für ihn sei das menschlich enttäuschend, echauffierte sich Shada weiter. Denn wenn um 22 Uhr Nachtruhe sei, dann hätte er doch nichts falsch gemacht. Kilian war entsetzt: "22 Uhr Nachtruhe? Also Come on. Wir sind hier bei 'DSDS'", ätzte er. Einsicht? Fehlanzeige – von beiden Seiten.

Dass die Jungs nochmal freiwillig gemeinsam performen, ist eher unwahrscheinlich. Aber möglicherweise kommen sie nicht drum rum. Die Jury schickte am Ende Kilian, Matthias und tatsächlich Shada in die nächste Runde. Mit seiner verrückten Art konnte er erneut punkten. Stattdessen musste Stanislav seine Koffer packen. Bei den Kandidaten sorgte das für ungläubige Blicke und Unmut.

V.l.: Matthias Schmidt, Kilian Imwinkelried, Stanislav Surins und Shada Ali performen im Josephsaal, dem ersten Set des Recalls im Kloster Bronnbach ihren Gruppensong

Claudia und ihre "DSDS"-Kolleginnen Guisy und Nagi Bild: TVNOW / Stefan Gregorowius

Übrigens: Auch die schräge Kandidatin Claudia schaffte es eine Runde weiter.

(jei)

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