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"Stern TV": Psychologin schleuste sich bei "Letzte Generation" ein

Moderator Steffen Hallaschka

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Steffen Hallaschka spricht in der neuen Ausgabe auch über das Erdbeben in der Türkei.Bild: rtl+
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"Stern TV": Psychologin schleuste sich bei "Letzte Generation" ein – und berichtet über deren Methoden

09.02.2023, 06:40
daniel guggeis
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Zu Beginn der Sendung ist das tonangebende Thema die furchtbare Erdbeben-Katastrophe in der Türkei und in Syrien. Die Opferzahlen steigen leider täglich massiv an, zahlreiche Menschen gelten noch als vermisst und sind unter Trümmerbergen verschüttet. Mittlerweile sind vor allem in der Türkei auch ausländische Hilfsorganisationen und Einheiten des THW im Katastrophengebiet angekommen. Steffen Hallaschka stellt dazu den ersten Gast Kürsat Yildirim, besser bekannt als "Chico" vor.

Der Lotto-Millionär will über sein neues Leben sprechen, doch das ist zunächst nur Nebensache, denn die Katastrophe macht Chico so betroffen, dass er nun versucht zu helfen. Yildirim stellt einen LKW, der Sachspenden in die Türkei transportieren soll. Zusammen mit RTL war er für Dreharbeiten erst vor zwei Wochen in der Stadt Malatya, welche unmittelbar vom Erdbeben betroffen war.

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Kürsat Yildirim gewann im vergangenen Jahr fast 10 Millionen Euro.Bild: rtl+

THW-Präsident Friedsam: "Haben auch noch Überlebende nach zwei Wochen gefunden"

Der LKW mit Hilfsgütern soll erst am Sonntag losfahren, "die Medien sind natürlich dabei, da sie sich sehr für mich interessieren", sagt der neureiche Chico noch selbstbewusst. Dass reine Sachspenden auch gut organisiert werden müssen, betont der jetzt im Studio von "Stern TV" angekommene Präsident des THW, Gerd Friedsam. "Wenn Verwandte vor Ort sind, sollten Sachspenden klar abgesprochen sein. Die Lage vor Ort ist nicht einfach, da braucht es nicht zusätzliche Belastung."

Hallaschka fragt den Experten, der unter anderem bei den Erdbeben von Gölcük 1999 schon vor Ort war, ob die 72-Stunden-Regel für eine Überlebenschance gilt, Friedsam erweitert diese Regel auf bis zu 120 Stunden. Zugleich betont der THW-Präsident, dass es auf die Umstände ankommt und spezialisierte Einheiten ihren Einsatz erst beenden, wenn wirklich jedes Gebäude abgesucht wurde. Schließlich wurden Überlebende auch schon noch nach zwei Wochen gefunden.

In die Sendung live zugeschaltet wurde noch ein Team in Kirikhan von I.S.A.R. Germany. Die Rettungsspezialisten konnten wenige Stunden zuvor einen Jugendlichen aus den Trümmern bergen und waren gerade dabei eine weitere Frau zu retten.

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Hallaschka wirft "Chico" verschwenderischen Umgang mit Geld vor

Nachdem Chico schon einleitend etwas zur Erdbeben-Katastrophe beitragen durfte, wird nun noch eine TV-Doku über den Lotto-Millionär vorgestellt. Denn Kürast Yildirim hat vergangenen Herbst fast 10 Millionen Euro im Lotto gewonnen. Zuvor war er unter anderem drogensüchtig, spielsüchtig und verbrachte über zwei Jahre im Gefängnis. Seinen neuen Reichtum hat er unter anderem für Sportwagen ausgegeben, wohnhaft ist er allerdings noch bei seinen Eltern.

Im Beitrag zu sehen ist Chico, wie er für mehrere Tausend Euro immer wieder Lotto-Scheine kauft und mutmaßlich in seine Spielsucht zurückgefallen ist, merkt Hallaschka zumindest kritisch an. Generell ist der Moderator skeptisch bezüglich des neuen Reichtums von Chico und hofft, dass er beim nächsten Besuch bei "Stern TV" nicht mit der "Nachricht kommt, dass er pleite sei".

Psychologin Nimmerfroh zweifelt an Freiwilligkeit bei Mitgliedern von "Letzte Generation"

Das nächste Thema moderiert Hallaschka schon fragwürdig an: "Es war eine Frage der Zeit, bis einem Autofahrer die Sicherungen durchbrennen." Ein Auto fuhr über den Fuß eines Aktivisten. Gemeint sind die Klimaproteste der "letzten Generation", die oft einfach nur "Klimakleber" genannt werden. "Stern TV" hat Malte bei einer Protestaktion in Düsseldorf begleitet und zugleich mit der Psychologin Maria-Christina Nimmerfroh gesprochen.

Im Beitrag wird aufgezeigt, wie der Ablauf beim Protest ist, wie die Menschen auf die Straßenblockade reagieren und wie Malte eben nicht reagiert, trotz gewaltigem Zerren des Autofahrers. Nimmerfroh hat sich laut eigenen Angaben unter falschen Namen bei Seminaren von der "letzten Generation" eingeschleust und die Schulungen mitgemacht.

Moderator Steffen Hallaschka
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Steffen Hallaschka thematisiert in seiner Sendung die "Letzte Generation".Bild: rtl+

Die Psychologin, welche auch FDP-Mitglied ist, wie Hallaschka klarstellt, macht der Protestbewegung bezüglich ihrer Professionalisierung Vorwürfe. Sie arbeiten aus ihrer Sicht mit psychologischen Tricks, wie der Imagination und bringen so Heranwachsende dazu für eine Sache sogar ins Gefängnis zu gehen und diesen Stress auszuhalten.

Nimmerfroh will aufzeigen, dass Gefängnis sogar ein Ziel sei. Dem Fernsehteam spielt sie einen Clip vor, in dem eine Aktivistin betont, dass der Weg ins Gefängnis der bessere ist als eine Geldstrafe. Für die Psychologin stecken hinter der "Letzten Generation" Kampagnen-Profis mit guter psychologischer Schulung. Hallaschka betont nach dem Gespräch noch, dass es eigentlich wichtig wäre, über die Anliegen der Proteste zu sprechen und nicht über deren Methoden.

RTL-Reporter begleiten Notarzt-Team in Hamburg

Im letzten Beitrag des Abends widmet sich "Stern TV" einem Notarzt-Team des Bundeswehrkrankenhauses in Hamburg. In Notsituationen müssen die Ärzte immer wieder bestehen. Das geht schon los bei der fehlenden Rettungsgasse im Berufsverkehr, setzt sich fort über Noteinsätze, bei denen ein junger Mann auf dem Fußballplatz wiederbelebt werden muss, bis hin zur emotionalen Benachrichtigung eines Sohnes über den Tod des Vaters.

Der Bundeswehr-Arzt Bopp bestätigt im Studio auch, wie sehr ihn solche Todesfälle immer wieder mitgenommen haben, aber er hat gelernt, damit umzugehen. Hallaschka hakt nach, inwiefern angegriffene Pflegekräfte gerade ein Thema sind, woraufhin Constanze Witzel erzählt, dass das nicht alltäglich vorkommt. In der Klinik aber erleben Gewalt als Erstes die Pflegekräfte, das geht los bei verbaler Entgleisung bis hin zur Gewaltandrohung.

Ein weiteres Problem für Einsatzkräfte sind Fehleinsätze nach Anrufen, knapp ein Viertel der Einsätze macht das aus, laut Ärztin Witzel. Allerdings macht sie den Anrufern keine Vorwürfe, bei vielen Menschen steckt da Unsicherheit und das falsche Gerücht dahinter, dass man über einen Rettungswagen leichter in die Notaufnahme kommt.

In den Schlussminuten der Sendung erinnert "Stern TV" noch an den am 2. Februar verstorbenen Sally Perel. Der 97-jährige überlebte den Holocaust, sein Leben wurde 1990 verfilmt.

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