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Neue Show von Jochen Schweizer: Arroganz-Anfälle, Klatschpflicht und "GNTM"-Elemente

deana mrkaja

Nine to five war gestern: Wer den ehemaligen Stuntman und Unternehmer in der Sendung "Der Traumjob – bei Jochen Schweizer" von sich überzeugen möchte, braucht vor allem Adrenalin im Blut. Im Gegenzug gibt es eine Schlüsselposition in einem seiner Unternehmen, Abenteuer und ein sechsstelliges Jahresgehalt. Dazu geht es für die elf Kandidaten jedoch erst einmal durch das längste und intensivste Bewerbungsgespräch aller Zeiten. Und dieses beginnt – wie es sich für Jochen Schweizer gehört – natürlich mit einem Fallschirmsprung.

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Zu Beginn der Sendung müssen alle Kandidaten aus dem Flugzeug springen. prosieben/screenshot

Schweizer verlangt von einem zukünftigen Geschäftsführer Risikobereitschaft, Mut und Leidenschaft. Und bei dieser Sendung wird Leiden geschafft. Besonders der 45-jährige und damit älteste Teilnehmer, Frank, ist von Anfang an nicht sonderlich begeistert:

"Ich bin der Älteste. Ich habe schon graue Haare, da darf ich auch Schiss haben.“

Kandidat Frank vor dem Fallschirmspringen

Das ist übrigens Kandidat Frank. Merkt ihn euch...

Titel: Der Traumjob - bei Jochen Schweizer; 
Staffel: 1; 
Folge: 1; 
Person: Frank; 
Copyright: ProSieben/Richard Hübner; 
Fotograf: Richard Hübner; 
Bildredakteur: Tabea Werner; 
Dateiname: 1445333.jpg; 
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bild: prosieben

Alle springen und Jochen Schweizer – als König der Lüfte – hinterher. Leger, in Jeans und Longsleeve gekleidet, als käme er gerade locker angeradelt und nicht aus 3000 Metern Höhe. Und es wird geklatscht – immer dann, wenn der Jochen kommt.

Kandidat Frank zickt gleich noch einmal

Nachdem die erste Challenge überwunden wurde, wartet besonders auf Diplom-Ingenieur Frank bereits die nächste: Ein Zimmer in einer Münchner Villa mit jemand Fremdem teilen. Szenen, die man sonst nur aus Sendungen wie "Germany’s Next Topmodel" kennt, machen auch vor angehenden Adrenalin-Geschäftsführern keinen Halt und so zickt Frank ordentlich herum und kann nicht glauben, dass er sich in seinem Alter und mit seinem Status ein Zimmer mit jemandem teilen muss.

Schweizer kommentiert trocken: "Du bist ja auch schon etwas senioriger" und schickt die Kandidaten gleich zur nächsten Aufgabe. Denn während viele Menschen Briefmarken und Ähnliches anhäufen, sammelt der Unternehmer lieber Mahagoni-Kajaks.

Nur ein zwei Zentimeter schmaler Streifen ist für die Balance des Kajaks verantwortlich. "Es ist für einen Laien unmöglich, sich darin zu halten", sagt Schweizer. Genau das Richtige also für die Juristin Afrodite, die nicht schwimmen kann und eine Wasserphobie hat. Doch sie überwindet ihre Angst und macht Schweizer damit stolz. Hurra.

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Catharina freut sich über ihren Kajak-Erfolg. Prosieben/screenshot

Noch stolzer macht ihn nur die 29-jährige Catharina, die in ihrem Unmöglich-Kajak über das Wasser gleitet, als sei sie ein Schwan auf einem Fluss. Immer wieder macht der Erfolgsunternehmer jedoch klar, dass ein Geschäftsführer "natürlich kein Fallschirmspringer sein muss" und "natürlich kein Kajak-Fahrer sein muss", dass es aber darum ginge, "Dinge zu erleben." Und Schweizer wird nicht müde, genau diesen Satz zu wiederholen. Immer und immer wieder.

Die Fan-Reaktionen auf all das? Ähm, gespalten.

"Wen wollen die eigentlich verarschen?"

Ein Arroganz-Anfall jagt den nächsten

Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall: Das beweist an diesem Dienstagabend vor allem Patrick, der sich neben Frank gleich zur zweiten Persona non grata etabliert. Er ist nicht nur "Golf-Professional" – wie er selbst sagst – sondern ziemlich von sich überzeugt: "Ich bin besser als die anderen."

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Kandidat Patrick mit einer Golfschülerin. prosieben/screenshot

Als er jedoch auf eine Bühne treten muss, um vor seinen möglicherweise baldigen Mitarbeitern zu reden und diese von sich zu überzeugen, kommt er ganz schön ins Schwitzen. Und während Schweizer seinen Pitch als den "schlechtesten des Abends" beschreibt, träumt sich Patrick in andere Sphären:

"Ich bin mir sicher, dass meine Rede gut ankam."

Kandidat Patrick über seinen Pitch

Ein Geschäftsführer "muss natürlich auch nicht surfen können oder im Windkanal fliegen", aber man macht es trotzdem. Und bevor die Reise für neun der elf Kandidaten nach Kenia weitergeht, kommt es noch zu einem zweiten "GNTM"-Moment. Die zu verteilenden Fotos sind in diesem Fall zwar Flugtickets, doch von denen hat Schweizer am Ende "leider keins" für Danny und Anja.

Und während die Tickets an die Teilnehmer verteilt werden, fällt eine Sache auf: Gewinnerinnen werden vom Unternehmer umarmt, Gewinner bekommen lediglich einen Handschlag. Doch auch hierbei wird wieder geklatscht. Selbst für die Verlierer.

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Catharina wird von Jochen Schweizer umarmt und darf mit nach Kenia. prosieben/Screenshot

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Auch Patrick darf mit nach Kenia, bekommt jedoch nur die Hand gedrückt. prosieben/Screenshot

Kenia ist für den Adrenalin-Junkie Schweizer nicht irgendein Land, sondern das Land, das ihn zu dem Menschen gemacht hat, der er heute ist: "Ich bin Tausende von Kilometern mit meinem Motorrad durch dieses Land gereist in den 80ern. Als ich dann in meine kleine Wohnung nach Heidelberg zurückkam, habe ich dort nicht mehr reingepasst.“

Kandidat Frank zeigt sich von seiner besten Seite...

Die deutsche Reisegruppe darf in Kenia das Nomadenvolk der Samburus besuchen und Frank zeigt sich gleich zu Beginn von seiner besten Seite:

"Schau dir deren Hütten an. Da stellste bei uns das Fahrrad drunter."

Frank über die Häuser des Nomadenvolkes in Kenia

Dass ihm das Zelten in der Wildnis nicht gefallen würde, war demnach auch zu erwarten: "Man könnte ja auch Luxuscampen. Mit Parkettboden. Das gibt’s mittlerweile", stellt er fest.

Doch zum Luxuscampen sind die Kandidaten nicht nach Ostafrika geflogen, sondern um eine Rinderherde vier Kilometer weit zu treiben. Nichts leichter als das für den Golf-Professional Patrick, der das Ruder übernimmt und vor allem eines tut: alle anderen anschreien.

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Kandidatin Jessica kämpft mit wild gewordenen Rindern. prosieben/screenshot

Kandidat Patrick nervt den Rest

Die Gruppe ist am Ende dieser Challenge sichtlich genervt und will, dass Patrick einfach nur noch ruhig ist. So sagt Catharina zu ihm: "Kennste eigentlich den Schweigefuchs?"

Die Kühe landen am Ende dort, wo sie hin sollten. Jedoch mit ein paar Umwegen. Die Samburus eilen zur Hilfe und machen ihren Job dann doch lieber selbst. Und bevor es für die zukünftigen Geschäftsführer in die Zelte geht, kommt Jochen Schweizer noch für eine Gute-Nacht-Geschichte mit seinem Jeep angefahren.

Und immer schön für Jochen Schweizer klatschen

"Damals, als ich mit meinem Motorrad unterwegs war, habe ich irgendwo geschlafen. Das war naiv. Wir sind hier im Löwenland und es gibt Krokodile. Aber Ranger passen auf euch auf. Ihr dürft nur kein Essen rumliegen lassen." Und mit diesen Worten verabschiedet sich der Unternehmer von einer Sendung, bei der nicht ganz klar wird, ob es sich hierbei nur um eine Dauerwerbesendung für Jochen Schweizer handelt – doch auch dieser Abschied vollzieht sich nicht ohne das obligatorische Klatschen.

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