Das sind die bislang bekannten "The Masked Dancer"-Masken.
Das sind die bislang bekannten "The Masked Dancer"-Masken.Bild: ProSieben

Sorgt "The Masked Dancer" für Rate-Überfluss auf ProSieben? Senderchef reagiert auf Fan-Befürchtungen

04.01.2022, 13:50

Am 6. Januar wird erstmals "The Masked Dancer", ein Spin-off-Format von "The Masked Singer", auf ProSieben an den Start gehen. Das Sendungskonzept startete erstmals in den USA, nun versucht man auch hierzulande, ein weiteres Rateformat neben mittlerweile zwei "The Masked Singer"-Staffeln pro Jahr zu etablieren.

2021 blieb es jedoch nicht bei zwei "The Masked Singer"-Staffeln, es kam auch noch ein einmalig laufendes Weihnachtsspecial hinzu, in dem drei maskierte Prominente enttarnt wurden. Allerdings fand die Show nicht wie sonst live statt, was etlichen Zuschauern sauer aufstieß.

Am 4. Januar fand eine "The Masked Dancer"-Pressekonferenz mit dem Rateteam, bestehend aus Steven Gätjen und Alexander Klaws, dem Moderator Matthias Opdenhövel, sowie dem ProSieben-Senderchef Daniel Rosemann statt, an der auch watson teilnahm. Rosemann äußerte sich dabei zu einer Tendenz, die etliche Zuschauer schon lange befürchten: dass sich das Show-Konzept, verkleidete Prominente zu erraten, langsam mit so vielen Sendungen abnutzen könnte.

ProSieben will mit aller Macht verhindern, dass sich Show-Konzept abnutzt

Die Shows "The Masked Singer" und "The Masked Dancer" gleichen sich stark: Bei der neuen Show tanzen die maskierten Promis, sieben Kostüme wird es in der ersten Staffel geben, bei "The Masked Singer" waren es stets zehn. Pro Show wird auch bei "The Masked Dancer" immer ein Promi enttarnt werden. Die Anforderungen an die verbliebenen Kandidaten steigen, denn die Shows werden nicht kürzer, immer mehr Tänze müssen also im Verlauf vorbereitet werden.

Ein Rateteam wird versuchen, die Tanzenden zu erkennen und Tipps abgeben – doch die Aufgabe, sie ohne ihre Stimmen zu identifizieren, scheint noch schwerer zu werden als beim Ursprungskonzept. Das Weihnachtsspecial von "The Masked Singer" deutete es schon überdeutlich an: Neben zwei regulären Staffeln pro Jahr droht ein Overload an ähnlichen Rateshows bei ProSieben zu entstehen.

Auf Nachfrage von watson, was ProSieben dagegen tun will, dass sich das Format langsam aber sicher abnutzen könnte, antwortete Rosemann eindeutig:

"Ich kann versichern, dass wir da ein ganz wachsames Auge drauf haben, dass wir davon nicht zu viel machen und dass wir diese tolle Marke und diese tolle Show nicht überreizen."

Zu den beiden "The Masked Singer"-Staffeln im Jahr gab der Senderchef zusätzlich zu verstehen: "Es sind zweimal sechs Wochen, die ein halbes Jahr auseinanderliegen. Es wird nicht mehr werden. Das ist mit eines unserer größten Anliegen, dass wir sehr behutsam mit der Menge umgehen, dass es etwas Besonderes bleibt." Ob bei der bestehenden Menge mit dem zusätzlichen "The Masked Dancer"-Format die Menge nicht eventuell schon überreizt sein könnte, dazu äußerte er sich nicht. Die Fans werden wohl oder übel darüber entscheiden, indem sie das Spin-off einschalten oder eben nicht.

Trotz aller Zuversicht, dass auch das neue Konzept beim Publikum ankommen wird, stehe eine zweite Staffel von "The Masked Dancer" noch nicht in den Startlöchern. Etwas verhalten hieß es dazu von Rosemann: "Ich finde es immer gut, erstmal die erste Staffel zu machen, bevor man über die zweite spricht, auch wenn wir sehr zuversichtlich sind, dass es den Leuten Spaß machen wird. Wir planen erstmal die erste und die braucht unser aller Kraft."

Bis jetzt gibt es ein rein männliches Rateteam

Bislang besteht das Rateteam, anders als bei "The Masked Singer", aus zwei Männern. Ruth Moschner, die quasi die Nummern der gesamten deutsche Promi-Riege in ihrem Handy eingespeichert zu haben scheint, könnte also durchaus beim Raten fehlen. Sie ist diejenige, die bislang die meisten Stars identifizieren konnte.

Ob Ruth Moschner als Gast bei "The Masked Dancer" dabei sein wird, ist noch unklar.
Ob Ruth Moschner als Gast bei "The Masked Dancer" dabei sein wird, ist noch unklar.Bild: Andreas Rentz/Getty Images

Dass es keinen weiblichen Input geben wird, stimme so aber nicht ganz. Rosemann versprach, erneut auf Nachfrage von watson, dass es weibliche Gäste geben wird: "Es wird nicht nur eine geben und zwar jede Woche. Die beiden Herren werden Platz machen in jeder Woche für wunderbare Gästinnen im Rate-Panel."

Die bisherigen Promi-Tipps von Gätjen und Klaws gehen allerdings schon sehr weit: Weil es nicht mehr auf Stimme, Akzent und Dialekt bei den Teilnehmenden ankommt, können durchaus auch internationale Stars bei "The Masked Dancer" dabei sein. Klaws wünschte sich deswegen Charlize Theron, Gätjen hoffte auf Tom Holland.

"The Masked Singer"-Star bei "The Masked Dancer" dabei? Nicht ausgeschlossen

Während der Pressekonferenz wurde natürlich noch Stillschweigen über die Promis bewahrt, die sich hinter den Masken verbergeben werden. Ein weiteres der insgesamt sieben Kostüme wurde allerdings noch vorab enthüllt, sodass jetzt fünf bekannt sind. Zu dem Affen, der Maus, dem Glühwürmchen und Maximum Power gesellt sich ein Buntstift.

Stars zu finden, die sich in den kommenden Wochen bei den Tänzen in den Kostümen vermutlich völlig verausgaben werden, stellte sich jedoch nicht als einfacher oder schwerer heraus als bei "The Masked Singer". Immerhin wolle man im Tanzformat laut Rosemann "nicht nur ein bisschen rumhüpfen, es soll ja ein richtiger Tanzwettbewerb sein". Das Tanzen wird also keineswegs leichter für die Promis als das Singen.

Ausgeschlossen sei es im Übrigen nicht, dass sich auch ein ehemaliger "The Masked Singer"-Kandidat unter einer der Masken bei "The Masked Dancer" verbirgt. So viel sei aber schon mal verraten: Alexander Klaws wird es nicht sein, der Sieger der vergangenen "The Masked Singer"-Staffel sitzt schließlich im Rateteam.

Alexander Klaws glänzte im Mülli-Müller-Kostüm auch mit seiner tänzerischen Leistung.
Alexander Klaws glänzte im Mülli-Müller-Kostüm auch mit seiner tänzerischen Leistung.Bild: dpa / Rolf Vennenbernd

Ein wenig schade fand der ehemalige "DSDS"-Gewinner das schon und spielte auf seine erfolgreiche Teilnahme bei "Let's Dance" an, an der er 2014 teilnahm:

"Ich habe ja schon mal bei einer Tanzshow eines anderen Senders mitgemacht und gewonnen, also ich liebe einfach die Herausforderung und immer da hinzugehen, wo es wehtut und wo manche sagen: 'Auf gar keinen Fall', fange ich erst an Spaß zu haben. Aber ich bin jetzt erstmal froh, im Rateteam zu sein."

Da "The Masked Dancer" eine der größten Herausforderungen im deutschen TV darstellen wird, hätte ihn die Teilnahme aber trotzdem gereizt.

Klaws als Sänger und Tänzer hätte das Projekt sicher auch erfolgreich gemeistert, es ist allerdings nicht Voraussetzung für die Promis, gelernte Tänzer zu sein, um bei "The Masked Dancer" mitzumachen. Moderator Opdenhövel erklärte abschließend: "Das sind Menschen, die selbstverständlich beruflich tanzen können aber nicht unbedingt müssen. Wichtig ist, dass sie Spaß haben, sich zu bewegen."

(cfl)

Inspiration für "Archive 81": Netflix-Zuschauer erkennen verblüffende Verbindung

Kurz nach ihrem Release am 15. Januar hat es die US-Horrorserie "Archive 81" in dieser Woche auf den ersten Platz der Netflix-Charts geschafft. Im Zentrum der Geschichte steht der Archivar Dan, der auf Aufnahmen der vor Jahren verschwundenen Dokumentarfilmerin Melody stößt, die wiederum einer Sekte auf der Spur war.

Zur Story