Unterhaltung
Bild

Dieser Post bringt einer Influencerin jetzt Ärger ein. Bild: screenshot instagram/yvonne pferrer

Trotz Warnung: Influencerin posiert am Ort zweier Todesfälle

"Das ist nichts für Leute mit Höhenangst", schreibt Influencerin Yvonne Pferrer in einem Beitrag. Ein Beitrag, der sie nun womöglich ein bisschen mehr kostet, als purer Mut und Abenteuerlust.

Denn das Foto, das sie in einem Pool mit krassem Ausblick im Berchtesgadener Land zeigt, wurde in einem Nationalpark aufgenommen. Und dieser ist nun sauer auf sie, wie auf Twitter zu lesen ist.

Denn: Dort haben im vergangenen Jahr zwei Menschen ihr Leben verloren.

Weil Pferrer offenbar nicht auf eine Mail des Parks antwortet, veröffentlichte eine Outdoor-Reisebloggerin ihr Anschreiben auf Twitter. "Lösche deinen Post, verzichte auf Wegbeschreibungen", heißt es. Mit ihren 1,2 Millionen Followern habe Pferrer eine hohe Reichweite und viel Einfluss. Das Team des Nationalparks befürchtet, dass die Natur, ausgelöst durch den Post, weiter zerstört wird. Schon jetzt werde dort Müll hinterlassen, unerlaubt campiert und Wege zertrampelt.

Bild

In den Storys ist zu sehen, wie gefährlich der Weg zum Pool ist. Bild: screenshot instagram/yvonne pferrer

Der Nationalpark soll geschützt werden

Auch mit juristischen Konsequenzen muss die 25-Jährige wohl rechnen. Wie auf Instagram zu sehen ist, hat sie Aufnahmen mit einer Drohne gemacht. Das ist laut Park nicht erlaubt. "Wir prüfen die Aufnahmen", heißt es da.

Bild

Auch den Ort hat die Influencerin vertaggt. Bild: screenshot instagram/yvonne pferrer

Influencerin postet neues Bild aus Nationalpark

Gelöscht hat Yvonne Pferrer den Post bis Sonntagfrüh nicht. Im Gegenteil. Am Samstagabend postet sie erneut ein Foto, das vermutlich aus demselben Park stammt. Darauf steht sie vor einem Wasserfall. Jener Wasserfall, an dem zuvor das kritische Foto entstanden ist.

Unwissenheit kann der Influencerin übrigens nicht vorgeworfen werden. Schon in ihren Storys, die mittlerweile nicht mehr online sind, erzählt sie, wie gefährlich das ist. Und auch ihr Freund, der den Aufstieg filmt, fragt sich, "ob das überhaupt der Weg ist." Denn es gebe keine Ausschilderungen.

Tja, die fehlen nicht umsonst.

(lin)

2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Sl.Jim 07.06.2020 16:32
    Highlight Highlight Was sind schon Menschenleben oder die Umwelt im Vergleich zu einem perfekten Foto?
  • Dorian 07.06.2020 11:29
    Highlight Highlight Tja, da hilft nur eines : Entweder eine knorrige Geldstrafe ( aber eine, die so richtig weh tut ) oder ein paar Monate schwedische Gardinen. Es gibt halt immer wieder Leute, die die Weisheit schippenweise gefressen haben und meinen "Ich bin alles, ihr seid nichts"! Daß sie sich mit ihrer Dummheit selber und ev. anderen Schaden zufügen, begreifen die nicht!

Pop-Jungstar Billie Eilish singt neuen Bondsong – so reagiert das Netz

Die im vorigen Jahr zum Pop-Superstar aufgestiegene US-Sängerin Billie Eilish (18, "Bad Guy") wird den Titelsong zum neuen James-Bond-Film präsentieren. "Billie hat den Song zusammen mit ihrem Bruder Finneas O'Connell geschrieben und ist die jüngste Künstlerin, die je ein James-Bond-Titellied geschrieben und aufgenommen hat", hieß es am Dienstag auf dem offiziellen Bond-Twitteraccount zu "No Time To Die" ("Keine Zeit zu sterben").

Eilish war erst im Dezember 18 Jahre alt geworden. Sie …

Artikel lesen
Link zum Artikel