Mick Jagger präsentierte sich den deutschen Fans erneut bestens gelaunt.
Mick Jagger präsentierte sich den deutschen Fans erneut bestens gelaunt.Bild: dpa / Soeren Stache
Vor Ort

Rolling Stones in Berlin: Mick Jagger macht sich über BER lustig

05.08.2022, 07:22

Auf der Berliner Waldbühne ging die große "Sixty"-Europatour der Rolling Stones am 3. August zu Ende. Der Auftritt war nicht von Anfang an geplant gewesen, vielmehr kündigte die Band den Gig als Zusatzkonzert an – nachdem die ausgefallene Show in Bern nicht nachgeholt werden konnte, die wegen Mick Jaggers Corona-Infektion abgesagt werden musste.

Die deutschen Fans kamen am Mittwoch umso mehr auf ihre Kosten: Wie schon zuvor in München und Gelsenkirchen zeigte sich der Frontmann bestens gelaunt und sprach zu den Fans mehrmals auf Deutsch. Dabei packte er auch über seine jüngsten Berlin-Erfahrungen aus.

Mick Jagger sorgt für Lacher beim Rolling-Stones-Konzert

Die Band macht aus ihrer Liebe für Berlin keinen Hehl. Ihr Konzert 1965 in der Waldbühne war in Fan-Randale und Chaos ausgeartet, diesmal verlief alles gesittet. In einer Ansprache holte Jagger aus und berichtete von der Landung der Band in der Hauptstadt zu Beginn der Woche. Er sei froh, dass der Flughafen Berlin-Brandenburg endlich fertiggestellt ist.

Der Bau des BER entwickelte sich über die Jahre zu einer internationalen Lachnummer. Denn während die Kosten des Flughafens stiegen immer weiter anstiegen, wurde der Eröffnungstermin immer mehr nach hinten verschoben. Das entging auch Mick Jagger nicht. Schließlich stichelte der 79-Jährige auf Deutsch:

"Was für ein Schnäppchen für 7 Milliarden Euro!"
Ron Wood, Mick Jagger und Keith Richards sorgten für einen würdigen Abschluss der Stones-Tour.
Ron Wood, Mick Jagger und Keith Richards sorgten für einen würdigen Abschluss der Stones-Tour.Bild: AP / Michael Sohn

Der Superstar plauderte noch weiter aus dem Nähkästchen und lobte Berlin für seine kulinarischen Highlights. Nirgends in Deutschland gebe es besseres Essen. An der Stelle ging Jagger ins Detail und verriet, dass er sich gleich nach der Ankunft eine Currywurst genehmigt hatte – mit einer hochprozentigen "Beilage".

Er schwärmte von dem beliebten Pfefferminzlikör "Berliner Luft" und witzelte: "Nach fünf Schnäpsen war mein Deutsch perfekt!" Auch solche launigen Anekdoten sind es, für die die Fans den Sänger lieben. Beim Auftritt in München beispielsweise hatte er von seinem vorangegangenen Trip in den Englischen Garten bei "Bikini-Wetter" erzählt.

Rolling Stones: Band und Fans trotzen der Hitze

Das Thermometer am Mittwoch in Berlin hatte tagsüber weit über 30 Grad erreicht und auch abends wollte es nicht wirklich abkühlen. Jagger nutzte die Gelegenheit und kippte zweimal einen Eimer Wasser über die Fans seitlich rechts von der Bühne aus, die dafür ziemlich dankbar waren. Sollte ihm die Hitze zugesetzt haben, ließ er sich das zumindest nicht anmerken, gegen Ende sprach der ewige Rocker von einem "tollen Abend" und sogar einem "Sommernachtstraum" – abermals auf Deutsch.

Seine Sympathien für die Hauptstadt bekundete im Verlauf des Abends übrigens auch Gitarrist Keith Richards, der bei zwei Songs ("You Got the Silver" und "Happy") als Sänger fungierte. "Es ist immer etwas ganz Besonderes, hier in Berlin zu sein. Du weißt nie, was passieren wird", bemerkte er in Anspielung auf den Skandal-Gig von 1965.

Mick Jagger beim Konzert in der Waldbühne.
Mick Jagger beim Konzert in der Waldbühne.Bild: Privat/Jennifer Ullrich

Ein besonderes musikalisches Highlight für die Fans: In Berlin performten die Rolling Stones zum ersten und zugleich letzten Mal im Rahmen der "Sixty"-Tour das Stück "Fool to Cry". Vor dem Auftakt in Madrid im Juni war wieder einmal spekuliert worden, nach dieser Tour könnte die Karriere der Stones als Live-Band endgültig beendet sein. Zwei Monate später sieht es danach allerdings überhaupt nicht aus.

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