Hagelige Angelegenheit in Mexiko.
Hagelige Angelegenheit in Mexiko.Protección Civil JAL/twitter

Von wegen Hochsommer! Hier wird eine mexikanische Stadt unter Hagel begraben

01.07.2019, 02:4701.07.2019, 06:58

So etwas sieht ein Mexikaner nicht alle Tage. Statt Sonne satt gab es am Sonntag in Guadalajara harten Hagel...

Den Bewohnern der mexikanischen Millionenstadt bot sich am Sonntag ein ungewöhnlicher Anblick: Ein Hagelsturm hatte Teile der Stadt in weiß eingedeckt.

Auf Bildern waren Autos nur noch zur Hälfte zu sehen. Es werde daran gearbeitet, die Straßen frei zu räumen, hieß es.

In der Millionenstadt im Süden des lateinamerikanischen Landes liegt die Durchschnittstemperatur im Juni bei etwa 24 Grad, auch in den nächsten Wochen dürfte es stürmisch in der Region werden.

Der August und der September zählen mit 12 und 13 Regentagen als die niederschagsreichsten Monate des Jahres. Auch im Juli liegen die Regentage im zweistelligen Bereich. So die Erfahrungen der Meterologen über die Region aus den vergangenen Jahren.

Aber Hagel? Und dann auch noch in diesem Ausmaß? Das ist auch für die hartgesottensten Wetter-Experten durchaus bemerkenswert.

Und in Deutschland? Hier wird geschwitzt...
So heiß war es in Deutschland in einem Juni noch nie: Am Sonntag sind um 16.30 Uhr in Bernburg/Saale (Sachsen-Anhalt) 39,6 Grad Celsius gemessen worden, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Potsdam am Abend mitteilte. Bereits um 15.30 Uhr wurde mit 39,3 Grad in Bad Kreuznach (Rheinland-Pfalz) ein Juni-Hitzerekord registriert. Damit ist die bisherige Höchstmarke 38,6 Grad vom vergangenen Mittwoch in Coschen (Brandenburg) und Bad Muskau (Sachsen) schon wieder Makulatur.
Der Allzeit-Temperaturrekord von 40,3 Grad für Deutschland blieb jedoch am Sonntag bis zum Abend unerreicht. In der neuen Woche können sich die Menschen auf etwas Abkühlung freuen. Bis zum Dienstag gehen die Temperaturen auf unter 30 Grad zurück, wie der DWD mitteilte.

(pb/dpa)

Teurer Klimawandel: Jährlich gehen mehrere Milliarden drauf

Der Klimawandel ist teuer. Er hat in Deutschland seit 2000 jährlich durchschnittliche Schäden von 6,6 Milliarden Euro verursacht. Insgesamt waren es Kosten von mindestens rund 145 Milliarden Euro. Zu diesem Ergebnis kommt ein vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz beauftragtes Projekt zu den Kosten der Klimawandelfolgen in Deutschland, das am Montag in Berlin vorgestellt wurde.

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