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Was die Razzia beim Audi-Chef für die Abgas-Affäre bedeutet

3 Fragen und Antworten 

In der Abgas-Affäre bei Audi werden jetzt auch Audi-Chef Rupert Stadler und ein weiteres Vorstandsmitglied der Volkswagen-Tochter als Beschuldigte geführt. Zur Sicherung von Beweismaterial seien am Montag die Privatwohnungen der beiden Beschuldigten durchsucht worden, teilte die Staatsanwaltschaft München II mit.

"Wir kooperieren vollumfänglich mit der Staatsanwaltschaft."

Ein Audi-Sprecher

Was bedeutet das? 3 Fragen und Antworten

Worum geht es?

Die Staatsanwaltschaften in München und Braunschweig ermitteln seit zweieinhalb Jahren in der Diesel-Affäre gegen zahlreiche Beschuldigte bei Volkswagen und Audi. Audi soll demnach in den USA und Europa ab 2009 mindestens 210.000 Dieselautos mit Schummelsoftware verkauft haben. Es wird wegen Betrugs und strafbarer Werbung ermittelt.

Die Diesel-Affäre breitet sich immer weiter aus: Insgesamt wird nun gegen 20 Beschuldigte ermittelt.

Was wird den beiden Managern vorgeworfen?

Audi-Chef Rupert Stadler picture alliance / Sven Simon

Audi-Chef Stadler und dem anderen Vorstandsmitglied werden jeweils Betrug sowie "mittelbare Falschbeurkundung" zur Last gelegt. Hierbei gehe es um das auf den Markt bringen von mit manipulativer Abgassteuerungssoftware ausgestatteter Diesel-Kraftfahrzeuge in Europa.

Stadler hat jede Beteiligung an Manipulationen bestritten und konnte sich trotz interner Kritik bisher als Audi-Chef halten, weil die Eignerfamilien Porsche und Piech zu ihm halten. Die Porsche SE wollte sich zunächst nicht äußern. Über sie halten die Familien mit 52 Prozent die Mehrheit an Volkswagen.

Was bedeutet das für Audi?

Nun gerät auch Audi immer tiefer in die Diesel-Affäre hinein: Es sind nicht die ersten Durchsuchungen beim Ingolstädter Autohersteller, in einer spektakulären Aktion hatte die Staatsanwaltschaft München am 15. März 2017 während der Jahres-Pressekonferenz von Audi-Chef Stadler in Ingolstadt die Konzernzentrale durchsucht.

Damals ging es um 80.000 in den USA verkaufte Wagen. Nach Rückrufen des Kraftfahrtbundesamts für 127.000 in Europa verkaufte Autos mit Schummelsoftware waren die Ermittlungen erweitert worden.

(pbl/dpa/Reuters)

Mehr zum Diesel-Skandal:

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