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Gavin Naylor/Florida State University

"T-Rex im Wasser": Forscher sichten seltenen Hai in der Tiefsee

23.07.2019, 10:44

Mehrere Monate und viele Fehlversuche dauerte es, bis Gavin Naylor Erfolg melden konnte. Naylors Projekt war ehrgeizig: Mit seinem Forschungsteam von der Florida State University wollte er einen, Achtung, Stumpfnasen-Sechskiemerhai unter dem Meeresspiegel beobachten.

  • Keine leichte Aufgabe: Denn der enorme Druck in der Tiefsee und die Dunkelheit erschwert die Suche nach den selten Haien.
  • Naylor und seine Leute begaben sich dennoch auf die Suche nach den Tieren: mit einem Tauchboot, einem Satellitensender und einer Speerspitze.
  • Anfang Juni gelang es ihnen, 150 Meter unter dem Meeresspiegel einen der selten zu beobachtenden Haie mit einem Satellitensender zu markieren. Mit einer Harpune schossen die Forscher den Satellitensender in das Tier.

Ein seltener Glückstreffer

Der Hai, den Naylors Forschungsteam im Meer der Bahamas-Inseln antraf, war ein Glücksfund. Denn normalerweise leben die Stumpfnasen-Sechskiemerhaie in einer Tiefe von 200 bis 1000 Metern unter dem Meeresspiegel.

Naylor und sein Team gelang es, einen "Dinosaurier der Meere" zu filmen: Denn, wie der US-Forscher erklärt, gibt es "diese Art schon 100 Mal so lange wie den Homo Erectus (ein Vorfahre des heutigen Menschen, Anm.), und diese Haie haben sich dennoch nicht so sehr verändert." ("Washington Post")

Die Evolution ist in der Tiefsee am Stumpfnasen-Sechskiemerhai fast schon geräuschlos vorbeigezogen.

Ein großer Erfolg für die Forscher: Denn nun können sie die Wege des seltenen Hais, der fast fünf Meter lang ist, für die nächsten drei Monate nachverfolgen. Die Wissenschaftler hoffen, dass sie das Artverhalten des seltenen Tieres nun genauer beobachten können.

Bisherige Beobachtungsversuche waren meist gescheitert, da die seltenen Haie ihr Verhalten schlagartig änderten, sobald sie beobachtet wurden. Daher der per Harpune abgeschossene Satellitensender.

Naylor schwärmt über von seiner Unterwasser-Begegnung als "T-Rex im Wasser" – und er beschreibt das Aufeinandertreffen mit dem Hai als "das wohl magischste Erlebnis, das ich je hatte".

(pb)

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