Dieter Bohlen wird selbst nach seinem Ausstieg noch für seine Kommentare bei "DSDS" kritisiert.
Dieter Bohlen wird selbst nach seinem Ausstieg noch für seine Kommentare bei "DSDS" kritisiert.Bild: Getty Images Europe / Florian Ebener

"The Voice"-Moderator schießt gegen Dieter Bohlen und "DSDS": "Ganz, ganz eklig"

28.04.2022, 08:33

Noch immer erfreut sich in Deutschland ein Millionenpublikum an Casting- und Gesangsshows. Die wohl beliebtesten hierzulande sind "DSDS" und "The Voice of Germany", obwohl die beiden Shows relativ unterschiedlich sind. Nachdem Dieter Bohlen nun nicht mehr nach Deutschlands Superstar sucht, sprach "The Voice"-Moderator Thore Schölermann jetzt über Bohlens Verhalten in der Sendung.

Der junge Vater denkt, dass der Erfolg von Shows wie "The Masked Singer" und "The Voice of Germany" von der Simplizität rühren. Besonders durch den Krieg und die Pandemie wünscht er sich im Fernsehen mehr "positive Sendungen", bei denen man nicht mit einem "komischen negativen Gefühl" herausgeht.

"DSDS" hat Menschen "fertig gemacht"

Im Interview mit "Antenne Bayern" wird er dabei auf "DSDS" angesprochen, eine Sendung, die für die Bloßstellung ihrer Kandidaten bekannt ist. Dass Teilnehmer, die sich "vielleicht auch manchmal nicht so viele Gedanken gemacht haben" in der Show "fertig gemacht werden, damit die Leute darüber lachen", findet Schölermann schlimm. Dass der ehemalige Moderator "dann da sitzt und das dann noch anfeuert" empfindet Schölermann als "ganz, ganz eklig".

Er selbst könne eine Sendung so niemals moderieren, weil er den Teilnehmern nach der Sendung noch in die Augen gucken können wolle. Schölermann glaubt jedoch daran, dass solch ein Verhalten nicht unbestraft bleibt:

"Man sagt, dass das Fernseh-Karma irgendwann zurückschlägt."
Thore Schölermann

Wenn die Kameras irgendwann aus wären, käme der Blitz. Dabei erwähnt er, dass Bohlens Karma eventuell zugeschlagen hätte, als sein Waldstück von einem Sturm betroffen war.

Kritik dürfe nicht bremsen

Auch der Moderator selbst habe schon Erfahrungen mit Feindseligkeit gemacht. Hass sei nie gut, aber "Kritik gehört dazu", betont Schölermann. Kritik dürfe Menschen außerdem "nicht bremsen, wo man sich vielleicht äußert." Als er sich bei ProSieben gegen die AfD ausgesprochen hatte, erhielt er eine Verwarnung von der Medienaufsicht. Trotz dessen, würde er es wieder tun.

(crl)

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