Supermarkt
Viele Filialen gleichen ihre Angebote an. Das Unternehmen liefert 2020 Informationen im Newsletter nicht nur über Karriere, Reisen oder das Unternehmen selbst, sondern auch über Produkt Preise und die geplante Fusion der beiden Aldi-Schwestern. Im Zuge dessen ist sicher mit einigen Angeboten und Sonder-Preisen zu rechnen, frische Qualität rund um die Uhr in die Welt

Schneller bezahlen als in anderen Supermärkten – darauf legen Aldi Nord und Süd wert. Bild: dpa

Warum geht es bei Aldi so schnell an der Kasse?

Wer oft bei Aldi einkauft, dem ist es schon aufgefallen. Die Angestellten an der Kasse haben meistens ein enormes Tempo drauf beim Kassieren. Oft sind sie so schnell, dass man als Kunde gar nicht mit Einpacken der Waren hinterherkommt.

Aldi Nord und Süd haben den Ruf, die schnellsten Kassen in Deutschland anzubieten. Diesen Ruf pflegen die Discounter auch selbst – wobei zumindest Aldi Süd sich offenbar sogar für weltweit führend hält. "Wer bei Aldi Süd an der Kasse sitzt, muss vor allem eines sein: Flink und Multi-Tasking-fähig. Denn nicht umsonst hat der Kassiervorgang bei Aldi Süd den Ruf, der schnellste der Welt zu sein", heißt es in einem Blog-Beitrag von Aldi Süd aus dem Jahr 2016.

Und es bleibt nicht beim Ruf: Eine Studie des Marktforschungsunternehmen Ematrix hat bereits 2009 ergeben, dass ein Kassenvorgang bei Aldi im Durchschnitt zwischen 20 und 25 Sekunden dauert. Damit war Aldi um durchschnittlich 17 Sekunden schneller als der Zweitplatzierte.

Geschwindigkeit ist kein Zufall

Aldi ist also wirklich schnell. Doch woran liegt das? Zufall ist es wohl kaum. In einer Reportage von "Focus" aus dem Jahr 2018 berichtete eine Aldi-Mitarbeitern, die Kassiererinnen seien dazu angehalten, 3400 bis 3500 Artikel am Tag zu scannen. Das wären etwa 55 Artikel pro Minute oder knapp ein Artikel pro Sekunde.

Immer wieder machen Gerüchte die Runde, es gebe bei dem Discounter sehr exakte Vorgaben an die Kassiererinnen.

Aldi Nord und Süd wollen sich auf Anfrage von watson aber nicht zu genauen Zahlen äußern.

"Grundsätzlich haben wir den Anspruch, die Wünsche unserer Kunden zu erfüllen", sagt eine Pressesprecherin von Aldi Süd. Dazu gehöre für viele Kunden auch eine schnelle Abwicklung an den Kassen.

"Unsere Mitarbeiter achten daher auf einen zügigen Kassiervorgang und darauf, dass sich beispielsweise keine allzu langen Schlangen bilden, indem sie miteinander über Headsets kommunizieren und eine neue Kasse aufmachen, sobald viele Kunden an einer Kasse anstehen."

Große Strichcodes auf den Verpackungen der Aldi-Eigenmarken stellten zudem sicher, dass die Artikel immer schnell vom Lesesystem erkannt würden. Aldi Nord antwortet auf unsere Anfrage übrigens mit dem exakt gleichen Statement.

Einen weiteren wichtigen Aspekt erwähnen beide allerdings nicht: Um den Bezahlvorgang zu verkürzen, wendet Aldi Süd seit Kurzem einen Trick an. Auf den Kassenzetteln wird nicht mehr angegeben, wie viel Bargeld der Kunde gegeben hat und wie viel Rückgeld er bekommen hat. Weil die Kassierer diese Zahlen nicht mehr in die Kasse eingeben müssen, bringt das tatsächlich einige Sekunden Zeitersparnis. Es bedeutet aber auch, dass der Kunde selbst Kopfrechnen muss, um zu überprüfen, ob das zurückgegebene Wechselgeld stimmt.

Schnell, aber ohne Hektik

Geschwindigkeit sei aber nicht alles, betont die Aldi-Sprecherin. Wem es an der Kasse zu schnell gehe, der könne gerne den Kassierer darauf hinweisen:

"Auch auf eine solche Situation sind unsere Mitarbeiter eingestellt und achten entsprechend darauf, etwas langsamer zu kassieren."

Die Pressesprecherin von Aldi Süd

Schnell ja, aber keine Hektik also. Wir hoffen trotzdem, dass in deutschen Supermärkten bald mehr Self-Checkout-Kassen zur Verfügung stehen.

(om)

Themen
1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

Start-up-Idee: Edeka und Rewe testen Hygiene-Neuheit am Eingang

Wenn ihr in letzter Zeit mal einkaufen wart, habt ihr sie vielleicht gesehen: minder-motivierte Mitarbeiter des Supermarkts eures Vertrauens, die mit Sprühflasche und Lappen bewaffnet Einkaufswägen desinfizieren sollen. Der Desinfektionsvorgang sieht dann oft so aus: zwei Sprühstöße in die generelle Richtung des Wagens, kurz drüber gewischt und fertig.

Das Bild ist eines von dreifacher Unzufriedenheit: Die Mitarbeiter haben besseres zu tun (wer könnte es ihnen verdenken), die Märkte …

Artikel lesen
Link zum Artikel