Alltagsfrage
Shot of a young woman struggling to fit into her jeans at home

Zugenommen oder zu heiß gewaschen? Bild: Getty Images / PeopleImages

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Zu heiß gewaschen? Was du bei eingelaufener Kleidung tun kannst

Leugnen, Zorn, Verhandeln, Depression, Akzeptanz, die fünf Phasen des Trauerns. Ein schwieriger Prozess, eine lange, steinige Reise. Mal stolpern wir, mal wollen wir nicht weiter, setzen uns hin, harren aus. Doch irgendwann rappeln wir uns auf. Denn mal im Ernst: Am Ende ist es doch nur ein eingelaufener Pullover.

Außerdem müssen wir nicht zur Akzeptanz kommen. Es gibt Wege, ein zu heiß gewaschenes Kleidungsstück zu retten und nicht in der untersten Schublade deines Schranks, dem Kleiderfriedhof, verrotten zu lassen. Wir von watson mimen nicht den Sterbebegleiter. Nein, wir nehmen die Rolle des Notarztes ein. Denn wir haben ein Heilmittel für eingelaufene Kleidung. Die letzte Instanz, an die du dich wenden kannst. Danken brauchst du uns nicht, es ist unser Job.

Warum läuft Kleidung ein?

Klären wir erstmal die Frage nach der Ursache. Nun, viele Stoffe werden in der Kleiderproduktion massiv gedehnt. Bereits während des Webvorgangs werden etwa Baumwollfäden in die Länge gezogen. Und das nicht zu wenig. Immerhin sparen Hersteller so einige Meter Stoff, was die Kosten senkt.

Werden die fertigen Produkte nass, saugen die Fäden das Wasser auf und werden dicker, worauf sie sich zusammenziehen. Das ist erstmal nicht schlimm. In der Regel lässt sich das Kleidungsstück wieder in Form bringen, wenn wir es beim Aufhängen vorsichtig in die Länge ziehen. Kommt nun aber Wärme ins Spiel, etwa beim zu heißen Waschen oder Trocknen, schrumpfen die Fäden auf ihre Originallänge. Deshalb solltest du deine Kleidungsstücke immer nach den Herstellerangaben auf dem Etikett pflegen. Entschuldige den altklugen Hinweis, ist aber leider so.

Und wenn es passiert ist?

Sollte es an der Prävention scheitern und dein Kleidungsstück einlaufen, gibt es eine Möglichkeit, es zu retten. Nimm einen Eimer Wasser, gieß eine Flasche Haarspülung hinein und weich es darin für mindestens eine Stunde ein, geht auch über Nacht. Danach drückst du vorsichtig die Flüssigkeit aus dem Stoff, ziehst das Kleidungsstück kräftig und gleichmäßig in Form und fixierst es, zum Beispiel mit Klammern oder beschwerst es mit einer Flasche Wasser. (Der Autor probierte es selbst und es hat geklappt). Das soll auch mit Conditioner und Baby-Shampoo funktionieren. Im Grunde geht es darum, die Fasern geschmeidig zu machen.

Allerdings hilft die Strategie nur bei wenigen Zentimetern und auch nur bei Baumwoll- oder Strickstücken. Den auf Kindergröße geschrumpften Oversize-Polyester-Sweater wirst du leider nicht retten können. Deinen Steve-Jobs-Gedenk-Rollkragenpullover aus Naturfaser hingegen schon.

Kleiner Tipp zum Schluss

Nicht immer müssen Kleider schrumpfen, damit sie ihre Form verlieren. Mit der Zeit können einzelne Teile auch ausleiern, wenn wir zum Beispiel bei einem Pullover etwa regelmäßig die Ärmel aufrollst. Da hilft es, den Stücken nach einer Wäsche etwas Schonzeit im Schrank zu geben. So kehren die Fasern wieder in ihre übliche Form zurück. Hier reichen bereits ein paar Tage.

(tkr)

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