Leben
Young woman using plunger to unclog a toilet bowl

Niemals angenehm: verstopfte Toiletten. Bild: iStockphoto / serezniy

Alltagsfrage

Toilette verstopft? Diese Hausmittel ersparen dir den Griff ins Klo

Themen bezüglich der Toilette sind eine soziale Herausforderung. Viele Menschen sprechen ungern über Magen-Darm-Probleme, ihren Stuhlgang oder was sie so treiben, während sie auf ihrer Schüssel thronend Wasser lassen. So alltäglich das auch ist, ein gewisses Unbehagen bringen derlei Dinge mit sich.

Und so zögern wir selbst in Krisensituationen, die das Klo betreffen. Ist es verstopft, fragen wir eher nicht unsere Freunde um Rat. Wir gehen in den Supermarkt, die Kapuze ins Gesicht gezogen, greifen zum Rohrreiniger und stürmen dann schnell wieder aus dem Laden. Es geht aber auch einfacher, watson greift dir unter die Arme.

Es muss nicht immer die Chemiekeule sein

Rohrreiniger sind meist ätzend und umweltbelastend. Trotzdem locken sie mit dem Versprechen einer einfachen Lösung. Reinkippen, abwarten, durchspülen, fertig. Wird Zeit, diese süße, aber ätzende Verführung aus unserem Gedächtnis zu löschen, ist sie doch umweltschädlich und für Menschen gefährlich. Außerdem geht es einfacher. Essig oder Essigessenz können zum Beispiel auch helfen, Verstopfungen zu beseitigen.

Mit einer Mischung aus Natron, Salz und Essig könnt ihr Fettrückstände, die das Rohr blockieren, beseitigen. Hier funktionieren auch Reinigungstabs für die Spülmaschine. Klar: Was den Schmutz von Tellern löst, sollte wohl auch gegen Dreck im Abfluss nutzen.

Ebenso kann man zu Gebissreinigern greifen. Was Zahnstein oder Ablagerungen auf den Dritten löst, kann sich auch in der Toilette durch Kalkablagerungen oder Urinstein beißen. Einige Seiten empfehlen auch Cola als Hilfsmittel, aber dafür gibt es keine Belege.

Auch mit der Klobürste kann man kleine Verstopfungen in der Toilette lösen

Es gibt einige simple Regeln, nach denen wir uns richten. Wirklich simple Regeln. Etwa kommt die Butter aufs Brot, die Milch ins Glas und die KlobĂĽrste in die Toilette. Sie halten wir unsere Welt im Gleichgewicht, vermeiden Chaos.

Mit der Klobürste können wir Rückstände nach dem Stuhlgang entfernen und außerdem kleinere Verstopfungen beseitigen. Einfach die Bürste innerhalb der Kloschüssel schnell auf und ab bewegen. Dadurch entsteht ein Unterdruck, der der Schüssel so manches dunkle Geheimnis entlockt. Eine Saugglocke funktioniert ähnlich, wenn auch noch effektiver.

Falls du die Verstopfung mit der Bürste nicht lösen kannst, du aber keinen Pömpel hast, kannst du dir auch einen basteln. Einfach den Boden einer Plastikflasche abschneiden, zuschrauben, das abgeschnittene Ende in den Abfluss drücken und schnell auf und ab bewegen. Wieder erzeugst du einen Unterdruck. Sobald das Wasser blubbert, ist die Toilette frei.

Ein letztes Mittel ist die Rohrspirale. Allerdings setzt diese etwas handwerkliches Geschick voraus. Bei schwer erreichbaren Verstopfungen kannst du sie vorsichtig in den Toilettenabfluss einführen. Mittels einer Kurbel dringst du so weit hinein, bis das Ende, die Verstopfung durchstößt – hoffentlich. Anschließend herausziehen und den Abfluss mit heißem Wasser durchspülen.

Manchmal muss ein Profi her

Und wenn gar nichts funktioniert? Dann kontaktiere einen Profi. Hier hilft ein Rohrnotdienst oder Klempner. Den musst du nicht zwangsläufig bezahlen. Solltest du in einer Mietwohnung leben und die Verstopfung nicht durch Selbstverschulden entstanden sein, kannst du die Rechnung deinem Vermieter geben.

(tkr)

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Hitziger Sprach-Talk bei "Hart aber fair": Nicht mehr Junge, sondern "Kind mit Penis"?

Frank Plasberg gönnt sich eine Corona-Pause und beackert bei "Hart aber fair" ein ganz anderes Thema: "Streit um die Sprache: Was darf man noch sagen und was besser nicht?" Zigeunersauce und Mohrenstraße gelten heute als rassistisch, finden die einen, die anderen beklagen sich, dass man "gar nichts mehr sagen" dürfe.

Frank Plasberg findet "lebenslanges Lernen ist nichts Schlechtes" und bezieht sich damit auf die Sprache. Aber so ganz überzeugt scheint er davon nicht zu sein. Denn er zitiert …

Artikel lesen
Link zum Artikel