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Machen selber nicht immer einen guten Job: Die Jobcenter in Deutschland. Bild: imago images

Hartz IV: Rechnungshof kritisiert schlechte Beratung von Arbeitslosen

Arbeitslose sind in Deutschland schlecht beraten. Das ist keine Parole, sondern ein Ergebnis, zu dem der Bundesrechnungshof kommt. Laut Angaben der Behörde wird jeder vierte Hartz-IV-Bezieher (25,4 Prozent) bei der Rückkehr in den Arbeitsmarkt schlecht beraten.

Das meldete die "Bild" am Mittwoch unter Berufung auf einen Bericht des Rechungshofs.

800.000 Verträge zu wenig

Es geht dabei um die sogenannte Eingliederungsvereinbarung. In dieser wird vereinbart, welche Leistungen die Agentur für Arbeit erbringt, um längerfristig Arbeitslosen zu ermöglichen, eine Beschäftigung aufzunehmen. Damit sollen diese wieder ins Arbeitsleben eingegliedert werden.

Es seien fast 800.000 Verträge zu wenig abgeschlossen worden, heißt es im Bericht.

Auch das Ministerium in der Kritik

Die Kritik richtet sich nicht nur an die Jobcenter, sondern auch an deren obersten Dienstherren, Sozialminister Hubertus Heil (SPD). Dessen Ministerium habe es bisher nicht geschafft, die Lage in den Griff zu bekommen.

Und: Das Problem bestehe bereits seit Jahren. Bisherige Maßnahmen hätten nicht dazu geführt, dass Agenturen oder Jobcenter mehr Eingliederungsvereinbarungen abgeschlossen hätten.

(om)

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Meinung

Seit fast 15 Jahren Hartz IV: "Die Arbeitgeber verlangen zu viel"

Jens (Name von der Redaktion geändert) ist 48 und hat vor fast 20 Jahren seinen Job bei einem Chemie-Werk verloren. Seit der Einführung von Hartz IV im Jahr 2005 ist er auf soziale Leistungen angewiesen. Bei watson spricht er über seine zahlreichen Bewerbungen und über die teils extrem hohen Anforderungen der Arbeitgeber – trotz Mindestlohn oder sogar noch weniger Gehalt.

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