Jochen Schropp und Marlene Lufen waren bei Danny Liedtkes Sprüchen baff – schon vor seinem Einzug bei "Promi Big Brother".
Jochen Schropp und Marlene Lufen waren bei Danny Liedtkes Sprüchen baff – schon vor seinem Einzug bei "Promi Big Brother".Bild: Sat.1 / Willi Weber

"Mir fehlen die Worte": "Promi Big Brother"-Moderator schon vor Einzug geschockt von Kandidaten

07.08.2021, 13:42

Am 6. August war es so weit: Eine neue Staffel von "Promi Big Brother" ist auf Sat.1 gestartet – der berühmte TV-Container hat dieses Mal das Motto "Weltall". Zu den diesjährigen Kandidaten gehören unter anderem Melanie Müller, Jörg Draeger, Ina Aogo und Daniela Büchner. Die insgesamt zwölf Prominenten könnten kaum unterschiedlicher sein und kurzzeitig leben alle zusammen in einer beengten "Raumstation" ohne Fenster und Tageslicht. Dass da Streit und Langeweile vorprogrammiert sind, war bereits vor dem Start vorprogrammiert.

Daniel Rosemann, Senderchef von ProSieben und Sat.1, hatte zuvor betont, dass man nach mehreren Eklats bei Sat.1-Formaten darauf achten werde, dass die Beefs der VIPs nicht wieder aus dem Ruder laufen und es wie zuletzt zu Mobbing-Ausrastern kommt. Schlimmstenfalls wolle man ins Geschehen eingreifen, wenn von einem vorher festgelegten "Wertekompass" abgewichen werde.

Und auch der Alkoholkonsum werde eingeschränkt. Rosemann dazu: "Wir machen Reality, eine Unterhaltungssendung. Hier darf es lustig werden, hier dürfen sich aber auch Menschen streiten, weinen, lachen. Wir wollen das pure, echte Leben in seiner ganzen Fülle zeigen. Wir werden niemandem den Spaß nehmen."

In der Live-Sendung gesellten sich zu acht bereits eingezogenen Promis noch vier Nachzügler. Besonders einer von ihnen erweckte dabei schnell den Eindruck, als könnte es durch ihn in Sachen Wertekompass eng werden – einige weitere Szenen sorgten ebenfalls für hochgezogene Augenbrauen.

Danny Liedtke zieht in die "Raumstation".
Danny Liedtke zieht in die "Raumstation".Bild: SAT.1

Melanie Müller ätzt direkt gegen ihre Mitbewohner

Da wäre zunächst die Reality-TV-erprobte Melanie Müller. Sie nimmt für gewöhnlich kein Blatt vor den Mund und legte kräftig vor, als sie ihre "Promi Big Brother"-Mitbewohner kennenlernen durfte. Viel Nettes hatte sie ihnen zunächst nicht zu sagen. Mimi Gwozdz, die beim "Bachelor" Bekanntheit erlangte, weil sie vom Rosenverteiler nach dem Finale sitzengelassen wurde, durfte sich von Melanie gleich einiges anhören, nachdem sie die sogenannte "Raumstation" eigentlich ganz cool fand.

Die zweifache Mutter antwortete ungläubig: "Bist du irgendwie noch von gestern im Taumel oder was? Findest du das hier cool? Ernsthaft? Du bist doch noch voll von letzter Nacht." Im Interviewraum wurde es dann noch deftiger. Melanie sagte über Mimi:

"Die ist wie so eine Raumpflanze. Steht in der Ecke und niemand beachtet sie. Wie beim Bachelor."
Hier herrschte noch ganz gute Stimmung bei "Promi Big Brother". Melanie Müller (rechts) sollte das ändern.
Hier herrschte noch ganz gute Stimmung bei "Promi Big Brother". Melanie Müller (rechts) sollte das ändern.Bild: Sat.1

Und auch Rafi Rachek, der sich in einer RTL-Kuppelshow als homosexuell outete, kam nicht ungeschoren davon. Melanie ätzte genervt, als sie von ihm gefragt wurde, ob sie gelangweilt sei: "So ist mein Blick, gewöhn dich dran. So schnell kann man mich nicht langweilen." Kurz darauf forderte die Ballermannsängerin neue Kandidaten.

Immerhin ist sie jedoch auch ehrlich: Bei "Promi Big Brother" mache sie mit, weil es so ziemlich das einzige Format sein dürfte, an dem sie zuvor noch nicht teilgenommen hat.

Kandidat macht Jochen Schropp vor seinem Einzug sprachlos

Es sollte sich aber schnell herausstellen, dass Melanie wohl lange nicht die einzige sein wird, die die Grenzen des sagbaren bei "Promi Big Brother" austesten wird. Danny Liedtke hieß ein weiterer Promi, der am Freitag nachrückte und den die meisten Zuschauer nicht kennen dürften. Er ist seit 2013 bei "Köln 50667" zu sehen und hat dafür ein sehr ausgeprägtes Selbstbewusstsein.

Bei der Vorstellung im TV-Studio sprach Moderatorin Marlene Lufen Danny auf seine Sprüche an, die er ohne Vorwarnung raushaut. "Hast du dich mental darauf vorbereitet, dass es gewisse Dinge gibt, die man nicht im Fernsehen sagt?", fragte sie vorsichtig nach. Danny darauf nur: "Wer sagt denn, was man nicht sagen darf?" Marlene mahnend: "Wir freuen uns, wenn du alles raushaust, was du raushauen willst. Hauptsache respektvoll den anderen Menschen gegenüber."

Soap-Darsteller Danny Liedtke ließ sich den Mund nicht verbieten.
Soap-Darsteller Danny Liedtke ließ sich den Mund nicht verbieten.Bild: SAT.1 / Willi Weber

Gleich danach gab Danny offenherzig preis, dass er mit Frauen nur äußerst ungern Beziehungen eingeht, dafür aber offen für eine "Promi Big Brother"-Affäre wäre. "Ich habe von meinem Kollegen einen Anal-Plug mitbekommen. Vielleicht kann man damit auch andere Dinge anfangen. Mal gucken, was passiert", kündigte der 31-Jährige überhaupt nicht jugendfrei an. Co-Moderator Jochen Schropp blieb da glatt die Spucke weg: "Mir fehlen gerade die Worte." Lufen stimmte zu: So sei noch keiner der Promi-Kandidaten gewesen.

In eine ähnliche Kerbe schlug auch der ehemalige Sportler Eric Sindermann, der erzählte, dass er Frauen beim ersten Date maximal auf einen Döner einlädt. Ina Aogo konnte das kaum fassen und fragte verdutzt in die Kamera, welche Frau sich auf so ein Angebot einlassen würde. Auch bei den Zuschauern war er damit schnell unten durch:

Lotto-Fee findet TV-Hellseher nicht tragbar

Der Container-Cast wird unter anderem durch Heike Maurer ergänzt, die drei Jahrzehnte lang im Fernsehen die Lotto-Zahlen präsentierte. Außerdem hat es Daniel Kreibich zu "Promi Big Brother" geschafft, der Hellseher auf AstroTV war. Weder bei den Zuschauern kam es sonderlich gut an, dass Kreibich eine Plattform als ehemaliges Medium auf Sat.1 bekommen hat, noch bei Heike.

Daniel Kreibich schaut im Fernsehen für Geld in die Zukunft der Zuschauer auf AstroTV.
Daniel Kreibich schaut im Fernsehen für Geld in die Zukunft der Zuschauer auf AstroTV.Bild: SAT.1

Bei einem Kennenlern-Gespräch zwischen den beiden fragte sie ihn, ob er schon immer Hellseher gewesen sei. "Man kann doch nicht als Coach arbeiten, nur weil man sagt, man ist Coach", schätzte sie auf die bejate Frage ein. Kreibich mache außerdem noch "Energiearbeit" und weigerte sich, seine Bezahlung für seine Dienste als Medium öffentlich preiszugeben. Maurer daraufhin im Einzelinterview ehrlich:

"Ich war kurz davor zuzuschlagen... verbal. Ich glaube schon, dass das eine Frage vom Geldverdienen ist. Berufung halte ich für eher unwahrscheinlich."

Erste Favoriten zeichnen sich ab – es ist die ältere Kandidatenfraktion

Beliebt machten sich bislang unter anderem der "Bauer sucht Frau"-Star Uwe Abel, der sich sehr genügsam präsentierte. Und auch die Quizshow-Legende Jörg Draeger könnte viele neue Fans gewinnen. Bevor er am Freitag live einzog, durfte er mit einem Studio-Zuschauer noch einmal "Geh aufs Ganze" spielen – das Publikum war derart begeistert, dass gefordert wurde, man solle doch das Format bei Sat.1 wiederbeleben.

Jörg Draeger war in seinem Element, als er im "Promi Big Brother"-Studio "Geh aufs Ganze" spielen durfte.
Jörg Draeger war in seinem Element, als er im "Promi Big Brother"-Studio "Geh aufs Ganze" spielen durfte.Bild: SAT.1 / Willi Weber

Wehwehchen im Armenbereich bei "Promi Big Brother" – Zuschauer mit wenig Verständnis

Zu essen gab es am ersten Tag in der "Raumstation" Astronautennahrung, unter anderem Nudeln mit Sahnesoße. Zudem sei der Bereich nicht vergleichbar mit den Armen-Bereichen der vergangenen Staffel, dazu zählte unter anderem ein Keller.

Doch die Nahrung schlug den Promis gleich auf den Magen, Daniel, Heike und Ina wurde schlecht, klagten über Magengrummeln, Kopfschmerzen und Schwindel. Mimi wollte schon nach knapp 24 Stunden hinschmeißen: "Ich weiß nicht, ob das die richtige Show für sie ist, wenn sie sich nach 24 Stunden schon beschwert, dass der Kaffee fehlt", zeigte sich Eric verständnislos.

Am Ende durften aber auch zunächst vier Kandidaten auf den "Big Planet", dem Luxus-Areal der Staffel. Rafi, Ina, Heike und Mimi wollten es sich gerade schon bequem machen, als die Zuschauer Mimi nach wenigen Minuten wieder zurück auf die "Raumstation" schickten. Die nahm es mit Fassung.

Wie sich die Kandidaten schlagen werden, wird sich in den kommenden drei Wochen zeigen. Täglich wird "Promi Big Brother" abends zu sehen sein. Besonders TV-Auswanderin Daniela Büchner, der permanent vorgeworfen wird, den Verlust ihres Mannes Jens Büchner öffentlich auszuschlachten, versucht dabei ihr Image aufzupolieren.

(cfl)

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