TV-Urgestein Frank Elstner
TV-Urgestein Frank ElstnerBild: imago images / STAR-MEDIA
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TV-Legende Frank Elstner sieht wenig Zukunft fürs Fernsehen

04.12.2019, 10:46

Das Fernsehen war sein Mekka: Frank Elstner hat mit "Wetten, dass...?" nicht nur eine der erfolgreichsten TV-Shows Europas erfunden, sondern auch Showgrößen wie Thomas Gottschalk den Weg für ihre Karrieren geebnet. Zuletzt hatte der 77-Jährige, der seine Parkinson-Erkrankung selbst öffentlich machte, den Bambi für sein Lebenswerk erhalten und mit seiner ehrlich-emotionalen Rede Zuschauer und Promis im Saal zu Tränen gerührt.

Umso überraschender kommt daher diese Aussage von Elstner: Wie er dem Magazin "Bunte" in einem Interview erklärte, sieht er für das Fernsehen keine großen Chancen mehr für die Zukunft. Der Grund: Das jugendliche Publikum sei den Sendern abhandengekommen.

Seine Talkshow "Wetten, dass war's...", die er auf Youtube startete und in der er unter anderem Helene Fischer und Jan Böhmermann interviewte, wird er daher auch künftig bei Netflix fortsetzen. "Das ist ein sehr schöner Erfolg, vor allem freue ich mich, dass sie meiner Show so viel zutrauen, dass sie auch in anderen Ländern gesehen wird", sagte Elstner.

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Und weiter: "Ich sehe es als einen spannenden Versuch, auch als älterer Journalist noch ein Wörtchen mitzureden". Das herkömmliche Fernsehen sieht der Showmaster in Zukunft nur noch vorn, wenn es Olympische Spiele oder Fußball-Endspiele übertrage:

"Ich kenne auch nicht mehr viele Leute, die Fernsehen gucken"
Frank Elstner"Bunte"

Elstner, der seit einigen Jahren an Parkinson leidet, ist mit seiner momentanen Situation übrigens zufrieden: "An Parkinson stirbt man nicht." Man stehe nicht mehr so leicht auf, man habe ein bisschen Schwierigkeiten beim Sitzen. "Der liebe Gott scheint sich bei mir für eine leichtere Form entschieden zu haben", sagte der Moderator. "Bislang komme ich sehr gut damit zurecht."

(ab)

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Die Bahn ist nicht pünktlich, auf den Autobahnen staut sich der Verkehr und auf dem Land gibt es oft keine Alternative zum Auto. Eine Verkehrswende muss her, auch um das Klima zu schützen. In diesem Punkt sind sich in Deutschland die meisten Menschen einig. Wenn es darum geht, wie diese Verkehrswende umgesetzt werden soll, gehen die Meinungen jedoch weit auseinander. "Auto oder Bahn, Tempo oder Limit – Steckt die Verkehrswende im Stau?", fragte Anne Will am Sonntagabend ihre Gäste in der gleichnamigen ARD-Talkshow.

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