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Die glücklichen Gewinner des Abends: Bong Joon-ho und Kwak Sin-ae. Bild: imago images/ Agencia EFE

Oscar-Sensation "Parasite"– Was ihr über den Film wissen solltet

Der südkoreanische Film "Parasite" war der Gewinner der diesjährigen Oscar-Verleihung, doch was macht den Film so besonders?

Bei seinem zweiten Oscar, für bestes originales Drehbuch, hatte Regisseur Bong Joon-ho schon mental mit der Veranstaltung abgeschlossen und war bereit seine Siege zu feiern.

Zu diesem Zeitpunkt wusste er noch nicht, dass er auch noch den Preis als bester Regisseur und den wohl wichtigsten Preis für den besten Film abräumen – und damit Oscar-Geschichte schreiben würde.

Doch worum geht es in "Parasite" überhaupt und warum wurde der Film von der Academy als derart brillant angesehen? Wir haben für euch fünf Dinge gesammelt, die ihr über den Film wissen solltet!

1. Worum geht es?

Beginnen wir von vorne, mit der Frage, was überhaupt die Geschichte des Films ist. "Parasite" handelt von der armen Familie Kim, die in einem Keller haust. Der Sohn schafft es durch Betrug, einen Job als Privatlehrer der reichen Familie Park zu ergattern und hilft nach und nach dem Rest der Kims, ebenfalls Anstellungen dort zu bekommen. Wie "Parasiten" befallen sie die reiche Familie und nutzen sie nach Strich und Faden aus.

Für alle Interessierten, hier der Trailer:

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Frau Park will nur das Beste für ihre Familie Video: YouTube/KinoCheck

2. Stilistisches Meisterwerk

Es deutet sich im Trailer schon an, aber sei dennoch gesagt: "Parasite" ist kein gewöhnlicher Hollywoodstreifen. Der Film ist sowohl auf Ebene der Geschichte, der Bildsprache als auch bei der filmischen Komposition ein echtes Meisterwerk.

Jeder Satz, jede Szene, jedes Bild ist detailliert ausgearbeitet und zeigt, dass der Film aus einem guten Grund so häufig ausgezeichnet wurde.

"Parasite" ist nicht nur spannend und voller Humor, sondern auch filmisch eine Wucht. Und es macht Spaß ihn anzusehen!

3. Nichts für schwache Nerven

Interessanterweise ist "Parasite" trotz des sozialkritischen Themas der Klassenunterschiede besonders zu Beginn sehr lustig.

Das sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Film ebenso zeitweise sehr brutal wird und einige Elemente des Horrorfilms nutzt. Genau wie Bong Joon-hos frühere Filme ist "Parasite" nichts für schwache Nerven – aber auch gerade dieser Genre-Mix aus schwarzer Komödie und Horror macht den Film so besonders!

4. Historischer Oscar-Gewinn

"Parasite" war nicht nur der Abräumer der 92. Oscarverleihung mit insgesamt vier Preisen: Der Film schrieb auch in mehrfacher Hinsicht Oscar-Geschichte! Zum einen gewann er den ersten "Academy Award for Best International Feature Film". Der Preis hieß vor diesem Jahr noch "Best Foreign Language Film". Die Academy begründete die Umbenennung wie folgt:

"[Der neue Name] repräsentiert diese Kategorie besser und verstärkt eine positive und inklusive Sicht des Filmemachens als universelle Erfahrung."

Auch mit dem neuen Namen war es außerdem das erste Mal, dass ein südkoreanischer Film in einer Oscar-Kategorie nominiert war.

Und nicht nur das: "Parasite" war zusätzlich in der regulären "Best Picture"-Kategorie nominiert und schaffte es, der erste nicht englischsprachige Gewinner überhaupt zu werden. Dazu kommt auch noch, dass Bong Joon-ho der erste asiatische Regisseur ist, der je die Preise für "Best Director", "Best Original Screenplay" und "Best Picture" für denselben Film verliehen bekommen hat.

5. Lohnt es sich?

Wir würden euch auf jeden Fall empfehlen, "Parasite" im Kino anschauen. Wenn euch diese Gründe noch nicht überzeugt haben, dann wird der Film es euch selbst im Kino beweisen!

Also frohes Schauen und kleiner Tipp am Rande: Schaut euch das Filmplakat nach dem Gucken noch einmal ein bisschen genauer an.

(ks)

Diese Filmdetails sind so schlau versteckt, selbst für Nerds

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