Luca Pfeiffer von Zweitliga-Aufsteiger Würzburger Kickers zieht weiter zu einem Champions-League-Vertreter.
Luca Pfeiffer von Zweitliga-Aufsteiger Würzburger Kickers zieht weiter zu einem Champions-League-Vertreter.
Bild: www.imago-images.de / Frank Scheuring

Eben noch Drittliga-Torjäger, jetzt spielt er Champions League gegen Jürgen Klopp

08.10.2020, 12:24

Mario Götze unterschreibt bei der PSV Eindhoven, Eric-Maxim Choupo-Moting beim FC Bayern; Werder lässt Davy Klaassen zu Ajax Amsterdam ziehen, Arminia Bielefeld leiht Arne Maier, den Kapitän der deutschen U21-Nationalelf, von Hertha BSC aus. – Auch in diesem Sommer gab es wieder einige Spielerwechsel, bei denen du dir sicher die Augen gerieben hast und dachtest:

WAS!? DER spielt jetzt DORT? Kraaaass.

Ein Wechsel, den du vor lauter prominenter Vereins- und Spielernamen wahrscheinlich verpasst hast, der aber ebenso augenreibungswürdig ist, ist der von Luca Pfeiffer von Würzburg nach Midtjylland.

Luca wer? Midtjy-was? Okay, warte. Der Reihe nach.

Der gebürtige Bad Mergentheimer spielte als Jugendlicher für die U17 der TSG Hoffenheim, dann ging's zum FSV Hollenbach, zu den Stuttgarter Kickers und schließlich über Paderborn und Osnabrück nach Würzburg. Jetzt will Pfeiffer in der Champions League angreifen.
Der gebürtige Bad Mergentheimer spielte als Jugendlicher für die U17 der TSG Hoffenheim, dann ging's zum FSV Hollenbach, zu den Stuttgarter Kickers und schließlich über Paderborn und Osnabrück nach Würzburg. Jetzt will Pfeiffer in der Champions League angreifen.
Bild: www.imago-images.de / nordphoto

Bisher ist der 24-jährige Stürmer mit den drei Fs im Nachnamen ("eins vorm Ei, zwei hinterm Ei") im deutschen Profifußball noch nicht groß in Erscheinung getreten – trotz seiner Länge von 1,96 Metern. Doch vergangene Saison in der 3. Liga sollte sich das ändern: Da schaffte es Luca Pfeiffer mit 15 Treffern und acht Vorlagen in die Top Ten der Drittligatorjäger, er leistete damit einen großen Teil am Aufstieg der Würzburger Kickers.

Eine Etage höher, in der 2. Bundesliga, hatte es für Pfeiffer an den ersten beiden Spieltagen zwar noch nicht mit einem Tor geklappt. Trotzdem machte sich der Sturmtank am Wochenende des dritten Spieltags, während seine Würzburger Teamkollegen gegen Greuther Fürth spielten, auf den Weg nach Dänemark, um dort Vertragsgespräche mit dem FC Midtjylland zu führen. 23 Drittliga-Scorerpunkte und Pfeiffers Physis scheinen bei den Jütländern Eindruck genug gemacht zu haben.

Champions League: Luca Pfeiffer wechselt aus Würzburg zum FC Midtjylland

Am Montag kam dann die offizielle Bestätigung: Luca Pfeiffer wechselt in die dänische Superligaen zum amtierenden dänischen Meister. Laut "Transfermarkt" hat der Fusionsklub, der in der jetzigen Form erst seit 1999 existiert, 1,5 Millionen Euro, also das fünffache des Pfeiffer'schen Marktwerts, nach Würzburg überwiesen.

Der FC Midtjylland rüstet sich für die anstehende Champions-League-Saison, der Klub trifft in der Gruppe D auf Jürgen Klopps FC Liverpool, Ajax Amsterdam und Atalanta Bergamo.

"Es wird eine aufregende Saison mit vielen coolen Spielen. Es versteht sich von selbst, dass es große Partien sind, wenn man sich in der Gruppenphase der Champions League befindet. Ich freue mich darauf, den Fans zu zeigen, was ich auf dem Platz kann", sagte Pfeiffer in einer offiziellen Mitteilung der Würzburger Kickers.

Die Bayern wollten Pfeiffer, der erst im vergangenen Sommer vom VfL Osnabrück gekommen war, "bei seiner weiteren sportlichen Entwicklung keine Steine in den Weg legen", sagte Kickers-Vorstandsvorsitzender Daniel Sauer: "Luca hat bei unserem Verein einen großen Schritt gemacht und das Interesse vieler Klubs geweckt. Nachdem das Angebot eines Champions-League-Vertreters bei uns reingekommen war, haben wir die Situation gemeinsam besprochen."

(as)

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