Karin Ritter wurde 27 Jahre lang von "Stern TV" begleitet.
Karin Ritter wurde 27 Jahre lang von "Stern TV" begleitet.
Bild: Stern TV/RTL

Beim letzten Treffen mit RTL vor ihrem Tod klagte Karin Ritter: "Ich habe Schmerzen"

04.02.2021, 15:22

Am Wochenende überraschte die Meldung von Karin Ritters Tod. Das Oberhaupt der Nazifamilie Ritter, wie die Familie in den Medien meist nur genannt wurde, war durch die Sendung "Stern TV" zu trauriger Berühmtheit gelangt. Die Familie wurde seit 1994 regelmäßig von einem Kamerateam für "Stern TV" begleitet, dabei wurden die Zuschauer immer wieder Zeuge, wie Karin Ritter und ihre Söhne unverhohlen gegen Migranten hetzten. Am Mittwochabend waren die Ritters erneut Thema in der Sendung von Moderator Steffen Hallaschka.

Karin Ritter "hätte vermutlich nicht mal zu Lebzeiten bestritten, dass man sie zurecht die Nazi-Oma nennt", beginnt Steffen Hallschka. Man solle nichts Schlechtes über Verstorbene sagen, aber das falle bei den Ritters mehr als schwer, so der Moderator weiter.

Drei Monate vor ihrem Tod, im Oktober 2020, war "Stern TV" ein letztes Mal zu Besuch bei Karin Ritter. Damals war sie bereits gesundheitlich angeschlagen. Auf die Frage, wie es ihr gehe, erklärte sie: "Nicht gut. Schmerzen in der Lunge." Sie berichtete damals, sie sei untersucht worden und habe nun einen Krankenschein.

Karin Ritter starb vergangenes Wochenende.
Karin Ritter starb vergangenes Wochenende.

Karin Ritter noch kurz vor dem Tod zu Geldstrafe verurteilt

Dank diesem musste sie im Oktober auch nicht vor Gericht erscheinen, wo sie sich eigentlich wegen Beleidigung und Körperverletzung verantworten musste. Das Urteil wurde auch ohne ihre Anwesenheit gefällt: 2900 Euro sollte Ritter zahlen. Ihr Kommentar damals, als sie vor der Kamera auf die Geldstrafe angesprochen wurde: "Ach du Scheiße! Herrlich. Frage mich, wie ich das bezahlen soll."

"Ach du Scheiße! Herrlich. Frage mich, wie ich das bezahlen soll."

Doch die Geldstrafe schien ihr kleinstes Problem zu sein. Karin Ritter hatte schon länger Probleme mit der Lunge, rauchte enorm viel. Die Ärzte rieten ihr dringend aufzuhören, doch davon wollte Karin Ritter nichts wissen. "Wenn ich nachher unter der Erde liege, kriege ich keine Zigaretten mehr, also muss ich weiter rauchen", erklärte sie dem Kamerateam.

Karin Ritter wollte von Krebserkrankung nichts wissen

Aufhören käme für sie nicht infrage. "Nee schaff ich nicht. Ich rauche seit meinem 14. Lebensjahr", schmetterte sie solche Überlegungen direkt ab. Wie viel sie am Tag rauche, wisse sie gar nicht, aber ihr Credo lautete: "Lieber eine mehr, als zwei nicht."

Eine Freundin von Karin Ritter berichtete in "Stern TV" nach ihrem Tod außerdem, die Ärzte hätten immer wieder gesagt, Karin Ritter müsse ins Krankenhaus, sie hätte Krebs. Doch das habe Ritter "nicht wahrgenommen".

Woran genau Karin Ritter starb, ist weiterhin unklar, ob die Ursache jemals geklärt wird ebenfalls. Normalerweise findet eine Obduktion nur bei Straftatverdacht statt. Im Falle Karin Ritter liegt solch ein Verdacht jedoch nicht vor, wie eine Polizeisprecherin der "Bild" kürzlich sagte: "Es gibt keinen Hinweis auf eine Straftat beziehungsweise auf Einfluss Dritter." Eine Obduktion ist damit wohl ausgeschlossen und die konkrete Todesursache könnte für immer ungeklärt bleiben.

(jei)

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