Ein Leichenwagen fährt auf das Gelände der Klinik in Potsdam.
Ein Leichenwagen fährt auf das Gelände der Klinik in Potsdam.
Bild: dpa / Cevin Dettlaff

Nach Gewalttat in Potsdam: Tatverdächtige in Psychiatrie eingewiesen

29.04.2021, 15:0229.04.2021, 17:40

Nach dem Tötungsdelikt an vier Bewohnern einer Potsdamer Behinderteneinrichtung hat das Amtsgericht Potsdam die 51-jährige Tatverdächtige in die Psychiatrie eingewiesen. Die Haftrichterin habe die einstweilige Unterbringung der Bediensteten des Wohnheims im Maßregelvollzug der Asklepios-Klinik in Brandenburg/Havel angeordnet, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Wilfried Lehmann am Donnerstag. Die Richterin habe dringende Gründe für eine eingeschränkte oder vollständige Schuldunfähigkeit der Beschuldigten erkannt. Die Staatsanwaltschaft hatte Haftbefehl wegen Totschlags beantragt.

Einzelheiten zu den Abläufen und den möglichen Hintergründen des Verbrechens in der brandenburgischen Landeshauptstadt nannte die Staatsanwaltschaft weiterhin nicht. "Wir stehen noch ganz am Anfang der Ermittlungen", sagte Lehmann. Die Nennung von Details könne Täterwissen offenbaren und damit die Ermittlungen gefährden.

Die Frau soll am Mittwochabend in einer Wohneinrichtung für Menschen mit verschiedenen Behinderungen vier teils langjährige Bewohner getötet haben. "Schwere, äußere Gewaltanwendung", so beschreibt die Polizei die Todesursache. Ein weiterer Bewohner wurde schwer verletzt.

(pas/afp/dpa)

Hagener Synagoge: Ermittlungen gegen 16-Jährigen gehen weiter

Er soll sich mit einem IS-Terroristen über das Bauen von Bomben ausgetauscht haben. Einen islamistischen Anschlagsplan auf die Synagoge in Hagen bestreitet er aber. Die Ermittler müssen nun entscheiden, ob der festgenommene 16-jährige Syrer frei kommt.

Im Fall der mutmaßlichen Anschlagspläne auf die Synagoge in Hagen prüfen die Ermittler weiter, ob ein dringender Tatverdacht gegen den festgenommenen 16-Jährigen vorliegt. Davon hängt ab, ob gegen den jugendlichen Syrer ein Haftbefehl beantragt und er einem Richter vorgeführt wird, oder er noch am Freitag freigelassen werden muss, sagte ein Sprecher der Düsseldorfer Generalstaatsanwaltschaft. Weder der Jugendliche, noch seine Familienangehörigen seien dem Staatsschutz zuvor als …

Artikel lesen
Link zum Artikel