Der zweimalige Weltmeister kämpft bei der Fußball-WM in Frankreich zwischen dem 7. Juni und dem 7. Juli um den dritten Stern.
Der zweimalige Weltmeister kämpft bei der Fußball-WM in Frankreich zwischen dem 7. Juni und dem 7. Juli um den dritten Stern.Bild: www.imago-images.de

"Pferdeschwänze statt Eier" – Frauen-Nationalteam mit großartiger Werbung

17.05.2019, 08:52

Würdest du Alexandra Popp, Melanie Leupolz und Dzsenifer Marozsán auf der Straße erkennen? Wohl kaum. Das wissen die drei auch. "Weißt du eigentlich, wie ich heiße?", fragt Popp am Anfang des 90-sekündigen Werbevideos der Commerzbank. Der Spot mit den Spielerinnen des deutschen Nationalteams der Frauen spielt genau mit dieser Unwissenheit und ist eine provokante Reise durch den Alltag im deutschen Frauenfußball.

Zuschauer hatte der Spot viele: Erstmals ausgestrahlt wurde das Video am Dienstagabend vor der Tagesschau. Auf Youtube sammelte der Clip auch schon über 200.000 Klicks.

"Wir spielen für eine Nation, die unseren Namen nicht kennt", heißt es weiter. Neben der aktuellen Unwissenheit und Ignoranz von so manchem Fan klären die Spielerinnen auch über die sexistische Vergangenheit im Frauenfußball auf. So auch das Kaffeeservice-Gate: Zum Gewinn des EM-Titels 1989 schenkte der DFB den deutschen Fußball-Frauen als Prämie ein Kaffeeservice.

"Seit es uns gibt, treten wir nicht nur gegen Gegner an, sondern gegen Vorurteile", heißt es in dem Video und dabei wurden zahlreiche Kommentare aus sozialen Medien mit Beleidigungen und Klischees eingeblendet. Die humoristische Antwort der Spielerinnen: "Aber weißt du was? Wir brauchen keine Eier, wir haben Pferdeschwänze!"

"Die Frauen gehen ironisch mit Vorurteilen gegen Frauenfußball um. Überraschend, selbstbewusst und immer mit einem Augenzwinkern und Lächeln", heißt es in einer Pressemitteilung der Bank.

Die Reaktionen auf Twitter waren dementsprechend positiv: "Bin hin und weg und der Klarheit und doch irgendwie subtilen Präzision der Aussagen", schreibt ein User. "Voll auf die Zwölf – echt stark und ein wenig bin ich (positiv) überrascht, dass der @DFB das tatsächlich freigegeben hat!", schrieb ein User über den Verband, dessen 19-köpfiges Präsidium aus 18 Männern und nur einer Frau besteht.

(bn)

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