Wieder war's nix mit der Meisterschaft: Marco Reus, Sturmführer und Kapitän von Borussia Dortmund.
Wieder war's nix mit der Meisterschaft: Marco Reus, Sturmführer und Kapitän von Borussia Dortmund.
bild: imago sportfotodienst
Meinung

Warum Marco Reus den Meistertitel so sehr verdient gehabt hätte

18.05.2019, 17:4118.05.2019, 17:45

Marco Reus, der Unvollendete. Der Kapitän von Borussia Dortmund spielte die beste Saison seiner bisherigen Karriere. Nicht nur sportlich, sondern er stellte auch seine Führungsqualitäten eindrucksvoll unter Beweis.

Und doch wurde es wieder nichts mit der Meisterschaft. Der Nationalstürmer wartet weiter auf den ersten Bundesligatitel seiner Karriere. Wir finden: Wenn einer die Meisterschaft verdient gehabt hätte, dann Marco Reus.

Reus ist auch in dieser Saison nicht Meister...
Reus ist auch in dieser Saison nicht Meister...
Bild: reuters

In der Hinrunde, als der BVB nur ein Spiel verlor, war Marco Reus das Gesicht des Dortmunder Erfolgs. Doch dann verlor der BVB Marco Reus. Sieben Mal fiel der 29-jährige Nationalstürmer in der Rückrunde aus , aufgrund von Verletzungen, Sperren und der Geburt seiner Tochter. Von seinen insgesamt 27 Scorerpunkten in 27 Spielen (17 Tore, zehn Assists) hat Reus in der Rückrunden lediglich neun beisteuern können.

Dortmund hat in den Spielen, als Marco Reus fehlte, zwar kein Spiel verloren. Dennoch spielte der BVB in drei Rückrundenpartien ohne Reus dreimal Unentschieden, verlor wichtige Punkte, unter anderem gegen den 1. FC Nürnberg. Der Offensivmann geriet wegen seiner Ausfallzeiten aus dem Tritt – wie so oft in seiner Karriere. Ein fitter Reus hätte Dortmund in der Rückrunde zur Meisterschaft geführt. Nicht nur mit seinen Toren und Vorlagen, sondern auch mit seinem Willen, seiner Art voranzugehen.

WM 2018: Ein enttäuschter Marco Reus bei seinem ersten großen Turnier. Unfassbar, dass so ein Spieler erst 39 Länderspiele auf dem Buckel hat.
WM 2018: Ein enttäuschter Marco Reus bei seinem ersten großen Turnier. Unfassbar, dass so ein Spieler erst 39 Länderspiele auf dem Buckel hat.
Bild: imago/Matthias Koch

Aber Reus und die Fitness, das ist eine Geschichte für sich. Seine Verletzungshistorie ist verheerend, zieht sich wie ein roter Faden durch seine Karriere. Er verpasste nicht nur die WM 2014 (und damit auch den WM-Titel), sondern auch die Europameisterschaft 2012 in Frankreich. Reus kam nach jeder Verletzung mit Weltklasse-Leistungen zurück. Bis es ihn wieder erwischte. Bis heute hat Marco Reus erst einen Titel gewonnen, den DFB-Pokal 2017 mit Borussia Dortmund.

Bild: imago/Norbert Schmidt

Zum letzten Saisonspiel durfte Reus nach seiner Rotsperre aus dem Revierderby wieder auf den Platz. Gegen seinen Ex-Club Mönchengladbach erzielte der gebürtige Dortmunder das 2:0, schoss seinen BVB damit zum Sieg – aber nicht zum größten Erfolg seiner Karriere. Denn die Schale holten zum siebten Mal in Folge die Bayern.

Ja, Marco Reus wird bald die magische 30 erreichen. Für Fußballer gilt das als alt. Viele beste Saisons seiner Karriere wird er nicht mehr erleben. Aber umso mehr wünschen wir dir, Marco Reus, dass du die Meisterschale in Zukunft auch nochmal in die Höhe stemmen darfst.

Gelber Fleck auf blauem Grund – mutige BVB-Fans auf Schalke

1 / 9
Gelber Fleck auf blauem Grund – mutige BVB-Fans auf Schalke
quelle: imago sportfotodienst / imago sportfotodienst
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

"Was kostet die Welt, Digger!"

Analyse

Erster Sieg, erste Trophäe – "Der Titel ist eine Belohnung für die letzte Saison": Nach holpriger Vorbereitung startet die Nagelsmann-Ära beim FC Bayern erfolgreich

Vor 43 Tagen, am 7. Juli, begann die Ära Julian Nagelsmann beim FC Bayern München. Mit einem Lacher. Auf seiner Antritts-Pressekonferenz wurde er auf die Vertragslaufzeit von fünf Jahren angesprochen. Cool und lachend antwortete der 34-Jährige: "Das bedeutet mir sehr viel, für ein Jahr wäre ich nicht gekommen. Das sind Vorschusslorbeeren, dem möchte ich gerecht werden. Es gibt einem das Gefühl, liefern zu müssen."

Und auch Sport-Vorstand Hasan Salihamidžić war total begeistert bei der …

Artikel lesen
Link zum Artikel