Bild

Shirin David zeigte sich bei "Kinder fragen Rapper" ungewohnt schüchtern und aufgeregt. Bild: Screenshot / ProSieben

"Was ist eine Hoe?": In diesem Interview wurde Rapperin Shirin David kurz rot

Mit Shirin David stellte sich die erste Rapperin dem Kinder-Interview-Format bei "Late Night Berlin" mit Moderator Klaas Heufer-Umlauf. In unregelmäßigen Abständen werden für die Show-Kategorie "Kinder fragen Rapper" Hip-Hop-Stars eingeladen, die dann von den Nachwuchs-Interviewern Pauline und Romeo ausgefragt werden. Und dabei kann es in der ProSieben-Sendung auch mal ziemlich ungemütlich für die Rapper werden, wenn sie sich mit den Kleinen beispielsweise ihre eigenen Musikvideos anschauen und dabei Nachfragen zu Drogenkonsum oder nicht ganz jugendfreien Texten bekommen.

Die Liste der Interview-Partner wird für Romeo und Pauline immer länger: Unter anderem Sido, Capital Bra und Yung Hurn nahmen schon auf den winzigen Stühlen in ihrem Kinderzimmer-Studio Platz. Eindeutig fehlte bislang eine weibliche Größe aus dem Business – diese Lücke füllte nun also Shirin. Auch durch ihre Texte gab es viel Fragebedarf auf Seiten der Kids, aber die 26-Jährige gab sich alle Mühe, die Neugierde ihrer Interview-Partner zu stillen.

Schnell geht es im Shirin-Interview auf ProSieben um Hoes

Shirin gab gleich zu, dass sie wegen des Interviews ziemlich aufgeregt sei – ganz ungewohnte Töne für die sonst sehr selbstbewusste Künstlerin. Direkt zu Beginn ging es auch schon ans Eingemachte: Pauline fragte, was denn eine Hoe sei und spielte damit auf den Titel ihrer Single "Hoes Up G's Down" an.

Nach kurzer Bedenkzeit antwortete Shirin schließlich: "Das sind meistens Frauen, die einfach sehr selbstbestimmt leben, egal, in welcher Richtung. Wir als Frauen, die zum Beispiel eine Hoe genannt werden, nehmen uns diesen Begriff zurück und machen daraus etwas Positives." Damit umschrieb sie recht kinderfreundlich, was es damit auf sich hat, ließ wohl aber auch bewusst weg, dass "Hoe" zu deutsch "Schlampe" bedeutet.

Vielmehr legte Shirin Wert darauf, zu erläutern, dass die herablassende Bezeichnung nun von Frauen selbst aufgenommen und als Selbstbezeichnung positiv umgedeutet wird. Die Rapperin fügte an:

"Wir sagen Hoes up und die Gs, also die ganzen Gangster, die auf heftig machen, die sollen sich mal ein bisschen hinsetzen. Und jetzt sind wir dran."

Romeo wollte anschließend wissen, ob er denn auch ein G. sei – "definitiv", befand Shirin mit einem Grinsen. Hinterher war das Musikvideo zu "Hoes Up G's Down" dran. Zur Erinnerung: Als Shirin den Clip im vergangenen Jahr während des Lockdowns drehte, folgte ein großangelegter Polizeieinsatz. Immerhin filmte sie das Video mit etlichen Statisten ohne Abstandsregeln und Mund-Nasen-Schutz in Party-ähnlicher Stimmung.

Pauline fragte neugierig, ob sie auch mal zu so einer Party kommen dürfe. "Dann würde ich definitiv eine Party wählen, die ein bisschen ruhiger ist, vielleicht auch ohne Alkohol und ohne so Erwachsenensachen", wiegelte Shirin ab – was genau sie mit "Erwachsenensachen" meinte, blieb ungeklärt. Immerhin wollte das Mädchen das anscheinend auch gar nicht genauer wissen.

Bild

Shirin David erklärte kurzzeitig etwas zurückhaltend, was Hoes und Bubble Butts sind. Bild: Screenshot / ProSieben

Bubble Butts und sündhaft teure Uhren

Aber auch Romeo legte mit interessanten Fragen nach. So wollte er von der ehemaligen Youtuberin wissen, was denn ein Bubble Butt sei: "Ein Bubble Butt ist einfach ein sehr großer Po", erklärte die Rapperin ruhig. Daraufhin machte sich ein wenig Enttäuschung bei den Kids breit, immerhin hatten sie schon gehofft, das habe etwas mit Kaugummi zu tun.

Anschließend ging es um Shirins Luxusgegenstände – was war denn das Teuerste, das sie sich je gekauft hat? Wie aus der Pistole geschossen wusste sie darauf eine Antwort: eine Uhr. Und auch wie kostspielig der goldene Chronometer war, ließ sie sich entlocken:

"47.000 Euro? Ja, das war sehr viel Geld. Und das für eine Uhr."

Auf die Nachfrage, was so eine teure Uhr denn Besonderes könne, wurde die gebürtige Hamburgerin dann auch etwas wortkarg: "Die Uhr kann vor allem glitzern... ganz schön aussehen... und die Uhrzeit zeigen." Die Kids gaben sich damit allerdings zufrieden – wahrscheinlich auch, weil Romeo seine Uhr gegen Shirins eintauschen durfte und sie sich direkt umband.

Bild

Shirin David zeigte den Kids ihre 47.000-Euro-Uhr. Bild: Screenshot / ProSieben

Am liebsten hätte er das Schmuckstück behalten, doch da musste die "Brillis"-Interpretin ihn allerdings enttäuschen. Immerhin ausleihen durfte der Schüler die Uhr: "Das reicht mir", zeigte er sich genügsam.

Shirin mit Seitenhieb gegen die Presse

Im Vorfeld zur Ausstrahlung von "Kinder fragen Rapper" stellte Shirin auch klar, dass sie vor den Kids ganz besondere Ehrfurcht besitzt – und dass sie diese ansonsten bei Journalisten eher verloren habe. In ihrer Instagram-Story schrieb sie provokant: "Pauline und Romeo sind wahrscheinlich die einzigen Journalisten, die ich vollauf respektiere (wohl auch die einzigen, vor denen ich ein bisschen Angst hatte)."

Spannend wird es am kommenden Sonntag auf ihrem Youtube-Kanal: In einer Bauchbinde bei "Late Night Berlin" wurde auf den Termin verwiesen. Vielleicht können sich die Fans auf neue Musik von Shirin freuen, immerhin seien die Arbeiten an ihrem neuen Album schon so gut wie abgeschlossen, wie sie kürzlich auf Social Media verkündete.

(cfl)