Krawalle in Chemnitz
Sachsenpokal, Halbfinale 24.04.2019, Chemnitz, Stadion an der Gellertstrasse, Fussball, Sachsenpokal, Halbfinale Chemnitzer FC vs. 1. FC Lok Leipzig CFC-Mannschaft jubelt in der Fankurve Chemnitz Sachsen BRD *** Sachsenpokal Semifinals 24 04 2019 Chemnitz Stadium at the Gellertstrasse Soccer Cup Sachsenpokal Semifinals Chemnitzer FC vs. 1 FC Lok Leipzig CFC Team cheers in the fan curve Chemnitz Saxony BRD

Erstmals zum Einsatz kamen die Jerseys am Mittwoch im Halbfinale des Sachsenpokals gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig. Der CFC gewann 10:9 im Elfmeterschießen. Bild: imago/Harry Haertel

"Farbe bekennen" – Chemnitzer FC irritiert mit neuer Trikotbotschaft

Der Chemnitzer FC will mit einem Slogan auf dem Trikot ein weiteres Zeichen gegen Rassismus setzen. Viele Fans finden: Die Botschaft ist zwar gut gemeint, aber auch ziemlich uneindeutig.

Bis zum Saisonende wird der Tabellenführer der Regionalliga Nordost auf seinen Heimtrikots das Statement "Farbe bekennen: Himmelblau – jetzt!" auf der Brust tragen.

Der wegen Trauerbekundungen für einen verstorbenen, mutmaßlich rechtsradikalen in Verruf geratene Club will die getragenen Trikots zu Gunsten einer gemeinnützigen Organisation versteigern.

Im März hatte man im Chemnitzer Stadion dem verstorbenen und mutmaßlich rechtsradikalen Fan Thomas H. beim Liga-Spiel gegen VSG Altglienicke (4:4) mit einer Pyro-Show, Banner und einer Gedenkminute gedacht. Der Club hatte sich im Nachgang an die Vorkommnisse von mehreren Mitarbeitern getrennt, auch der Sicherheitsdienst wurde ausgetauscht.

Der Chemnitzer FC und seine Partner stünden für die Werte des Grundgesetzes und Weltoffenheit.

Geschäftsführer Thomas Sobotzik sagte:

"Die Brust des Trikots ist der wertvollste Ort für eine Botschaft. Dort ist sie sichtbar – auch für die Minderheit, die sie vielleicht nicht sehen will."

Fußballfans kritisieren den Club aber für die in ihren Augen halbherzige Botschaft:

"Welche klare Botschaft?"

"Durchschaubarer Versuch, sich vom Rassismus reinzuwaschen"

Dieser Fan liefert positive Gegenbeispiele:

"Schwamm drüber"?

"'Nein zu Rassismus' wäre eine klare Botschaft"

Für ein Statement zu diesen kritischen Stimmen war der Verein am Donnerstagvormittag leider noch nicht zu erreichen.

(as/sid)

#wirsindmehr – die Bilder des Konzerts

"Was kostet die Welt, Digger!"

Play Icon
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

"Man kann ihn nur mit 10 Bananen stoppen" – nächster Rassismus-Skandal um Lukaku

Italiens Fußball hat seinen nächsten Rassismus-Skandal – und wieder trifft es den neuen Inter-Stürmer Romelu Lukaku. Dem Belgier versuchten vor zwei Wochen sogar die eigenen Fans klarzumachen, dass Affenlaute nicht rassistisch seien.

Diesmal waren es jedoch nicht die Fans, sondern ein TV-Experte, der für den Eklat sorgte. Luciano Passirani sagte in der Sendung "QSVS" (Qui Studio a Voi Stadio) auf dem Milan-nahen TV-Sender "Telelombardia" über Romelu Lukaku, dass dieser bloß gestoppt werden …

Artikel lesen
Link zum Artikel