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Bild: images / foto2press

5 Dinge, die Männer im Fußball von den Frauen lernen können

Nach zwei Siegen in den ersten zwei Gruppenspielen steht die deutsche Nationalmannschaft der Damen vorzeitig im Achtelfinale der WM in Frankreich. Und die WM ist jetzt schon ein Quotenrenner: Am Mittwoch verfolgten im Schnitt 6,15 Millionen Zuschauer im ZDF den 1:0-Sieg des deutschen Teams gegen Spanien, der Marktanteil lag bei starken 29,4 Prozent.

Die Fußballfans, die sonst nur beim Männerfußball einschalten, dürften dabei übrigens einige neuen Dinge kennengelernt haben – obwohl wir hier vom gleichen Sport sprechen.

Nein, wir sprechen nicht über die elendigen Vergleiche in der Physis zwischen Männer- und Frauenfußball wie Schnelligkeit oder Dynamik. "Ich finde diese Vergleiche echt blöd", sagte Nationalspielerin Kathrin Hendrich noch vor dem Turnier in einem Interview mit watson.

Wir sprechen über die charakterlichen Unterschiede. Und da müssen die Männer noch sehr viel von den Frauen lernen.

Weniger Gemotze

Fouls gab es bei dieser WM schon einige. ZDF-Kommentatorin Claudia Neumann zog sogar schon das Vor-Fazit, dass es jetzt schon ein Problem mit Tritten gebe. Und tatsächlich gibt es viele kleine Fouls – wie es eben im Fußball immer so ist. Was aber auffällt: Die Spielerinnen motzen fast gar nicht. Nach einer Entscheidung geht es meist sofort weiter. Fans, die sonst Herrenfußball schauen, dürfte das überraschen. Denn sie kennen das von den Profis bis in den Amateurbereich mittlerweile nicht mehr anders: Es wird nicht nur gemotzt, so manch ein Schiedsrichter kassiert auch mal Prügel.

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Bild: imago images / ActionPictures

Hendrich dazu im watson-Interview: "Bei den Männern wird viel mehr diskutiert und es gibt mehr Theater, um etwa Freistöße zu bekommen. Beim Frauenfußball wird das einfach hingenommen. Vielleicht liegt es daran, dass wir Frauen wissen, dass es nichts bringt zu diskutieren und die Entscheidung getroffen wurde – und die Männer nicht."

Daher, liebe Männer, schaut mal vorbei bei den Frauen und nehmt euch ein Beispiel.

Weniger Schwalben

Genau wie beim Motzen ist es mit den Schwalben. Diese Unart hat sich bei den Männer auch durch den Videobeweis nicht unbedingt gebessert. Noch immer werden kleine Berührungen zu Knockout-Schlägen herbei geschauspielert und jeder noch so kleine Schubser provoziert einen sterbenden Schwan.

Bei den Frauen ist das anders. Kaum Schauspielerei und nur wenige Schwalben gibt es bei dieser WM. Davon können sich die Männer eine Scheibe von abschneiden.

Größerer Teamgedanke

Es mag nur so wirken, doch in sehr vielen Spielen dieser WM steht der Teamgedanke ganz weit oben. Immer wieder suchen die Spielerinnen nach ihren Kolleginnen, um Situationen spielerisch und als Team zu lösen. Immer wieder werden Zusammenspiele bemüht. Es gibt kaum Ego-Aktionen. Bei Toren stürmten mehr als elf Spielerinnen zur Torschützin, auch sonst jubelt und trauert man in den Teams zusammen. Von Star-Allüren ist noch nicht viel zu sehen.

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Bild: imago images / jan huebner

Bei einigen Stars aus dem Männerbereich spielen die eigenen Interessen eine wesentlich größere Rolle. Es gibt auch bei den Männern den unbedingten Willen als Team so ein Spiel zu gewinnen, doch manchmal scheint das eigene Tor, das eigene Dribbling, der geniale Pass wichtiger zu sein.

Nahbarkeit der Spielerinnen

Bei jedem Tor und vor jedem Spiel ist allen Spielerinnen anzumerken, wie wichtig ihnen dieses Turnier ist. Für die meisten Spielerinnen sind solche großen Arenen und mehrere Tausend Zuschauer ein Highlight, das sie während der Saison (oder in ihrer ganzen Karriere) praktisch nie erleben. Und das ist wunderschön, denn die Spielerinnen sind noch so nahbar, offen und so gar nicht abgehoben.

Anders die Männer: Die werden mitunter bei jedem Gang zum Bäcker erkannt, doch dadurch sind sie einfach sehr weit weg von den Fans. Das Rad lässt sich sicherlich nicht zurückdrehen und wären die Frauen Weltstars, dann wären auch sie anders drauf, doch trotzdem könnten sich die Männer ein wenig dieser offenen Art antrainieren.

Offenere Interviews

Einen weiteren Vorteil hat die sonst fehlende Aufmerksamkeit bei den Interviews. Diese sind nicht so aalglatt, wie die der Herren. Während die Männer Angst haben, dass jeder Halbsatz am nächsten Tag von der Öffentlichkeit zerrissen wird, hauen die Damen so manche klare und offene Ansage raus. Ein Beispiel gefällig? Wieder Kathrin Hendrich: "Frauen sind im Fußball deutlich härter im Nehmen als Männer." Noch so eine Sache, liebe Männer.

(bn)

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