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Big farm tractor tilling dusty Springtime fields, aerial view.

Die Landwirtschaft ist weltweit für 25 Prozent aller Treibhausgase verantwortlich. Bild: E+ / JamesBrey

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Hoffnung fürs Klima? Steinstaub auf Feldern soll CO2 aus der Luft holen

Trotz aller Bemühungen, unsere Emissionen zu senken, stoßen wir noch immer viel zu viel Treibhausgase aus – 2018 waren es in Deutschland rund 858 Millionen Tonnen. Die unvermeidbare Folge: Die Erde heizt sich auf und der Klimawandel schreitet immer weiter voran. Wie praktisch wäre es da, wenn wir das CO2, das wir ausgestoßen haben, wieder aus der Atmosphäre holen könnten.

Forscher der Columbia University wollen genau das möglich machen – mit Steinstaub. Im Fachmagazin "Nature" schreiben sie, dass Steinstaub große Mengen des Treibhausgases CO2 aus der Luft binden kann, wenn es auf Äckern verteilt wird. Er erzeugt dabei also sogenannte negative Emissionen.

Wie ist das möglich? Die Lösung liegt in den natürlichen Eigenschaften von Basaltgestein, das beim Verwittern Karbonate bildet und dabei CO2 bindet. Schneller geht das, wenn die Steine zerkleinert oder beispielsweise auf einem Feld erhöhter Witterung ausgesetzt werden. Enhanced Rock Weathering nennen das die Forscher. Zwei Milliarden Tonnen CO2 ließen sich im Jahr einsparen, wenn man diese Methode großflächig anwenden würde, rechnen die Wissenschaftler vor.

Basalt könnte Fruchtbarkeit erhöhen

Neue Mienen müssten übrigens wohl nicht erschlossen werden, um den klimafreundlichen Steinstaub abzubauen. Denn Basalt ist eines der am häufigsten vorkommenden Gesteine der Welt und entsteht bei der Zement- und Stahlproduktion als Abfallprodukt. Würde es zur CO2-Bindung auf Feldern eingesetzt, hätte das im Gegensatz zur CO2-Bindung durch Aufforstung zudem den Vorteil, dass kein zusätzliches Land benötigt würde. Der Basalt könnte sogar die Bodenqualität und Fruchtbarkeit des Landes verbessern, auf dem er ausgelegt wird, schreiben die Wissenschaftler.

Doch die Sache hat auch einen Haken: Damit daraus ein messbarer Effekt fürs Klima resultiert, müssten enorm viele Flächen mit dem Basaltgestein behandelt werden.

Langfristig könnte sich das dennoch lohnen, schließlich stößt die Landwirtschaft derzeit weltweit etwa 25 Prozent aller Treibhausgase aus, der Großteil durch die Tierhaltung. Der Studie zufolge könnte mit dem Basalt fast ein Viertel dieser Emissionen eingespart werden.

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(ftk)

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