Bild: iStockphoto
Meinung

Mit diesem Weihnachts-Programm werden die Kinos sich kaum retten können

23.12.2018, 08:57

Vermutlich hat der Herr der Ringe für viele von uns etwas mit Tradition zu tun. Pünktlich zu Weihnachten lockte er uns über Jahre hinweg immer wieder ins Kino. Und irgendwann gehörte es dazu: Weihnachten ohne unsere Freunde, Popcorn und Orks-Schlachten? Das würde die Stimmung doch ziemlich trüben.

Die Kinobetreiber führen im Rest des Jahres ein eher schwieriges Leben. So war es auch 2018. Dieses Weihnachten wollen sie den Negativ-Trend stoppen.

Aber es gibt ein Problem. Vielleicht ist es dem ein oder anderen aufgefallen: Dieses Jahr gibt es keine wirklichen Kino-Kracher? Keine Jedi-Ritter, keine Hobbits, sogar der coole neue Spiderman lief schon vorher.

Nein, diesmal heißen die Filme "Mary Poppins' Rückkehr", "Aquaman" oder die verfilmte Kindheitsgeschichte von Hape Kerkeling. Klappt nicht so richtig. Erseres ist ein Kinderfilm, zweiteres kommt aus einer Reihe ziemlich bescheidener DC-Filme. Und Kerkelings Kindheit...Na ja.

Dabei sind die Kinos in einer schlechten Lage.

Im ersten Halbjahr 2018 gab es ein zweistelliges Besucherminus in den Kinos. "Der Besucherrückgang konnte im zweiten Halbjahr nicht aufgeholt werden", sagte der Betreiber der Astor-Film-Lounges, Hans-Joachim Flebbe, in Hamburg der Deutschen Presse-Agentur.

  • Die Schwelle von 100 Millionen Besuchern werde voraussichtlich nicht erreicht.
  • In den vergangenen fünf, sechs Jahren seien es jährlich stabil zwischen 120 und 130 Millionen Besuchern gewesen, bilanzierte Flebbe.
  • Der Umsatzrückgang dürfte etwas schwächer ausfallen. "Das ist insgesamt dramatisch", sagte der Kinomanager.

Als Gründe für die Rückgänge werden von der Branche der lange heiße Sommer und die Fußball-Weltmeisterschaft genannt, wodurch die Besucher fernblieben.

So wird es aber nicht gehen

Paradoxerweise hoffen die Kinobetreiber mit ihrem Weihnachtsprogramm jetzt wieder auf klingende Kassen. 

Mit dem Programm könnten sie sich verrechnen. Tradition alleine könnte nicht reichen. Man muss den Leuten auch etwas anbieten können. Vielleicht treffen sie sich sonst dann doch lieber zum gemeinsamen Netflix-Abend.

(mbi/ mit dpa)

Matthias Schweighöfer & Florian David Fitz über Freundschaft

Video: watson/Imke Gerriets, Lia Haubner
Ein paritätisches Kabinett: Ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Gleichberechtigung

Acht Ministerinnen wird es in der neuen Bundesregierung geben. Damit wird die Hälfte der Ministerien mit einer Frau besetzt – der künftige Kanzler Olaf Scholz hat sein erstes Wahlversprechen also gehalten. Vier von sieben Ministerien besetzt die SPD weiblich, die Grünen halten sich ebenso an ihren Grundsatz: drei ihrer fünf Ministerposten werden von einer Frau besetzt werden, bei der FDP geht eins von vier Ministerien an eine Frau.

Zur Story