Joachim Llambi ist seit der ersten Staffel Juror bei "Let's Dance".
Joachim Llambi ist seit der ersten Staffel Juror bei "Let's Dance".
Bild: Getty Images Europe-Pool / Andreas Rentz

"Eine Frechheit": Ex-"Let's Dance"-Stars wettern gegen Chef-Juror Joachim Llambi

13.04.2021, 16:26

Die ehemaligen "Let's Dance"-Profitänzer Oana Nechiti und Erich Klann ließen die aktuelle RTL-Show-Folge im Podcast "Tanz oder gar nicht" Revue passieren – und empfanden dabei besonders eine Wertung des Chef-Jurors Joachim Llambi als wenig feinfühlig. Auma Obama hatte vor Ostern einen Trauerfall in der Familie: Ihre Oma ist verstorben, zu der sie eine enge Bindung hatte. Kurzzeitig stand durch den Verlust auch ihre "Let's Dance"-Teilnahme auf der Kippe, die Germanistin entschied sich aber fürs Weitertanzen.

Also stand sie am vergangenen Freitag zusammen mit ihrem Tanzpartner Andrzej Cibis auf der TV-Bühne und tanzte mit ihm eine Rumba zu "Kokomo" von The Beach Boys. Zugegeben, eine recht langsame und gefühlvolle Version des kubanischen Paartanzes.

Die Jury zeigte sich davon in Show fünf nicht unbedingt begeistert. Motsi Mabuse sagte zu Auma nach der Performance noch recht diplomatisch: "Ihr habt euch ein bisschen vom Tempo leiten lassen. Ab und zu hat ein bisschen Pfeffer gefehlt. Aber war gut."

Das Show-Urgestein Joachim Llambi wählte da schon drastischere Worte: "Das war heute nicht euer Tanz. Das war der Jan-Hofer-Gedächtnis-Tanz. Wir sagen ja immer, von Jan Hofer könnte mehr kommen. Heute kam von Ihnen auch nicht viel, es war dahingeplätschert. Das war zu wenig." Weiter machte er der Kandidatin klar: "Sie haben nur gelacht: Rumba ist nicht nur nett, Rumba ist ein Miteinander und ein Hin und Her. Sie sind eine starke Frau, das will ich auf der Bühne sehen."

Auf ihre Trauer ging die Jury nicht ein – einzig Moderatorin Victoria Swarovski sprach Auma ihr Beileid aus. "Dieser Tanz ist neu für mich, deswegen muss ich der Jury zuhören und es annehmen", zeigte sich die 61-Jährige verständnisvoll, anschließend gab es jeweils sieben Punkte von Motsi und Jorge González – und lediglich zwei Punkte von Llambi.

Auma Obama und Andrzej Cibis bei ihrer Rumba.
Auma Obama und Andrzej Cibis bei ihrer Rumba.
Bild: dpa / Rolf Vennenbernd

"Zwei ist aber schon ganz schön wenig", kommentierte Victoria enttäuscht und auch der Profitänzer an Aumas Seite konnte nur den Kopf schütteln. Auch im Podcast fand die Wertung von Llambi nicht gerade viel Anklang. Oana resümierte: "Es muss echt nicht einfach für sie gewesen sein, in dieser Woche zu tanzen. Ich habe so einen Respekt nach so einem Verlust weiterzumachen."

Ex-"Let's Dance"-Profis greifen Llambi für miese Wertung an​

Schnell kam Oana Nechiti auf Llambi zu sprechen: "Und dann kam die Kritik von Joachim, es war nur gelacht, so ein bisschen Spaziergang. Aber ich dachte mir: 'Hey, nachdem du sowas erlebt hast, kannst du dich nur hinter einem Lächeln verstecken.' Wenn ein Gefühl so frisch ist, kannst du noch nicht auf die Tanzfläche gehen und das vertanzen. Es ist noch zu frisch, das hast du noch nicht verdaut." Schließlich schätzte sie ein:

"Die zwei Punkte von Joachim hinterher fand ich wirklich eine Frechheit, weil ich finde, der Tanz entsprach nicht zwei Punkten."

Erich stimmte ihr da zu, empfand die Rumba als "sehr stark, sehr sicher" und erklärte zusätzlich: "Ich wollte gar keine Rumba sehen, die so überaus erotisch oder sportlich und schnell war, sondern das Lied hat das vorgegeben und ich fand das sehr gut choreografisch umgesetzt."

Dass gute Elemente aus dem Tanz von der Jury nicht mehr herausgestellt wurden, fand Erich wenig respektvoll: "Man sollte, wenn Leute in so einer Situation sind, nicht noch hinterherhauen. Da müsste man schon so empathisch sein. So oder so hätte sie nicht zwei Punkte verdient, aber gerade in dieser Situation zu sagen: 'Ich sehe das Gute darin.' Da hätte man sich ein bisschen Unterstützung gewünscht."

Auma sei in ihren Augen über den Schmerz der Trauer hinausgewachsen und habe eine gewisse Leistung angeboten. Oana hätte sich von der Jury einfach empathischere Worte gewünscht: "Dann willst du hören: 'Wir sehen dich, wir wissen, dass es schwer ist. Danke dir, dass du da warst. Unglaublich, dass du das geschafft hast.'"

Oana Nechiti und Erich Klann tanzen beide nicht mehr bei "Let's Dance".
Oana Nechiti und Erich Klann tanzen beide nicht mehr bei "Let's Dance".
Bild: www.imago-images.de / Ulrich Stamm

"Tanz oder gar nicht" kommt nicht bei allen Angesprochenen gut an

Dass ihr neuer Podcast, den es erst seit wenigen Wochen gibt, so hohe Wellen schlagen würde, damit hätten Oana und Erich nicht gerechnet. Im Vergleich zu vorangegangenen "Tanz oder gar nicht"-Ausgaben nahmen sie sich bei der Einschätzung ihrer ehemaligen Tanz-Kollegen und der Jury scheinbar ein wenig zurück.

So kritisierten sie bereits Auma Obama in einer anderen Folge, Erol Sander bekam zudem einiges von den beiden zu hören – aber die Hauptkritik galt meistens den Juroren Jorge und Llambi. Da Ersterer kein Choreograf sei, sprachen sie ihm seine Expertise ab: "Rede über Salsa, Frisuren, was hast du von außen dabei empfunden, was ist passiert in dir? Aber fang nicht an, mit irgendwelchen fachlichen Sachen, weil davon hast du gar keine Ahnung", richtete Erich vor wenigen Tagen noch härtere Worte an den Kubaner.

Zusammen mit Oanas ehemaligem Tanzpartner Bela Klentze ging es in einem Special zudem um die gesamte Jury: "Meistens waren es wirklich irgendwelche komischen Sprüche, wie: Ich sollte mehr Porno sein und lauter solche Sachen, die ich echt sehr seltsam fand", erinnerte sich der Schauspieler zurück.

Die Einschätzungen gingen den ersten Profis bereits zu weit. Unter anderem Christian Polanc, der in der aktuellen "Let's Dance"-Staffel mit Lola Weippert tanzt, sagte zum Podcast in einem Instagram-Livestream zu seinen Followern:

"Die Spekulationen über die Persönlichkeit von anderen Tänzern haben mir wirklich nicht gefallen. Und da bin ich auch nicht der einzige der Profitänzer. Ich weiß nicht, ob sich die anderen noch dazu äußern, ist ja auch egal. Ich fand das nicht so schön. Die waren 10 Jahre meine Kollegen bei 'Let's Dance', deswegen ist man da enttäuscht."

Nun bezogen Oana und Erich ganz am Ende der Ausgabe Stellung dazu und stellten schließlich fest: "Es geht überhaupt nicht darum, jemanden runterzumachen, sondern es ist einfach nur unsere Einschätzung." Die Freiheiten, die sie durch ihren Podcast nun haben, wollen sie sich nicht nehmen lassen, immerhin ginge es auch größtenteils darum, dass sie die Leistung der Kandidaten loben.

(cfl)

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