Tinder

Frau bekam das wohl kriminellste Tinder-Angebot aller Zeiten

Wer sich bei Tinder anmeldet, sucht nach einer Beziehung, einem netten Date zur Abwechslung oder auch einfach nur Spaß. Was Danielle auf Tinder allerdings geboten bekam, fällt in keine der Kategorien.

Sie war noch keine 24 Stunden auf der Dating-Plattform angemeldet, als sie ein, wortwörtlich, kriminelles Angebot bekam.

Tinder zur Suche von Komplizen

Ein Screenshot, den Danielle auf Twitter teilte, zeigt den Verlauf des Gesprächs. Nach dem üblichen "Hallöchen" schrieb ihr der Unbekannte: "Ich versuche nicht, mit dir auszugehen oder so." Manch Liebeshungrige hätte da schon aufgehört, weiterzulesen.

Die Erklärung des Fremden war aber erstaunlich kriminell: "Ich raube eine Bank aus und brauche eine attraktive Frau, die eine übergewichtige Wache ablenkt, die die Nachtschicht leitet." Was müsste Danielle tun? Der Räuber in spe schrieb weiter: "Kleidung wird gestellt. Alles, was du tun musst, ist, seine Aufmerksamkeit für 15 Minuten und 49 Sekunden zu halten. Bist du dabei oder nicht, Danielle?"

Funktioniert Tinder so?

Auf Tinder kommentierte Danielle den Screenshot des wohl kriminellsten Tinder-Angebots aller Zeiten erst mal trocken, und auch ein wenig enttäuscht, mit den Worten: "Ok, Tinder funktioniert nicht."

Danielles Beitrag ging in der vergangenen Woche viral. Ihr Tweet wurde mehr als 32.000 Mal geteilt, auch auf der Straße sei sie erkannt worden, berichtete Danielle weiter.

Das Erstaunliche: Nach einigen weiteren Wortwechseln entschloss sich Danielle, den Möchtegern-Räuber an diesem Montag doch für ein Date zu treffen. Zum Abendessen. Ohne Bankbesuch.

Vielleicht wollte er ja doch nur ihr Herz stehlen...

Rechtliche Probleme hat währenddessen das Mutterunternehmen von Tinder:

Die US-Wettbewerbsaufsicht FTC hat wegen falscher Werbeversprechen Klage gegen den Dating-App-Betreiber Match eingereicht. Der Konzern, der auch hinter Verkupplungs-Plattformen wie Tinder, Hinge und OkCupid steckt, habe Kunden mithilfe betrügerischer Kontaktanzeigen und anderer dubioser Methoden hinters Licht geführt, teilte die Behörde Ende September in Washington mit.
Match machte sich laut FTC etwa die vielen Fake-Profile zunutze, die Kunden Interesse an einer Beziehung vortäuschen. "Hunderttausende" Nutzer seien damit in Bezahlabos gelockt worden. Außerdem soll Match Kunden in vielen Fällen für angeblich kostenlose Probe-Services abkassiert haben. Darüber hinaus beklagt die Behörde unter anderem auch, dass es Nutzern gezielt erschwert worden sei, zu kündigen.
Match wies die Vorwürfe in einer Stellungnahme zurück und bezeichnete die Klage als "komplett unbegründet". Tatsächlich bekämpfe der Konzern betrügerische Aktionen auf der Plattform, denn diese seien schlecht fürs Geschäft. 85 Prozent der unzulässigen Nutzerkonten würden innerhalb von Stunden abgefangen, 96 Prozent binnen eines Tages. Die FTC habe den Fall an das Justizministerium gegeben, dieses habe die Vorwürfe jedoch nicht weiterverfolgt, behauptet Match.

(pb/mit dpa)

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