Rapper Finch kann sich mit dem Top-Neuzugang bei Hertha BSC II überhaupt nicht anfreunden.
Rapper Finch kann sich mit dem Top-Neuzugang bei Hertha BSC II überhaupt nicht anfreunden.Bild: imago images / imago images

"Mir tun die Hertha-Fans leid": Rapper Finch wütet wegen Kicker gegen Instagram-Community

19.07.2022, 14:04

Die Fans von Hertha BSC II müssen sich offenkundig auf eine anstrengende Saison einstellen. Dem Klub, der derzeit in der Regionalliga Nordost spielt, gelang in diesem Sommer ein Transfer-Coup: Für das Team konnte der Außenstürmer Nader Jindaoui gewonnen werden.

Seitdem geht es ordentlich rund: Anfang Juli legte der Verkaufsstart seines Trikots kurzerhand den gesamten Online-Shop von Hertha lahm. Das Jersey sei am Ende teilweise öfter verkauft worden als Trikots von Erstligisten. Zusätzlich kam es bei einem Testspiel gegen Tasmania Berlin am Wochenende zum Eklat: Große Teile der 2347 Zuschauer, die erschienen waren, stürmten den Platz, um mit Jindaoui ein Selfie zu schießen. Der Schiedsrichter kapitulierte und brach das Spiel ab.

Der Grund für den plötzlichen Hype: Nader ist nicht nur Kicker, sondern auch Influencer. Auf Instagram hat der Netz-Star 1,6 Millionen, auf Tiktok immerhin knapp 800.000 und auf Youtube 1,24 Millionen Follower hinter sich versammelt. Die mit dem Social-Media-Erfolg einhergehende meist junge Community geht nach dem Spielabbruch vor allem einem auf den Geist: Rapper Finch.

Kicker-Fans provozieren Finch – der hat Mitleid

Nader ist in erster Linie durch Pärchen-Videos auf Youtube bekannt. Mit seiner Partnerin Louisa hat er eine Tochter namens Imani. Seine Vlogs erreichen mit Leichtigkeit eine Million Aufrufe – der Hype um ihn ist riesig, gerade in Berlin.

Kurz nach dem Abbruch des Testspiels, zu dem mehr als 2000 Zuschauer kamen, wetterte auch Finch gegen den Hertha-Transfer. Der Rapper ist bekennender Fußball-Fan, sein Klub ist Union Berlin. Bereits von Beginn seiner Karriere an spricht der Bühnenstar auch immer wieder über die Probleme, die er in der Fußballwelt sieht. So macht er sich gegen die Sell-Out-Strategie und den Kommerz im Sport stark.

Wohl auch deshalb ist ihm die Verpflichtung des Youtubers ein Dorn im Auge. Auf eine Instagram-Story, in der Finch einen Artikel des Spielabbruchs teilte, bekam er prompt eine Antwort eines Nader-Fans: "Die Zeiten ändern sich, komm mal klar, Opa", musste sich der 32-Jährige anhören. Das ging ihm allerdings mächtig gegen den Strich. Zu einem Screenshot der Nachricht schrieb Finch wiederum: "Elfjährige Nader-Jindaoui-Fans machen Ansagen!"

Rapper Finch legte sich mit den Fans von Nader Jindaoui an.
Rapper Finch legte sich mit den Fans von Nader Jindaoui an.Bild: Screenshot / Instagram / finch

Zusätzlich wetterte er: "Mir tun mittlerweile schon die Hertha-Fans leid, welche sich in Zukunft das Stadion mit pubertierenden, dauerfilmenden Kindern teilen dürfen." Sein Fazit lautete deswegen knallhart:

"Das ist der Untergang des Fußballs."

Rapper ätzt auch gegen Musik-Szene und gekaufte Klicks

Aber nicht nur über den Fußball schimpft Finch – auch die Entwicklungen in der Deutschrap-Szene missfallen ihm. Besonders die mittlerweile gängige Praxis vieler Interpreten, sich Likes, Kommentare und Streams zu kaufen, geht ihm gegen den Strich. So filmte Finch sich vor Kurzem beim Grimassen ziehen für Tiktok und setzte dazu einen fiesen Seitenhieb gegen seine Kollegen ab: "Wenn sie Millionen Streams haben, aber kein eigenes Konzert vor mehr als 500 Leuten spielen..."

Finch begeistert dagegen momentan bei diversen Festivals und Solo-Konzerten die Massen: Zuletzt konnte der "Finchiboy"-Interpret in Neubrandenburg seine Fans vollends überzeugen.

(cfl)

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