22.03.2021, Schweden, Stockholm: Zlatan Ibrahimovic (r) nimmt an einer Pressekonferenz in der Friends Arena teil. Fast f

Ibrahimovic droht eine lange Sperre Bild: dpa / Jonas Ekstromer

Verletzung von Fifa-Regeln: Ibrahimovic droht Karriere-Aus

Es sind keine guten Nachrichten für Schwedens Star-Spieler Zlatan Ibrahimovic und seine Fans. Wegen eines Verstoßes gegen den Ethik-Kodex der FIFA könnte Zlatan Ibrahimovic vor einer langen Sperre stehen. Damit wäre nicht nur seine Teilnahme an der EM in diesem Jahr in Gefahr, eine solche Sperre könnte sogar sein Karriere-Ende bedeuten.

Das Problem ist folgendes: Ibrahmivoc ist seit mehreren Jahren an dem Sportwetten-Anbieter Bethard beteiligt. Seine Firma "Unknown AB" besitzt zehn Prozent der Anteile an dem Wett-Anbieter mit Sitz in Malta.

Beteiligungen an Wett-Anbietern sind von der FIFA jedoch eindeutig untersagt, weshalb Ibrahimovics Geschäfte ein klarer Verstoß gegen die Richtlinien der FIFA sind. Der Weltfußballverband will damit unter anderem Wett-Manipulationen von Seiten der Spieler verhindern.

Ibrahimovic droht nun das Karriere-Aus

Zlatan Ibrahimovic, der erst Ende März in die schwedische Nationalmannschaft zurückkehrte, droht nun sogar das Ende seiner Karriere. Denn die Höchststrafe für ein solches Vergehen wären neben einer Geldstrafe von 100.000 Euro auch eine dreijährige Sperre. Für den 39-Jahre alten Stürmer-Star wäre das wohl mit einem Karriere-Aus gleichzusetzen.

Geschäfte schon seit 2018 bekannt

Die Geschäfte des Stürmers sind allerdings schon seit 2018 bekannt. Hakan Sjöstrand, Generalsekretär des schwedischen Fußballverbandes, sagte damals: "Nach den FIFA-Regeln und dem Ethik-Kodex darf kein Spieler direkt an einer Wettfirma beteiligt sein oder Anteile daran halten. Ich bleibe bei den Fakten und kann nur auf die Regeln verweisen, die für alle Nationen und Spieler gelten, die an der WM teilnehmen wollen."

Wäre Ibrahimovic also damals für die WM nominiert worden, hätte er seine Beteiligung an dem Wettanbieter beenden müssen oder seine Teilnahme wäre verboten worden. Da er nicht nominiert wurde, ist das Thema dann allerdings im Sand verlaufen.

Doch durch sein Comeback in der Nationalmannschaft beim 1:0 Sieg in der Nationalmannschaft gegen Georgien, hat der 39-Jährige nun endgültig gegen die Regeln der FIFA verstoßen. Und auch seine Teilnahme an der Europa-League Qualifikation im September 2020 soll schon illegal gewesen sein, da es bei der UEFA eine ähnliche Regelung gibt.

Ibrahimovics Zukunft ist damit mehr als ungewiss. Sjöstrand bemängelt währenddessen die verschiedenen Auslegungsmöglichkeiten der FIFA-Vorschriften: "Ich spekuliere nicht über mögliche Sanktionen. Aber natürlich drängen wir weiterhin auf Klarheit in den FIFA-Vorschriften, da offen gesagt viel Unklarheit darüber besteht, wie sie zu interpretieren sind."

(nb)

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