Frau Supermarkt Milcheinkauf
Ab 2024 soll sogar auf Milchbehältnisse Pfand erhoben werden (Symbolbild).Bild: iStockphoto / Kiwis
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Ab 2022 sollen neue Pfandauflagen für mehr Nachhaltigkeit sorgen

15.12.2021, 11:41

Bislang gibt es noch zahlreiche Produkte, bei denen sich die Pfandpflicht nicht durchgesetzt hat. Ab 2022 wird sich dies jedoch ändern: ab dann heißt es sogar bei Produkten aus dem Kühlregal "Pfand drauf!". Mit diesen neuen Regeln will das Bundesumweltministerium den Verbrauch von Plastik mindern und die Menge an Müll verringern, die in der Natur landet.

Für einige Produkte tritt das Pfandgesetz bereits 2022 in Kraft, für andere erst ab 2024. Hier könnt ihr euch einen Überblick verschaffen, für welche Produkte ab wann das Pfandgesetz gilt:

1. Frucht- und Gemüsesaft: Pfand ab 2022

2. Smoothies: Pfand ab 2022

3. Alkoholische Mischgetränke (in Flaschen und Dosen): Pfand ab 2022

4. Energydrinks: Pfand ab 2022

5. Milch: Pfand ab 2024

6. Kaffee- und Milch-Getränke: Pfand ab 2024.

Flaschensammeln im Wald
Mit einem ausgeweiteten Pfandsystem könnte es seltener dazu kommen: Junge Freiwillige sammeln leere Plastikflaschen im Wald. (Symbolbild)Bild: iStockphoto / Inside Creative House

Pflicht zu mehr recyceltem Plastik

Das hohe Ziel dahinter: Ab 2024 soll es in Deutschland gar keine Plastikflaschen mehr ohne Pfand geben. Hinzu kommt, dass alle PET-Flaschen ab 2025 mindestens 25 Prozent recyceltes Plastik enthalten müssen. Ab 2030 gilt auch für alle Einwegflaschen aus Kunststoff ein Mindestrecyclingplastik-Anteil von 30 Prozent.

Unterstützt wird außerdem, was manche Bio-Märkte, Coffee-Shops oder Take-Away-Dienste schon jetzt aus freien Stücken als einen Beitrag zur Umwelt anbieten: ab 2023 sind Restaurants und Lieferdienste verpflichtet, Mehrwegvarianten anzubieten. Ausgenommen von dieser Regel sind jedoch kleine Unternehmen, deren Fläche kleiner als 80 Quadratmeter ist und die weniger als 5 Mitarbeitende haben. Das können zum Beispiel Imbissbuden, Kioske oder Spätis sein.

Entlastung für Reinigungsbetriebe

Der Ansatz ist gut, Umweltschützende sagen jedoch, es gehe noch besser. Die "Mehrweg-Allianz", zu der unter anderem die Deutsche Umwelthilfe gehört, gibt in einer Pressemitteilung an, dass "die Maßnahmen nicht weit genug gehen" würden. Erleichtert zeigen sich dagegen die kommunalen Reinigungsbetriebe. Diese sind in erster Linie von der "To-Go-Ära" betroffen - jedes Jahr müssen 700 Millionen Euro für die Entfernung von Müll aus dem öffentlichen Raum verwendet werden.

(lmk)

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Die Geräusche, die unseren Alltag in der Stadt bestimmen, sind nicht immer angenehm: Autos hupen, die Durchsagen in der U-Bahn tönen und überall wird auf Baustellen lautstark gebohrt. Das kann mit der Zeit zur Belastung werden, denn Lärm begünstigt psychische Erkrankungen. Die Natur dagegen hilft, zur Ruhe zu kommen.

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