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Kubicki witzelt bei Maischberger: Als sie ihn auf Metzelder anspricht, wird er ernst

FDP-Vize Wolfang Kubicki gibt sich stets lautstark – das war auch in der Wochenrückschau von ARD-Moderatorin Sandra Maischberger so.

Die Pleite seiner Partei bei den Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen – die FDP verpasste den Einzug in die Landesparlamente – erklärte der FDP-Spitzenpolitiker mit einer schwachen Organisation in den Landesverbänden und einer falschen inhaltlichen Fokussierung auf jüngere Themen. Maischberger hakte nach – und fragte Kubicki mit Blick auf FDP-Parteichef Christian Lindner und ältere ostdeutschen Wähler: "Ist der Lindner denen zu jung?"

Kubicki: "Das glaube ich nicht. Der wird ja auch älter." Ambitionen auf das höchste Amt bei den Liberalen habe Kubicki selber nicht: "Ich bin zu alt dafür."

Ein Bündnis mit der rechtspopulistischen AfD lehnte Kubicki ab. Der FDP-Politiker räumte ein, dass der Umgang mit der AfD in den vergangenen Jahren gescheitert sei. Er sagte: "Wir müssen die AfD nicht in den Arm nehmen, sondern auf den Arm."

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Auf den Arm nahm Kubicki erstmal die Moderatorin Maischberger. Als die bemerkte: "Sie reden über Ihren Wohlstand – anders als viele andere Politiker, die lieber zur Mittelschicht reden wollen. Sie reden über das Haus am Meer, über das Boot geredet, das Sie gerne fahren. Yacht oder nicht, keine Ahnung..."

Kubicki scherzte: "Ja, das ist eine 27 Fuß-Yacht. Wenn Sie an einer Küste wohnen, haben Sie auch ein Boot." Maischberger versuchte mitzuhalten: "Aber eben kein Ruderboot." Kubicki antwortete prompt: "Das wäre auf der Ostsee auch ein bisschen schwierig."

Kubicki genoß es sichtlich, bei Maischberger ein Best of aus dem Kubicki-Kosmos abzufeuern. SPD-Politiker Ralf Stegner habe ihm vorgeworfen: "Sie verdienen als Anwalt bestimmt mehr als als Abgeordneter." Kubickis damalige Antwort: "Das stimmt ja auch. Was uns unterscheidet ist: Meine Mandanten bezahlen mich frewillig. Sie leben nur von Zwangsabgaben."

Sein Lieblingsfeind aus dem schleswig-holsteinischen Landtag beschäftigte Stegner an dem Abend öfters. Über den Kandidaten für den SPD-Vorsitz frotzelte er später noch: "Er sollte den Friseur wechseln!"

Auch Grünen-Spitzenpolitiker wurden Opfer vom Kubicki-Spott: Die Grünen-Chefin Annalena Baerbock nannte er "eine sehr sympathische Rotzgöre." Und der bayerische Grünen-Politiker Hofreiter sei die "Gender-Variante bei den Grünen."

Ermittlungen bei Metzelder: Kubicki reagiert bei Maischberger deutlich

Kubicki wurde bei Maischberger aber auch ernst: Die jüngste Berichterstattung über den früheren Fußballnationalspieler Christoph Metzelder nannte Kubicki "unverschämt". Gegen den 38-Jährigen wird wegen des Verdachts der Verbreitung von Kinderpornografie ermittelt.

Kubicki dazu: "Wenn Sie als Verteidiger oder als Kinderschänder gebrandmarkt werden, dann werden Sie das im Leben nie wieder los. Ganz egal, ob sie unschuldig sind oder nicht."

Die Berichterstattung einiger Boulevardmedien über Metzelder "zieht mir die Schuhe aus", erklärte Kubicki. Er betonte: "Warten wir das Ergebnis erstmal ab." Kubicki habe Metzelder mehrfach getroffen. Der FDP-Politiker erklärte bei Maischberger: "Das würde mich sehr wundern, wenn der tatsächlich auf Kinderpornographie steht."

(pb)

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