Polizisten am Mittwoch in Berlin.
Polizisten am Mittwoch in Berlin. Bild: dpa / Kay Nietfeld

Angriff auf ARD-Team in Berlin – Tatverdächtiger wurde wieder freigelassen

07.05.2020, 06:25

Nach einem Angriff auf ein Kamerateam der ARD in Berlin ist ein Tatverdächtiger nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen worden. Das sagte ein Sprecher am frühen Donnerstagmorgen. Gegen den 46-Jährigen liege eine Strafanzeige wegen Körperverletzung vor.

Was war passiert?

Bei einer nicht genehmigten Demonstration gegen die Corona- Beschränkungen war am Mittwoch vor dem Reichstagsgebäude ein Tonassistent angegriffen worden. Ein Mann habe versucht, ihn zu treten – traf dabei aber offenbar die Mikrofon-Angel, die dann gegen den Kopf des Kameramannes schlug, wie die Polizei am Mittwochabend mitteilte.

Der 46-jährige Tatverdächtige habe versucht zu flüchten, sei dann aber festgenommen worden. Bereits am 1. Mai war in Berlin ein Team der ZDF-Satiresendung "Heute-Show" attackiert worden.

"Solche Angriffe gegen die Presse sind widerlich"

Wie eine Sprecherin der Polizei sagte, ist die Schwere des Angriffs noch unklar – die Rede sei von Leichtverletzten.

ARD-Journalistin Tina Hassel, twitterte: "Unserem Team geht es zum Glück gut, aber solche Angriffe gegen die Presse sind widerlich!"

(ll/dpa)

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Ärzte und Ärztinnen können wohl schon bald öffentlich über verschiedene Möglichkeiten für Schwangerschaftsabbrüche in ihrer Praxis informieren, ohne dafür eine Strafe fürchten zu müssen. Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) legte am Montag einen Entwurf für die Aufhebung des Paragrafen 219a Strafgesetzbuch vor, der bisher die "Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft" verbietet. Als "Werbung" im Sinne des Gesetzes gelten schon ausführliche Informationen über verschiedene Methoden des Schwangerschaftsabbruchs sowie die damit jeweils verbundenen Risiken.

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