Deutschland
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So viele Extremisten (und Spione) gehen in Deutschland um – 5 Zahlen

In Deutschland gebe es immer mehr "Reichsbürger" und die seien auch noch zu "schwersten Gewalttaten" bereit. Das sagt der neue Verfassungsschutzbericht für das Jahr 2017.  Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat ihn am Dienstag vorgestellt. Demnach ist auch die Zahl der Salafisten und der linken Gewalttaten gestiegen.

Das sind die Zahlen zu fünf extremistischen Gruppen aus dem Verfassungsschutzbericht: 

Rechtsextremisten:

Hier zeigt der Jahresbericht einen leichten Anstieg. Jeweils etwas mehr als die Hälfte davon gilt als gewaltorientiert:

"Reichsbürger":

Die in Kleingruppen zersplitterte Szene, die die Bundesrepublik und ihre Institutionen nicht anerkennt, ist innerhalb eines Jahre mehr um die Hälfte angewachsen. 

Die "Bild"-Zeitung und das ARD-Hauptstadtstudio hatten zuvor berichtet, dass es im Verfassungsschutzbericht weiter  heißen würde, dass die Szene eine hohe Affinität zu Waffen habe. "Reichsbürger" und "Selbstverwalter" seien dabei auch bereit, ihre Waffen für "schwerste Gewalttaten" einzusetzen. 

Islamisten:

Das Potenzial der radikalen Islamisten bleibt auf einem hohen Niveau, dass es noch vor wenigen Jahren nicht gab. 

Denn innerhalb der islamistischen Szene zeichne sich wie auch schon 2016 eine "Kräfteverschiebung in den gewaltorientierten und dschihadistischen Bereich ab", heißt es im diesjährigen Bericht. Es bestehe weiterhin eine hohe Anschlagsgefahr.

"Deutschland steht im Fokus des islamistischen Terrorismus. Auch zukünftig kann es in Deutschland jederzeit zu einem terroristischen Ereignis kommen."

Verfassungsschutzbericht 

Linksextreme:

Die Szene wächst langsam.

Spione:

Russland, China und Iran sind nach Einschätzung des Bundesverfassungsschutzes Hauptakteure der gegen Deutschland gerichteten Spionage. Aber auch westliche Staaten spielten eine Rolle. Das Interesse gelte dem Nato- und EU-Mitglied Deutschland als weltpolitischem Akteur. Spionageobjekt der ausländischen Dienste in Deutschland waren oppositionelle Gruppen aus den jeweiligen Heimatländern.

Die russischen Nachrichtendienste betrieben dem Bericht zufolge mit hohem organisatorischen und finanziellen Aufwand Spionage gegen Deutschland. Mit der Nutzung des Cyberraums habe sich das Ausmaß der Spionage um ein Vielfaches gesteigert. Im Fokus seien dabei alle Bereiche in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Technik sowie das Militär.

(hd/afp)

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