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Lebenslänglich nach Mord an Studentin — Anwalt will Revision einlegen

22.03.2018, 10:4322.03.2018, 11:38

Im Freiburger Mordprozess gegen den Asylbewerber Hussein K. hat das Gericht am Donnerstag nach mehr als einem halben Jahr Verhandlungsdauer das Urteil verkündet.

Die Richter verurteilten ihn nach Erwachsenenstrafrecht zu einer lebenslangen Freiheitstrafe wegen Mordes und schwerer Vergewaltigung nach Erwachsenenstrafrecht — sein Anwalt hat nun angekündigt, dass er Revision einlegen wird. 

Das Gericht stellte am Donnerstag zudem die besondere Schwere der Schuld fest, was eine vorzeitige Haftentlassung nahezu ausschließt.

Das Gericht folgte mit dem Urteil, gegen den als Flüchtling nach Deutschland gekommenen K., weitgehend dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die im Prozess auch eine anschließende Sicherungsverwahrung gefordert hatte.

Die Entscheidung über die Sicherheitsverwahrung steht aus.

Diesbezüglich entschieden die Richter, dass diese angeordnet werden kann. Darüber muss aber erst ein Gericht entscheiden.

Hussein K. hatte zugegeben, im Oktober 2016 nachts in Freiburg eine 19 Jahre alte Studentin bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt und vergewaltigt zu haben. Sie ertrank im Wasser des Flusses Dreisam. Der überregional beachtete Prozess hatte im September vergangenen Jahres begonnen.

In Freiburg wird um die ermordete Studentin getrauert.
In Freiburg wird um die ermordete Studentin getrauert.
dpa

Warum wurde K. nach Erwachsenenstrafrecht verurteilt?

Zu Alter und Herkunft von Hussein K. gab es widersprüchliche Angaben.

  • Der Angeklagte hatte zunächst angegeben, zur Tatzeit erst 17 Jahre alt gewesen zu sein.
  • Schließlich räumte er ein, gelogen zu haben.
  • Gutachten zufolge war er zum Zeitpunkt der Tat mindestens 22 Jahre alt. 

(pb/hd/afp/dpa)

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