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Former German Foreign Minister Sigmar Gabriel arrives for a news conference calling for the release of activist Julian Assange, in Berlin, Germany, February 6, 2020. REUTERS/Hannibal Hanschke

Ex-SPD-Politiker Sigmar Gabriel. Bild: reuters / HANNIBAL HANSCHKE

Nach Politik-Ausstieg: Sigmar Gabriel ist Job los

Der frühere SPD-Chef Sigmar Gabriel wird in Zukunft nicht mehr für das "Handelsblatt" und die "Zeit" schreiben. Nach seinem Ausstieg hatte Gabriel beim Verlag DvH Medien einen Exklusivvertrag erhalten. Nun wurde der Vertrag nach knapp zwei Jahren aufgelöst, wie das Branchen-Portal "Horizont" berichtet.

"Wir reduzieren die Intensität der Zusammenarbeit mit Sigmar Gabriel vor dem Hintergrund seiner zusätzlichen neuen Aufgaben", teilte der Finanzchef des Verlags, Oliver Finsterwalter, "Horizont" mit. Gabriel bleibe aber Mitglied des Expertenforums des "Handelsblatt"-Chefökonoms Bert Rürup und er werde auch eigene Beiträge für die "Tagesspiegel"-Serie "Global Challenges" schreiben.

Gabriel hatte laut eigenen Angaben 2018 zwischen 15.001 und 30.000 Euro monatliches Honorar von DvH Medien bezogen. Die Tätigkeit aber war umstrittenen.

Sigmar Gabriel in der Kritik

Gabriel nutzte seine Tätigkeit als Autor umschweifend, um sich in Beiträgen zu Wort zu melden. Auch mit Kritik an der eigenen Partei hielt sich der frühere SPD-Chef dabei nicht zurück.

Bis 2017 war Gabriel Vorsitzender der SPD. Zwischenzeitlich war er als neuer Chef des Lobby-Verbands der Automobilindustrie (VDA) im Gespräch. Im Januar nominierte ihn die Deutsche Bank für einen Posten im Aufsichtsrat, darüber wird am 20. Mai bei der Hauptversammlung der Deutschen Bank entschieden.

(ll)

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